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Mittelstandsmagazin Criticón: Deutschland und Europa - Wegweiser für die Zukunft ?

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Verfasser: Bernd Oliver Bühler,


Bonn - Viele deutsche Unternehmen befinden sich in der Krise. Eine rein betriebswirtschaftliche Sicht hilft dabei allerdings nicht weiter. Die Macht eines Staates basiert auf politischer, kultureller, sozialer, religiöser, militärischer und vor allem wirtschaftlicher Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Die Krise der Wirtschaft wird zur Krise des Staates, der Politik, der Gesellschaft und betrifft damit jeden einzelnen Bürger. Die Macht eines Staates wird an seiner Wirtschaftskraft bemessen. Stellen sie sich doch einmal vor, dass wir nur das Wirtschaftspotential eines afrikanischen Entwicklungslandes hätten. Würden unsere Ideen, und mögen sie noch so selbstlos und richtig sein, das gleiche Interesse finden in der Welt?

Bonn - Viele deutsche Unternehmen befinden sich in der Krise. Eine rein betriebswirtschaftliche Sicht hilft dabei allerdings nicht weiter. Die Macht eines Staates basiert auf politischer, kultureller, sozialer, religiöser, militärischer und vor allem wirtschaftlicher Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Die Krise der Wirtschaft wird zur Krise des Staates, der Politik, der Gesellschaft und betrifft damit jeden einzelnen Bürger. Die Macht eines Staates wird an seiner Wirtschaftskraft bemessen. Stellen sie sich doch einmal vor, dass wir nur das Wirtschaftspotential eines afrikanischen Entwicklungslandes hätten. Würden unsere Ideen, und mögen sie noch so selbstlos und richtig sein, das gleiche Interesse finden in der Welt? Wohl kaum. Wenn die Gesellschaft diese Vorstellung, dass die Macht des Staates essentiell auf der Wirtschaftskraft beruht, als solche akzeptiert, so müssen wir uns doch auch fragen, ob der Wirtschaft erstens genügend Schutz geboten und zweitens genügend flankierende Maßnahmen seitens des Staates die Rahmenbedingungen zur zukünftigen Prosperität schaffen. Staaten wie Unternehmen sind auf der Suche nach Macht und Einfluss und versuchen, sich gegenseitig in ihrem ureigenen Interesse zu dominieren. Unternehmen tun dies, in dem sie produzieren, nicht nur, um Produkte zu verkaufen, sondern um den Markt zu kontrollieren und Einfluss auf die Mitbewerber auszuüben. Staaten tun dies, in dem sie versuchen, entweder direkt Einfluss auf die Politik eines anderen Landes im eigenen Interesse zu nehmen, oder indirekt, indem sie die eigene Wirtschaftskraft auf Kosten der anderen Staaten zu stärken versuchen.

Das Konzept des « Wirtschaftskrieges » beschreibt dieses Phänomen. Es beschränkt sich jedoch nicht nur auf Produktion und Absatz. Die Verfügungsgewalt über die natürlichen Ressourcen der Erde unter dem Begriff "Weltmacht Rohstoffe" - vor allem Erdöl und andere strategische Rohstoffe – ist dabei ein entscheidender Punkt. Wie kann man über Krieg in der Wirtschaft reden ? Wo liegt die Erklärung ? Der frühere französische Präsident Francois Mitterrand schrieb in seinem "Brief an alle Franzosen" vom April 1988, der zugleich auch das Programm seiner zweiten Amtszeit enthielt: "Betrachten wir die Weltwirtschaft, so sieht man ein Schlachtfeld vor sich, auf dem sich die Unternehmen einen gnadenlosen Krieg liefern. Gefangene werden nicht gemacht. Wer fällt, stirbt. Der Sieger kämpft nach alterprobten kriegsstrategischen und sehr einfachen Regeln: die beste Vorbereitung, die schnellsten Bewegungen, der Vorstoß auf feindliches Terrain, gute Verbündete, der Wille zum Sieg" (6). Hier liegt die Erklärung : es ist angebracht, diesen Konflikt als Krieg in der Wirtschaft zu bezeichnen, da er doch auch mit den Mitteln des Krieges geführt wird : Die Bildung von Bündnissen, Allianzen, aggressives Lobbying, Boykotte von Gütern, Bestechung, Sabotage, Informations- und Desinformationskampagnen, Wirtschafts- und Industriespionage sind Mittel und vor allem Gefahren, denen sich die Wirtschaft, die Politik, die gesamte Gesellschaft stellen müssen. Auch das Bildungswesen in Deutschland ist mit der Forderung konfrontiert, die deutschen Studenten, die « zukünftigen » Manager ausreichend auf solche Problematiken vorzubereiten. Warum gibt es Industriespionage? Warum setzen sich viele Staaten in der Welt so sehr für die Interessen ihrer Wirtschaft ein ?

Nun, eine der Erklärungen ist, dass einige Staaten erkannt haben, dass es ihrem eigenen Interesse dient, wenn ihre Wirtschaft Märkte im Ausland übernehmen kann. Was bedeutet das aber für die Politik ? Werden jetzt aus Verbündeten automatisch Feinde ? Auf diese Frage hat man in Frankreich eine dualistische Sichtweise des Dilemmas der Beziehungen zwischen Staaten entwickelt: politischer Freund, aber wirtschaftlicher Gegner. Für die Franzosen schließt das Eine das Andere nicht aus. Das Konzept ist an der Ecole de Guerre Economique, der Schule des Wirtschaftskrieges in Paris, vertieft worden. Für Christian Harbulot, den Gründer und Direktor der Ecole de Guerre Economique ist Wirtschaftskrieg eine Bedrohung ganz besonderer Art, da er untrennbar verbunden ist mit der Globalisierung der Wirtschaft. Je mehr sich die Länder industrialisieren, desto mehr bekommen sie die Auswirkungen des internationalen Wettbewerbs zu spüren - Informationen entwickeln sich zu einem strategischen Rohstoff (2). Die Wichtigkeit des Rohstoffs "Information" bei strategischen Entscheidungen wird in Frankreich in hohem Maße anerkannt und von staatlicher Seite im Interesse der Wirtschaft gefördert. Das belegt der kontinuierliche Anstieg der Zahl der französischen Universitäten, die Aufbaustudiengänge in "Business Intelligence" anbieten. Misst man an der Anzahl der Studiengänge die Erkenntnis über den Wert von Informationen, so sind aber die Vereinigten Staaten weltweit und mit großem Abstand führend. Was die europäischen Staaten angeht, so scheint nur Frankreich erkannt zu haben, dass wirtschaftliche Prosperität in erster Linie zu einer Frage des frühzeitigen und umfassenden Besitzes von Informationen geworden ist. Schon in den neunziger Jahren wurde hierfür bereits die Basis durch staatliche Initiativen geschaffen. In den Jahren 1992-1994 wurde eine Arbeitsgruppe zum Thema "Business Intelligence" im Auftrag des "Commissariat General du Plan", einer Behörde, die direkt dem französischen

Ministerpräsidenten unterstellt ist, gebildet. Mit der Führung der Arbeitsgruppe wurde Henri Matre, der ehemalige Präsident der französischen Aerospatiale beauftragt. Christian Harbulot, der später die "Ecole" zusammen mit General Pichot-Duclos und Alain Joseph, dem Präsidenten der ESLSCA-Gruppe gründete, war sein Berater. Der entstandene Matre-Bericht war einer der Meilensteine der französischen "Intelligence Economique" und floss 1997 in das Gründungskonzept der "Ecole de Guerre Economique" an der privaten Managementschule ESLSCA in Paris ein. Doch damit nicht genug, auch der aktuelle Ministerpräsident Raffarin hat den Abgeordneten Bernard Carayllon, der Schirmherr des jetzigen Abschlussjahrganges der "Ecole" ist, mit der Konstituierung einer Kommission beauftragt, die sich mit dem Entwicklungszustand der "Intelligence Economique" in den französischen Unternehmen befassen soll. Eines der Standardwerke an der "Ecole", neben Autoren wie Clausewitz und Sun Tzu, ist das Buch "Die Zukunft des deutschen Ausfuhrhandels", das 1915 unter der Hypothese geschrieben wurde, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg gewinnen würde. Siegfried Herzog, der Autor, ging davon aus, dass auf einen militärischen Sieg Deutschlands über die Tripel-Entente die wirtschaftliche Niederlage Deutschlands folgen würde, da nun die "besiegte Welt" den Ankauf deutscher Produkte bewusst unterlassen würde.

Er legte sehr genau dar, wie Wirtschaft und Staat in gemeinsamen Interesse zusammenarbeiten, um eventuelle Handelsboykotte zu zerschlagen und Druck auf ausländische Handelspartner auszuüben, um deren Märkte für deutsche Produkte zu öffnen und somit die Wirtschaftskraft zu erhalten und zu stärken. Neben der vordergründigen Denationalisierung von Unternehmen stehen folgende Aspekte im Vordergrund: die Bewahrung und Förderung von Schlüsselindustrien, die Garantie der Verfügbarkeit des Zugangs zu Rohstoffen außerhalb Deutschlands mittels wirtschaftlicher und politischer Einflussnahme, die koordinierte Beschaffung detaillierter Informationen über die jeweiligen Märkte und Handelsbeziehungen, die Inbesitznahme strategischer Positionen in Unternehmen mit deutscher Minderheitsbeteiligung, die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie, zwischen Privatinitiativen und staatlicher Administration. Das Herzog-Buch wurde von einem Mitarbeiter der United States Food Administration übersetzt.

Drei andere Mitarbeiter haben ein interessantes Vorwort geschrieben: "This book of which a translation was written by an eminent German engineer and economist, and published in 1915, during the second year of the war. This book presents ingenious plans for driving home commercial victories at the expense of the trade of other countries. Like all of Germany's plans affecting other nations, the entire concept depends upon deceit and a superselfishness; not one word touching upon reciprocity, not one word in recognition of any international obligations." (3) u. (4)"It was obviously written exclusivley for home consumption, and not intended for those outside the Iron Cicrle. It should be a warning to us. We should study it with care, and keep our eyes and ears alert for other warnings of this sort, that in peace we may be prepared to meet this design of commercial rapine, this crushing of the industries of other countries." (3) u. (4) Bei den drei Herren handelt es sich um Herbert Hoover, den späteren amerikanischen Präsidenten, Vernon Kellog, einen der damaligen führenden Naturwissenschaftler Amerikas und Frederic C. Walcott, den späteren Senator von Connecticut. Die spätere Prominenz der Vorwort-Autoren belegt die Relevanz des Handelskrieges als Instrument der Außenpolitik.

Die Position Deutschlands in Europa und in der Welt

Seit der Niederschrift des Buches durch Siegfried Herzog haben sich die Zeiten geändert und auch die Situation des deutschen Staates. Zwei von Deutschland ausgehende Weltkriege und die zurückliegenden Jahrzehnte mit den bekannten gravierenden weltpolitischen Veränderungen haben nicht nur Macht und Einfluss deutscher Interessen und Möglichkeiten, sondern auch die Interessen Europas stark reduziert. Im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft und im Rahmen der europäischen Konstruktion ergeben sich zwei getrennte Interessenfelder, die am Beispiel der deutsch-französischen Beziehungen aufgezeigt werden, ohne die anderen europäischen Nationen zu übergehen: Die erkennbar vorhandenen, nicht nur wirtschaftlich bestimmten Differenzen zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten innerhalb der europäischen Union. "Zwar sind die Interessen unserer Länder nicht automatisch und von Natur aus gleich gelagert – das müssen wir uns stets vor Augen führen, und wir müssen immer neu ansetzen, in dieser oder in jener Frage zu einem Ausgleich zu kommen" (1), so Johannes Rau.

Die wirtschaftlich dominierten Differenzen zwischen der Europäischen Union und anderen Staaten in der WTO. "Europa muss für seine Bürger den Fortschritt symbolisieren. Bei den gewichtigen Prozessen der Globalisierung bietet es ihnen Schutz und macht seinen ganzen Einfluss geltend, damit die Liberalisierung des Handels reguliert wird", betont (1) Präsident Jacques Chirac. Diese Situation verlangt nach einem starken Deutschland und einem starken Europa zum Schutz der Wirtschaftsinteressen aller Mitgliedstaaten. Theo Waigel bringt es auf den Punkt, wenn er in seinem Buch "Unsere Zukunft heißt Europa" schreibt: "Denn ein geteiltes Deutschland in einem immer stärkerer zusammenwachsenden Europa – das wäre auf Dauer nur schwer vorstellbar gewesen. Erst die Wiederherstellung der vollen deutschen Souveränität und die Überwindung der Nachkriegsspaltung hat uns den Freiraum gegeben, mit ganzer Kraft an Europa mitzubauen" (9). Aber auch die Entwicklung Europas ist für Deutschland von Bedeutung: "Wenn Europa sich nicht bewegt, fällt es zurück in einer multipolaren Welt, in der künftig neben den traditionellen Wachstumszentren Europa, Nordamerika und Japan auch China, Südostasien oder später Südamerika den Ton angeben werden", führt Waigel aus. Die Stimmen Deutschlands und Frankreichs in der Weltpolitik und –wirtschaft finden nur selten Gehör. Das zeigt sich schon bei der Diskussion um die Harmonisierung von Standards, Normen, Patenten und Buchführungsverfahren im Zuge der Globalisierung, von Außenpolitik ganz zu schweigen.

Wenn unserer Ziel also Europa ist, muss nach der politischen Kooperation die wirtschaftliche und militärische folgen, denn ein starkes Europa bedarf stabiler Wirtschafts- und Verteidigungsstrukturen. Bundeskanzler Gerhard Schröder verdeutlicht das in seinem Artikel zum 40. Jahrestages des Elysée-Vertrages: "Für die Zukunft geht es darum, die deutsch-französische Freundschaft weiter auszubauen, indem wir einerseits den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch intensiver betreiben und gemeinsame Lösungen suchen: Dies gilt sicher für die Bereiche der Wirtschafts- und Sozialpolitik, für die Justiz und für die Fragen der Sicherheit in einer von neuen Gefahren bedrohten Welt. Deutschland und Frankreich stehen im Zentrum der dringenden, und dringend notwendigen Bemühungen einer wirklich gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik"(1). Ist eine proeuropäische Politik Deutschlands gleich antiamerikanisch? Eben nicht! Franz Josef Strauß, der "Übervater" der CSU hat das schon vor langer Zeit erkannt, als er in seinem Buch "Deutschland Deine Zukunft" schreibt: "Es gibt eine weitverbreitete Stimmung, dass man amerikanischen Garantieerklärungen kein volles Vertrauen mehr schenken könne. Es ist aber lebensgefährlich, sich einerseits formell auf solche Garantieerklärungen zu verlassen, sich reell aber nicht darauf zu verlassen, weil das Unsicherheit, Unruhe und Lähmung erzeugt. Der Ausweg ist die konsequente Verfolgung einer Politik der europäischen Einheit und der Rekonsolidierung des atlantischen Bündnisses" (7).

Wie geht es weiter mit Deutschland?

Europa, europäische Staatengemeinschaft, europäische Verteidigung und Außenpolitik, europäischer Staatenbund, Europa der Vaterländer, das sind alles hehre Ziele. Aber welchen Weg muss Deutschland beschreiten? Nur einem überzeugten Patrioten und gleichzeitigen Europäer wie Charles de Gaulle war es nur 17 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges möglich, folgende, doch bewegende Worte anlässlich seines Staatsbesuches in Deutschland im Jahr 1962 auszurufen: "Es lebe Frankreich, es lebe Deutschland, es lebe die deutsch-französische Freundschaft, und es lebe Europa"(1).

Wenn unser Ziel ein starkes Europa ist, so ist hierfür jedoch eine fundamentale Vorraussetzung die Stärke und Geschlossenheit der Gesellschaften der einzelnen Mitgliedstaaten. Mit anderen Worten: Wie wollen wir überzeugte Europäer sein, wenn wir als Deutsche immer noch zerrissen, immer noch nicht in den Köpfen geeint sind, und immer noch als "Wessis" und "Ossis" denken und handeln, und immer noch mit unserer Geschichte hadern? Wie soll im Großen funktionieren, was doch im Kleinen schon zu versagen scheint? Auch hier schallen wieder wahre Worte aus der Vergangenheit: "Niemanden wäre daher im freien Teil Europas gedient, wenn die Deutschen in Unfrieden mit ihrer eigenen Geschichte lebten, wenn die Deutschen auf Dauer mit dem Stigma einer kriminalisierten Geschichte leben müssten, wenn das Geschichtsbewusstsein der Deutschen sich über Generationen hinweg nur auf die sogenannte "Bewältigung" einer Summe gescheiterter Versuche mit der Demokratie , auf Katastrophen und Verbrechen beschränkte, angesichts derer dann doch nur noch Trauerarbeit geleistet werden könnte – wenn die Deutschen also nicht nur unfähig wären, mit ihrer eigenen Geschichte zu leben, sondern dadurch auch unfähig wären, ihre staatliche, ihre gesellschaftliche, ihre nationale Zukunft in Freiheit zu gestalten und so die freiheitliche Zukunft Europas mitzugestalten", so Franz-Josef Strauss (8). Wenn wir uns für ein starkes Europa der Nationen entscheiden, so muss diese Entscheidung auch für die deutsche Gemeinschaft gelten.

Empfehlungen

Die Sicherung und Stärkung der deutschen Wirtschaftskraft und die Erschaffung europäischer Wirtschaftsstrukturen und weiterer kooperierender Unternehmen wie EADS und Aventis im Interesse der zukünftigen europäischen Staatengemeinschaft wird von höchster Priorität für die kommenden Jahre sein. Es wäre weiterhin an der Zeit, dass wir beginnen, im Rahmen der europäischen Konstruktion und der Globalisierung, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, und nicht mehr veraltete Strukturen und Errungenschaften als absolut unantastbar betrachten zu wollen. Der Ernst der Zeit verlangt nach "unpopulären", aber richtigen Entscheidungen. Manchen gehen die eingeleiteten Schritte der Bundesregierung nicht weit genug, anderen wieder zu weit. Was zählt ist jedoch, dass es sich um erste Schritte in die richtige Richtung handelt.

Wie bereits am Anfang verdeutlicht, braucht nicht nur der Staat eine starke Wirtschaft, auch die Wirtschaft benötigt in ihrem Interesse einen starken, handlungsfähigen Staat. Das heißt, dass auch das "Europa der Wirtschaft" ein handlungsfähiges "Europa der Politik" zur Garantierung beider Interessen benötigt. Die Gestaltung einer europäischen Verfassung ist auch hier der erste richtige Schritt auf diesem Weg. Die jetzt vorliegende Textform erkennt zu Recht die Länderhoheit in der Wirtschafts- und Sozialpolitik an.Es gilt nun unter anderem, dass wir in einem ersten Schritt eine schonungslose Analyse unserer Strukturen, Schemata und Vorgehensweisen durchführen, welche Faktoren aus dem kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereich unsere Entwicklung begünstigt oder behindert haben, um daraus dann die logischen Konsequenzen zu ziehen. In einem zweiten Schritt sollte eine Analyse der Erfolgsfaktoren anderer Staaten (z.B. USA, Japan, Russland u.a.) in den eben genannten Bereichen erfolgen, um zu prüfen, welche von diesen in unserem eigenen Interesse und Nutzen übernommen werden könnten und sollten.

"Unsere Zukunft heißt Europa", und Waigel hätte seinem Buch keinen besseren Namen geben können. Wir müssen den Weg Europas gemeinsam mit Frankreich beschreiten. Auch Franz Josef Straus verdeutlicht das, wenn er schreibt: "Der von der deutschen Außenpolitik unter Konrad Adenauer begonnene und zielstrebig verfolgte Weg zur europäischen Gemeinschaft kann nicht ausschließlich auf den wirtschaftlichen Bereich beschränkt bleiben, er muss auch im politisch-militärischen Sinne abgestützt werden. Dies kann nur auf der Basis eines entsprechenden Arrangements zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland erfolgen".(7).

Autor: Bernd Oliver Bühler, Jahrgang 1974, ist Diplom-Wirtschaftswissenschaftler (Liçence) der Universität Poitiers, Absolvent und Pressesprecher der "Ecole de Guerre Economique" sowie Direktor für Internationale Kommunikation der ESLSCA-Gruppe in Paris.

Quellenangaben:

(1) Die deutsch-französische Freundschaft im Dienste einer gemeinsamen Verantwortung für Europa / Eine deutsch-französische Dokumentation zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages
Herausgeber: Die Bundesregierung Deutschland, 2003

(2) Harbulot, Christian: La machine de guerre économique Economica, 1992

(3) Herzog, Siegfried: «Le Plan de Guerre Commerciale de l'Allemagne», Payot & Cie, 1919

(4) Herzog, Siegfried: "The Iron Circle – The Future of German Industrial Exports", Hodder and Stoughton, 1918

(5) Kießling, Günther: "Staatsbürger und General", Verlag der Universiätsbuchhandlung Blazek und Bergmann seit 1891 GmbH, Oktober 2000

(6) Mattelart, Arnaud: La communication-monde. Histoire des idées et des stragégies La Découverte, 1999

(7) Strauß, Franz-Josef: Deutschland, Deine Zukunft, Seewald Verlag, 1976

(8) Strauß, Franz-Josef, Artikel: Staatspolitische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Frage

(9) Waigel, Theo: "Unsere Zukunft heißt Europa: der Weg zur Wirtschafts- und Währungsunion", ECON Verlag GmbH, 1997

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