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Solar-Symposium in München: Dünnschichtmodule weiter auf dem Vormarsch

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Hamburg, 17. September 2010. Die beiden großen Modulhersteller Tianwei und First Solar gehen davon aus, dass sich Dünnschicht-Module in Zukunft behaupten können. Beide Unternehmen waren zusammen mit anderen namhaften Akteuren der Solarbranche auf dem 1. Münchener Solar-Symposium am 15. ...

Hamburg, 17. September 2010. Die beiden großen Modulhersteller Tianwei und First Solar gehen davon aus, dass sich Dünnschicht-Module in Zukunft behaupten können. Beide Unternehmen waren zusammen mit anderen namhaften Akteuren der Solarbranche auf dem 1. Münchener Solar-Symposium am 15. September vertreten. Vor 110 Teilnehmern sprachen dort Experten über technische Komponenten, Finanzierung von Solarprojekten und die Zukunft des Marktes. Fazit: Qualität und Sicherheit stehen bei der Projektierung von PV-Anlagen sowie dem Management von Solarinvestments im Vordergrund. Ein gut aufgestelltes Partner-Netzwerk mit Herstellern, Beratern und Finanzierern ist dabei hilfreich.

Maximilian Brunner jr. von Tianwei sieht die Dünnschichttechnologie in Hinblick auf Qualität gegenüber anderen kristallinen Technologien bereits deutlich im Vorteil. Momentan stehe noch der Preis zu sehr im Vordergrund, aber der Markt müsse künftig in Richtung Qualität umdenken, so Brunner weiter. Über die Schwierigkeiten eines chinesischen Herstellers bei der Etablierung im europäischen Markt gab er ebenso Auskunft wie über die Motivation zum Schritt nach Europa. Ronny Fechner von First Solar, weltweit größter Produzent von Dünnschicht-PV-Modulen, ist zuversichtlich, dass Solarenergie in den nächsten Jahren Netz-Parität erreichen wird.

Über die Vertragsgestaltung von Solarprojekten sprach Dirk Voges von BTU SIMON. Wie wichtig die Ausgestaltung von Projektverträgen ist, machte er an vielen Praxisbeispielen deutlich. Voges unterstrich, dass Hersteller nicht per se auf Grund vergangener Referenzprojekte als bankable gelten sollten. Beim konkret zu finanzierenden Projekt müsse immer zunächst überprüft werden, welche Module aus welchem Werk verbaut wurden. Jörg Mühlenkamp von der Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TPW Todt & Partner stellte verschiedene Fondskonzepte vor. In einem Ausblick betonte er, dass neben steuerlichen Aspekten und Änderungen des EEG, vor allem Regulierungsbestrebungen seitens der EU große Auswirkungen auf die Konzeption von geschlossenen Solarfonds haben werden. Jan Eike Schuldt vom Hamburger Emissionshaus HCI sieht weiterhin großes Potenzial in der Solarbranche, in der "Wachstum stattfinden kann und wird". Für die Zukunft erwartet er eine weitere Zunahme von geschlossenen Solarbeteiligungen.

Weitere Referenten waren Marcus Krämer von der HypoVereinsbank/UniCredit und Rudolf Wesseln von UniCredit Leasing Finance. Stefan Müller von Enerparc verglich in seinem Vortrag die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Italien, Deutschland und Frankreich. Er betrachtet das Solargeschäft weiter als sehr dynamisch und sieht auch gute Perspektiven für den britischen Markt. Über die Bedeutung von Geistigem Eigentum bei Solarbeteiligungen sprach Dirk Loop von CIPOC. Im Bereich CleanTech sind die Patentanmeldungen europaweit in den vergangenen Jahren entgegen dem rückläufigen Trend in anderen Branchen deutlich gestiegen.

Das 1. Münchener Solar-Symposium wurde gefördert von TPW Todt & Partner, BTU SIMON und HCI Capital AG.


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