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Unzulängliche Handys und Rückzugsgefechte bei UMTS

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Handyhersteller bieten Geräte mit WLAN-Schnittstelle


Düsseldorf - Zu den Problemen mit neuen Anwendungen für UMTS-Dienste und der Akzeptanz solcher mobilen Mehrwertdienste bei den Benutzern kommt für die UMTS-Lizenznehmer nach wie vor das massive Problem der mangelnden Verfügbarkeit von geeigneten Handys. "Die bisherigen UMTS-Handys sind klobig, sie neigen dazu zu überhitzen, und die Laufleistung der Batterien ist schlecht. Es ist nicht möglich, mit den derzeitigen Geräten an den Markt zu gehen."

Mit diesen markigen Worten machte Arun Sarin, der Vorstandsvorsitzende von Vodafone http://www.vodafone.de, seinem Ärger Luft. Aus seiner Sicht stehen noch keine akzeptablen Mobiltelefone für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS zur Verfügung. Ganz zu schweigen von ausreichenden Stückzahlen, die ein Unternehmen wie Vodafone für seine rund 130 Millionen Kunden benötigt. Verglichen mit den hochentwickelten, leistungsfähigen GSM-GPRS Handys, auch 2G oder 2,5G genannt, sind die UMTS- Geräte wenig attraktiv. Schon vor langer Zeit aber hat die Mobilfunkbranche die Erfahrung gemacht, dass der Sexappeal der Endgeräte ganz entscheidend für die Marktakzeptanz der Dienste ist. Nach wie vor ist ein Hauptargument für Handykäufer der Wunsch nach einem funktional zeitgemäßen und modisch aktuellen Handy-Modell.

Die Antwort der gescholtenen Handyhersteller kam prompt: Die Netzbetreiber seien selber schuld, konterte Nokia-Chef Jorma Ollila. Die UMTS-Netze seien erst Ende vergangenen Jahres oder Anfang 2004 eingeschaltet worden und würden teilweise noch nicht stabil laufen, warf er den Netzbetreibern vor. Es dauere einfach eine Weile, bis die Handys getestet und auf das Zusammenspiel mit Netzen unterschiedlicher Hersteller vorbereitet seien.


Branchenkenner rechnen damit, dass erst im vierten Quartal 2004 ausgereifte UMTS-Handys in den erforderlichen Stückzahlen verfügbar sind. Interessant ist in diesem Kontext die Meldung, dass Nokia http://www.nokia.de ein neues Modell des Business-Handys Communicator auf den Markt bringt - das Modell 9500 mit WLAN-Schnittstelle. Mit einer zusätzlichen Software soll damit auch drahtlose Internet-Telefonie möglich sein. UMTS-Fähigkeit besitzt das Gerät allerdings nicht. Tatsächlich ist dieses Gerät das erste Resultat der bereits in den Labors der Hersteller laufenden Entwicklung für Geräte der vierten Mobilfunk-Generation: 4G. Sollte der für 2004 erwartende Boom der WLAN-Hot Spots Realität werden, könnte 4G ohne großen Lizenzballast schneller auf den Markt kommen, als eines der Geschäftsmodelle für UMTS. Auch Motorola kündigte ein Gerät mit integriertem WLAN an, das aber ebenfalls nicht auf UMTS zurückgreifen kann. Auf die Strategie der Handyhersteller haben sich die WLAN-Anbieter schon vorbereitet: „Ab sofort können auch Mobilfunkkunden unser WLAN-Angebot nutzen. Es genügt die Mobilfunknummer und das Handy, um sich für WLAN-Hotspots von Yellex/Toshiba anzumelden. Der Mobilfunkkunde muss lediglich seine Mobilfunkrufnummer in ein Onlineformular unter www.yellex.com eintragen und erhält innerhalb von Sekunden per SMS einen Zugangscode auf sein Handy geschickt. Die Abrechnung der WLAN-Nutzung erfolgt über die Rechnung der Mobilfunkanbieter. Das Zahlen per Handy wird als Service für den Kunden unabhängig vom Netzbetreiber möglich sein“, so Andreas Dippelhofer vom Düsseldorfer Abrechnungsspezialisten acoreus http://www.acoreus.de.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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