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"Employability": Ist das Konzept im Bologna-Prozess fehlgeschlagen?

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Die Integration von Praxisphasen ist mit der Umstellung von Diplom auf Bachelor- und Masterabschlüsse schwieriger geworden. Ein Weg aus der Krise: Der Projektmarktplatz 15Talents.


Die Integration von Praxisphasen ist mit der Umstellung von Diplom auf Bachelor- und Masterabschlüsse schwieriger geworden. Ein Weg aus der Krise: Der Projektmarktplatz 15Talents. Der Bologna-Prozess sollte der ganz große Wurf werden. ...

Der Bologna-Prozess sollte der ganz große Wurf werden. Neben der Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes zur Förderung der Mobilität der Studierenden und Etablierung vergleichbarer Abschlüsse sowie der Stärkung der globalen Attraktivität der Hochschulen, war eines der Ziele eine bessere Berufsbefähigung der Absolventen zu gewährleisten. Die von der Politik und der Wirtschaft geforderte Employability der Studierenden sieht jedoch in der Praxis anders aus. Personaler kritisieren sowohl die Praxisferne als auch die mangelnden fachlichen Kompetenzen der Berufsanfänger: "Wir stellen rund 100 Informatiker pro Jahr ein und stellen fest: Die Tiefe des vermittelten Wissens bei den Bachelors reicht einfach nicht, die Diplomanden sind deutlich besser. Das Niveau ist teilweise erschreckend.", so die ernüchternde Meinung eines Softwareunternehmers aus dem süddeutschen Raum, der lieber ungenannt bleiben möchte. Zumeist liegt die Ursache nicht an den theoretischen Lehrinhalten des universitären Curriculums sondern an den fehlenden Möglichkeiten, die erlernte Theorie auch anzuwenden. Zu straffe Studienpläne und die Reduktion der Pflichtpraktika an Universitäten und Fachhochschulen um ca. 24% sehen viele Unternehmen als Grund dieser Entwicklung. Das Konzept der Berufsbefähigung in der universitären Ausbildung ist daher eine der großen Baustellen des Bologna-Prozesses. Dies bestätigt auch eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) im April 2010 bei mittelständischen Unternehmen. Demnach vermissen 61 Prozent der befragten Firmen praktische Erfahrungen bei den heutigen Hochschulabsolventen und fordern explizit Elemente beruflicher Praxis in die Curricula zu integrieren. "Ich will die Hochschulen nicht schlecht reden, die theoretische Ausbildung ist hervorragend. Aber die Anwendung der Theorie im späteren Beruf überfordert viele Studierende.", sagt auch Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages.

Neben mittelständischen Unternehmen reagieren auch große Arbeitgeber auf die fehlende Berufsbefähigung der neuen Abschlüsse. Michael Groß, Leiter Personalmarketing bei Audi, ist der Meinung, dass "der Bachelor nicht zwingend auf eine Studiendauer von sechs Semestern festgelegt sein" muss. "Uns kommt es neben der fachlichen Bildung auch auf praktische Erfahrung und die persönliche Entwicklung an, wenn dazu das eine oder andere Semester mehr notwendig wird ist das kein Nachteil für einen Bewerber." So fordert der Ingolstädter Autobauer, dass es den Studierenden ermöglicht werden sollte, bereits während des Studiums Projekt-, Praktikums- oder Auslandsphasen einzulegen.

Projektarbeit als Alternative zum Langzeitpraktikum sieht die Steinbeis-Hochschule als den Erfolgsfaktor, um Studenten durch praktische Erfahrungen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Laut einer Umfrage der School of International Business and Entrepreneurship (SIBE, Business School der Steinbeis-Hochschule) im August 2010 unter 376 Studierenden aller Fachrichtungen sieht mehr als die Hälfte der Teilnehmer Projekt- und/ oder Praxisphasen als das entscheidende Erfolgskriterium, um als Absolvent den richtigen Karriereeinstieg zu schaffen. Jedoch geben nur 14,8% der Studierenden an, für längere Praktika, wie sie von der Wirtschaft angeboten werden, zur Verfügung zu stehen. "Zeit- und ortsunabhängige Projektarbeit bieten daher sowohl Studierenden als auch Unternehmen die Möglichkeit, sich trotz einschränkender Rahmenbedingungen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.", so Bettina Rominger, Geschäftsführerin von 15Talents. Die Online-Plattform 15Talents.com ist ein Unternehmen im Verbund der Steinbeis-Hochschule und vermittelt als Online-Marktplatz zwischen Akademikern und Unternehmen. Hier werden neben Praktika vor allem Projekte angeboten, bei denen Studierenden sich die Arbeitszeit flexibel einteilen und von zu Hause arbeiten können. Teilnehmende Studierende, wie Manuel H. berichten nach ihren Erfahrungen bei Projektpartnern: "15Talents hat es mir ermöglicht, die im Studium gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen. Außerdem ist es eine super Möglichkeit, mit Firmen aus meinem Fachbereich in Kontakt zu treten." Neben großen Unternehmen wie Volkswagen, Coca Cola oder Hubert Burda Media profitieren auch kleine Unternehmen von studentischer Projektarbeit. Der Geschäftsführer des Start-Up Unternehmens e-Bon aus Hamburg, Burkhard Friedrichsen, rekrutiert regelmäßig Talente aus IT-Studiengängen über 15Talents: "Als Start-Up Unternehmen ist 15Talents für uns eine ideale Möglichkeit, junge Talente über Projekte kennenzulernen".

Das Konzept von 15Talents eröffnet Studierenden neue Wege. Aufgrund der Unanhängigkeit von Zeit und Ort können flexible Arbeitszeiten für Studierende gestaltet werden, die nicht mit den straffen Vorlesungsplänen der Hochschulen kollidieren. So können zum einen wertvolle Kontakte zu potenziellen späteren Arbeitgebern aufgebaut werden und zum anderen ist es den Studierenden möglich, durch eine faire Vergütung auch ihren Unterhalt zu bestreiten. Weitere Informationen finden Sie unter www.15Talents.com.


Ein Beitrag von Vanessa Hochrein



School of International Business and Entrepreneurship (SIBE)
Kathleen Fritzsche
Kalkofenstr. 53
71083
Herrenberg
fritzsche@steinbeis-sibe.de
07032-945818
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Kathleen Fritzsche, verantwortlich.

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