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Studie: Offshore-Outsourcing und die vertrockneten Quellen der Dienstleistungsbranche

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Düsseldorf - Das Düsseldorfer Beratungsunternehmen Harvey Nash stellt eine aktuelle Studie vor, die sich mit den Trends und den Perspektiven von „Offshore-Outsourcing“ auseinandersetzt. Vor dem Hintergrund der eigenen, internationalen Aktivitäten hält die Studie fest, dass „Offshoring“ zwar in der Wahrnehmung der deutschen Öffentlichkeit ein umstrittenes Thema ist, sich aber in der angloamerikanischen und auch in der frankophonen Welt schon länger kontinuierlich entwickelt und ausdehnt. Offshore-Outsourcing sei, neben Nearshore-Outsourcing in die osteuropäischen Länder, eine wirtschaftliche Notwendigkeit für jedes Unternehmen, das im internationalen Wettbewerb bestehen müsse, besonders im Finanz- und Dienstleistungssektor und in der Branche für Informationstechnnik und Telekommunikation (ITK), so die Studie von Harvey Nash.

Die internationale Verlagerung von ganzen Geschäftsprozessen sei in der Wahrnehmung nur hierzulande ein neues Phänomen: „Die deutsche Politik und Wirtschaft hat zu lange die Vorstellung von Deutschland als eines Standortes für Hochtechnologie gepflegt, der immer noch im industriellen Zeitalter verharrt. In den international boomenden Dienstleistungsbranchen ist Deutschland jedoch eine vertrocknete Quelle“, kritisiert Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski. Nach seiner Ansicht zeichnet sich hinter den aktuellen Offshoring-Diskussionen ein neues Strukturproblem ab: Die verspätete Erkenntnis, dass auch Hochtechnologie- und IT-Entwicklung in anderen Ländern in gleicher Qualität und dabei preiswerter ausgeführt werde.

Für Nadolski bestätigt die Studie, was sein Unternehmen im internationalen Bereich seit einigen Jahren in vielen Projekten an Erfahrung sammelt: „Outsourcing im internationalen Rahmen ist keine Frage von Patriotismus, sondern von Wettbewerbsfähigkeit, der Anpassung an dynamische Märkte und veränderte Rahmenbedingungen. Nicht die Frage ob, sondern wie ich Offshore-Outsourcing mache, in welcher Form und Organisation, steht im Zentrum der Planung unserer Kunden.“ Die Organisation des Outsourcings ist für Nadolski der entscheidende und erfolgskritische Faktor bei einem Projekt. Harvey Nash setzt bevorzugt auf Co-Sourcing, eine Outsourcing-Variante, bei der die eigenen Inhouse-Anteile des Kunden am Projektumfang und damit auch an den Mitarbeitern bei rund 25 bis 30 Prozent liegen. „Diese Vorgehensweise in Verbindung mit einem klar strukturierten Prozess- und Phasenmodell ist der beste Garant gegen Fehlschläge“, führt Nadolski aus.

Nach der Studie von Harvey Nash wird in den nächsten vier Jahren der Anteil von Outsourcing an den gesamten ITK-Budgets in Deutschland auf rund 20 Prozent steigen - davon werden wiederum rund 50 Prozent durch Offshore-Anbieter erfolgen. Offshore-Outsourcing wird somit zum alltäglichen Phänomen. Angesprochen auf die Kostenvorteile durch Outsourcing sieht Nadolski auch unter Berücksichtigung aller Schnittstellen- und Kommunikationskosten immer einen Netto-Vorteil von mindestens 25 bis 40 Prozent. Für die Wahl von Offshore-Partnern sprechen nach der Studie die hohe Qualität der asiatischen Anbieter – rund die Hälfte der mit dem höchsten Qualitätslevel für IT-Entwicklung (CMM 5) zertifizierten weltweiten Anbieter sind in Asien beheimatet – wie auch die Tatsache, dass die stärksten Wachstumsmärkte der Welt in den nächsten Jahren dort zu finden sind. „Mit jedem weiteren Projekt im internationalen Rahmen wachsen Erfahrung und Techniken in der Vorgehensweise. Gerade beim Outsourcing von Dienstleistungsprozessen können deutsche Kunden von der internationalen Erfahrung der Anbieter profitieren“, fügt Nadolski im Hinblick etwa auf die Finanzdienstleister und die ITK-Branche hinzu.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Matthias Schmitz, verantwortlich.

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