info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
NeueNachricht |

Apps sollen Internetnutzung am Fernsehbildschirm voranbringen: Samsung setzt auf Kooperation mit der Entwicklerszene – Experten rechnen in fünf Jahren mit 30 Millionen vernetzten TV-Geräten

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 1)


Frankfurt am Main/Düsseldorf - Um das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet zu forcieren, veranstaltete Samsung in Frankfurt eine Fachkonferenz zur Unterstützung der europäischen Smart TV-Kampagne. Zum Developer Day kamen über 100 professionelle TV-App- und Mobile-App-Entwickler, Web- und Software-Architekten sowie Spezialisten von Instituten und Universitäten. „Mit der European Smart TV Challenge wollen wir zusätzlich zu den professionellen Inhalten die Entwicklung kreativer Anwendungen fördern, um Verbrauchern eine ähnlich große Vielfalt wie bei mobilen Apps bieten zu können", sagte André Schneider, Head of Product Strategy bei Samsung. Dazu stehe den Entwicklern ein Software Developer Kit mit integrierten Grafikbausteinen zur Verfügung, um Apps zu erstellen.

Jürgen Sewczyk, Mitglied des Vorstandes der Deutschen TV-Plattform http://www.tv-plattform.de/, stellte beim Developer Day den Erfolg der hybriden Fernsehgeräte und entsprechender Dienste der wachsenden Zahl an Haushalten mit Zugang zu Breitband-Internet gegenüber. „Seit gut zehn Jahren werden Multimedia-Angebote im Internet genutzt. Im August 2008 hatten wir in Deutschland drei Milliarden Videoabrufe. Ein Jahr später, im August 2009, hatte sich dieser Wert mehr als verdoppelt. Die Hälfte dieser Abrufe geht dabei auf das Konto von Youtube. Im April 2010 liegen wir schon bei knapp zehn Milliarden Abrufen", erläuterte Sewcyk in Frankfurt.

Vernetzte Fernsehgeräte werden sich nach seiner Ansicht mit einer gewaltigen Dynamik ausbreiten. Die GfK gehe bis zum Ende 2010 von zwei Millionen Geräten aus und rechnet 2015 mit 20 Millionen. „Ich halte das für eine konservative Schätzung und glaube, dass es über 30 Millionen Geräte sein werden", so Sweczyk. Als Analyst des Düsseldorfer Beratungshauses Mind Business http://www.mind-consult.net/ hat er zudem die Auswirkungen der Konvergenz von Fernsehen und Internet für den E-Commerce analysiert: „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren jeder sechste Euro im E-Commerce über TV-Plattformen abgewickelt wird", prognostiziert Sewczyk. Zudem betonte er, wie wichtig eine einfache Handhabung und intuitive Benutzeroberfläche für den Erfolg von intelligent vernetzten Geräten sind.

Die speziell auf den Fernsehbildschirm abgestimmten Apps sind nach Ansicht von Peter Weilmuenster, Vorstandschef des After Sales-Dienstleisters Bitronic, http://www.bitronic.eu/peter-weilmuenster/ essentiell für den Erfolg der Konvergenz von TV und Internet: „Das wird ähnlich rasant verlaufen wie bei Smartphones. Die Nutzungsrate des mobilen Webs ist erst durch das vielfältige Apps-Angebot nach oben geschossen. Die von Samsung eingeschlagene Strategie wird das auch bei Fernsehgeräten bewirken", kommentiert Weilmuenster.

Aus Sicht eines Medienunternehmens hinterfragte Marek Baum, Projektleiter IPTV/WebTV BILD digital, die Herausforderungen und Chancen vernetzter TV-Geräte: "Das Nutzungsverhalten am heimischen Fernseher wird sich durch die neuen Geräte entscheidend ändern. Dadurch haben wir die Chance, neben Print, Online und Mobile einen weiteren Vertriebskanal und neue Zielgruppen für unsere Inhalte zu erschließen. Mit dem Einzug von BILD.de ins Wohnzimmer bieten wir den Nutzern eine neue Vielfalt an Themen und Geschichten am Fernsehgerät." Das erfordere allerdings eine ganz andere inhaltliche Ausrichtung. Da könne man nicht mit Mini-Clips arbeiten. Es reiche nicht aus, die Videos und Artikel der Website auf den Fernsehbildschirm zu bringen.

„Jede Plattform und jedes Medium braucht ein eigenes Storytelling. Hier liegt unsere Aufgabe. Man benötigt verschiedene Erzählweisen und Geschichte", sagte Baum. Bild habe zudem unendlich viele Bilder. Da liege es nahe, Bild auf den TV-Bildschirm zu bringen. „Zudem platzen wir auf unserem Onlineportal mit den Videos aus allen Nähten. Man hat gar nicht die Fläche, um alles darzustellen. Mit dem Fernsehen bekommen wir einen weiteren Vertriebskanal, um die Abrufzahlen zu erhöhen", sagte Baum. Im vergangenen Monat hatte Bild über alle Videoplattformen eine halbe Million Videoabrufe. Daran würde man erkennen, wie extrem dieser Markt wächst.

Audio- und Videoaufzeichnungen der Tagung findet man auf dem Ich sag mal-Blog. http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/10/22/apps-und-die-tv-internet-konvergenz-der-samsung-developer-day/

von Gunnar Sohn

Web: http://ne-na.de/apps-sollen-internetnutzung-am-fernsehbildschirm-voranbringen-samsung-setzt-auf-kooperation-mit-der-entwicklerszene-experten-rechnen-in-f-nf-jahren-mit-30-millionen-vernetzten-tv-ger-t


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 569 Wörter, 4406 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: NeueNachricht


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von NeueNachricht lesen:

NeueNachricht | 23.11.2011
NeueNachricht | 02.11.2011

Warteschleifen-Tohuwabohu: Gesetzgeber muss nachbessern – Call Center kundenfreundlicher gestalten

Berlin/Bonn - Mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes dürfen Hotline-Anbieter in Zukunft keine Entgelte für die Zeit mehr verlangen, die ihre Kunden bei einem Anruf in einer Warteschleife verbringen. Der Bundestag beschloss vergangene Woche ...
NeueNachricht | 02.11.2011

Steve Jobs und der Bauhaus-Stil: Plädoyer für ein Leben ohne Bedienungsanleitung

Berlin/Bonn - Immer wieder scheitert der Mensch an der Bedienung elektronischer Geräte. Diagnose: menschliches Versagen. Als Höchststrafe drohen das stundenlange Studium unverständlicher Bedienungsanleitungen und Hotline-Anrufe mit Warteschleifen-...