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Kongress "Invest in Future" 2010: Gute Bildung ist wichtiger denn je

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Die Qualität von Bildung spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die Folgen drastischer demografischer Veränderungen zu meistern. Was gute Bildung bedeutet und wie sich deren Qualität messen und sichern lässt, erklärten Referentinnen und Referenten während des siebten interdisziplinären Betreuungs- und Bildungskongresses ?Invest in Future? Mitte Oktober 2010 in Stuttgart. Unternehmen stellten ihre Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ? auch für Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen ? vor. 2011 findet "Invest in Future" am 24. und 25. Oktober wieder in Stuttgart statt. \r\n

Die Qualität von Bildung spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die Folgen drastischer demografischer Veränderungen zu meistern. Was gute Bildung bedeutet und wie sich deren Qualität messen und sichern lässt, erklärten Referentinnen und Referenten während des siebten interdisziplinären Betreuungs- und Bildungskongresses "Invest in Future" Mitte Oktober 2010 in Stuttgart. Unternehmen stellten ihre Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie - auch für Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen - vor. 2011 findet "Invest in Future" am 24. und 25. Oktober wieder in Stuttgart statt.

Stuttgart (eos) - "Die demografischen Fakten und ihre unausweichlichen Folgen werden politisch hinter verschlossenen Türen verhandelt. Ich fordere einen offenen und ehrlichen Umgang damit", sagte der Bevölkerungswissenschaftler Professor Herwig Birg in seinem Vortrag während des Betreuungs- und Bildungskongresses "Invest in Future", der am 18. und 19. Oktober rund 300 Expertinnen und Experten aus Kommunen, Unternehmen sowie aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis in Stuttgart zusammen führte. "Wir können mit dem zwingend voranschreitenden Bevölkerungsschwund in Deutschland nur fertig werden, wenn wir die Produktivität unserer Wirtschaft bis 2050 mehr als verdreifachen", erklärte er. Das könne gelingen, mache aber neue Prioritätensetzungen nötig, die sich in einem Wort zusammenfassen ließen: "Bildung!"

Ein stabiles Umfeld als Voraussetzung für kindliche Bildung
Professor Hans Bertram, Mikrosoziologe an der Humboldt-Universität in Berlin, sagte: "Wir müssen nachhaltig in unsere Kinder und ihre Bildung investieren. Eine Fokussierung auf die ersten Jahre reicht nicht." Genauso wenig dürfe sich die Förderung auf Kita und Schule beschränken. "Untersuchungen haben gezeigt, wie wichtig ein stabiler, Sicherheit gebender Kontext für gelingende Lernbiografien ist", erklärte der Fachmann und plädierte dafür, das Gesamtsystem aus Kind, Elternhaus, sozialem Umfeld sowie Bildungsinstitutionen zu sehen und zu unterstützen. Besonderes Gewicht legte Bertram auf eine stärkere Einbindung von Männern in die kindliche Sozialisation. "Zahlen belegen, dass sich Männer immer mehr aus Fürsorgeaufgaben zurückziehen. Wir müssen - im Interesse der Kinder und unserer Gesellschaft insgesamt - daran arbeiten, das umzukehren."

Kennzahlen für Qualität in Kindertageseinrichtungen
Es ist klar, dass wir optimale Bildungseinrichtungen brauchen, die unsere Kinder in die Lage versetzen mit den Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Qualität darf nicht Glücksache sein", sagte Wolfgang Tietze, Professor für Kleinkindpädagogik an der Freien Universität Berlin. Eine qualitative Steuerung sei ohne Kennzahlen aber nicht möglich. Er stellte daher einen Kriterienkatalog (Kindergarten-Einschätz-Skala KES) für die Qualität von Kindertagesstätten zusammen und führte das Deutsche Kindergarten-Gütesiegel ein.

Qualitätsmanagementsystem schafft Transparenz
Clemens Matthias Weegmann aus dem pädagogischen Leitungskreis der Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH berichtete von der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9000 f in der Verwaltung sowie allen 23 von Konzept-e geführten Kinderhäusern. Das wert- und inhaltsfreie System "fütterte" der Träger mit den Maßgaben der KES und den Leitgedanken der eigenen pädagogischen Konzeption element-i. "Wenn wir Qualität nicht messbar machen, wissen wir nicht, wohin wir uns bewegen", sagte der Referent. Gleichzeitig müsse das System Spontanität und Flexibilität zulassen. "Unser Ziel ist es, immer besser zu werden und gleichzeitig Transparenz zu schaffen für Eltern und Beschäftigte."

Pflegeaufgaben: oft noch ein Tabu-Thema am Arbeitsplatz
Eine alternde Gesellschaft bringt nicht nur Bildungsherausforderungen mit sich. Auch bei der Betreuung und Pflege Älterer tun sich neue Fragestellungen auf. Bereits heute ist jeder zehnte Beschäftigte in eine Pflegesituation eingebunden und die Zahl derjenigen, die neben eigener Berufstätigkeit solche Fürsorgeaufgaben übernimmt, wird weiter steigen. "An ihren Arbeitsplätzen bringen erwerbstätige pflegende Angehörige das bislang kaum zur Sprache", berichtete Karin van Holten von der Kaleidos Fachhochschule in Zürich, die die Ergebnisse der Studie "work + care" vorstellte.

Arbeitgeber entwickeln Angebote
Erste Unternehmen gehen das Thema daher inzwischen offensiv an, denn Beschäftigte, die den Spagat zwischen Beruf & Pflege managen müssen, sind dadurch oft sehr belastet. "Wenn wir diese Menschen durch gezielte Maßnahmen unterstützen, hat auch das Unternehmen etwas davon", sagte Katrin Peplinksi von der Ergo Versicherungsgruppe. "Bei Ergo gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, sich Sonderzahlungen, wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld in Freizeit vergüten zu lassen. Das wird sehr häufig in Anspruch genommen." Andere Optionen, wie eine befristete Teilzeit oder eine Familienphase, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für maximal ein Jahr freigestellt sind und dann ebenso lange für eine halbes Gehalt voll arbeiten, würden - noch - wenig intensiv genutzt - sicherlich oft auch aus finanziellen Gründen. Sehr hilfreich für die Betroffenen seien auch Informationsangebote, berichtete Christa Förster vom Allgemeinen Krankenhaus in Celle: "Wir habe unsere Beschäftigten zum Beispiel über die Möglichkeiten des Pflegezeitgesetzes informiert und damit den positiven Nebeneffekt erzielt, das Thema aus der Tabu-Zone zu holen. Zahlreiche Betroffene meldeten sich und ließen sich individuell beraten."

Verleihung des Invest in Future Awards
Insgesamt bot der von der Konzept-e für Kindertagesstätten, dem KiND Dachverband und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart veranstaltete Kongress 43 Vorträge in 13 Themenforen. So konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Symposium nach eigener Interessenlage zusammenstellen. Während der Abendveranstaltung mit Dr. Monika Stolz, Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, zeichnete die Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH drei Bildungshäuser mit dem diesjährigen Invest in Future Award zum Thema "Durchgängige Bildung für Kinder zwischen null und zehn Jahren" aus.

Messe als Plattform für den Austausch
Die kongressbegleitende Messe mit 22 Ausstellern nutzen die Besucherinnen und Besucher, um sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. (VPK) verband mit dem Kongress-Termin die Gründung eines Fachausschusses Kindertagesstätten Baden-Württemberg.

Invest in Future 2011
Zum achten Betreuungs- und Bildungskongress Invest in Future im kommenden Jahr laden die Veranstalter bereits heute herzlich ein. Er findet am 24. und 25. Oktober wie immer in Stuttgart statt.



Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH
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Wankelstraße 1
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