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Public Relations: Die Zukunft ist männlich!

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Frauen-Power? Der Schein trügt!


Empörung über so eine Überschrift! Warum? Seit Jahren hören und lesen wir etwas von der Frauen-Power. Die Zukunft wäre weiblich, behaupten alle, die etwas zu verkaufen haben. Auch wenn uns die Werbung weiterhin starke Frauen und einfältige Männer suggeriert, die Zukunft in den Public Relations ist, wie die Gegenwart selbst, eindeutig männlich. \r\n

Public Relations: Die Zukunft ist männlich!
Frauen-Power? Der Schein trügt!

von Rudolf F. Tomas

Empörung über so eine Überschrift! Warum? Seit Jahren hören und lesen wir etwas von der Frauen-Power. Die Zukunft wäre weiblich, behaupten alle, die etwas zu verkaufen haben. Entsprechend gestalten sie Werbebotschaften, die uns suggerieren, Frauen haben das Sagen, regieren gar über den Geldbeutel. Meistens sind die Storys platt gestrickt und völlig abseits der Realität. Sogenannte kreative Werber zeigen uns einfache Lebenssituationen in denen sich Männer als ungeschicktes, fast hilfloses Wesen präsentieren. Frauen in der Werbung als Retter des Alltags?
"Ich möchte von Menschen versichert werden. Nicht von grauen Herren", meint eine junge Dame im Auftrag einer Versicherung. Verallgemeinernde Bedrohung durch graue Männer als geschicktes Verkaufsargument? Färben sich jetzt alle ergrauten Mitarbeiter im Ergo-Versicherungskonzern bis runter in die regionalen Agenturen die Haare? Muss jeder Michael Endes "Momo" gelesen haben um von den "grauen Herren" als Zeitdiebe zu wissen? Selbst der blutige Amateur weiß, Werbung die erklärt werden muss ist keine.
Ist die Zukunft wirklich weiblich? "Männer holen immer mehr auf", sagt uns das Statistische Bundesamt. Ende 2009 waren rund 51 Prozent der 81,8 Millionen hierzulande lebenden Menschen Mädchen und Frauen. Allerdings gleiche sich das Geschlechterverhältnis immer weiter an. 1961 standen 1000 Männern noch 1127 Frauen gegenüber. Ende 2009 lag das Verhältnis bei 1000 zu 1040. Bei den unter 20-Jährigen waren die Jungen und jungen Männer mit 51,3 Prozent sogar in der Überzahl. Auch bei den Erwachsenen zwischen 20 und 60 gab es 2009 etwas mehr Männer als Frauen. Bei den über 60-Jährigen beträgt allerdings der Anteil "grauer Herren" nur 43,9 Prozent. Es gibt definitiv mehr Witwen als Witwer. Lassen wir uns nichts vormachen: Auch bei der Bildung haben Männer nach wie vor die Nase vorn. In der täglichen Berufsausübung sowieso. Und wie steht es um das Einkommen? 25 Prozent der Männer verdienen mehr als 2.600 Euro im Monat. Nur 10 Prozent der Frauen haben ein höheres Einkommen. Durchschnittlich verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer. Viel hat sich an dieser Quote in den vergangenen Jahren nicht geändert. Wurde die steigende Zahl der selbständig erwerbstätigen Frauen gerne glorifiziert, so müssen wir mittlerweile einen leichten Rückgang feststellen.
Das öffentliche Bild von der Zukunft die maßgeblich weiblich sei entspricht nicht der Realität. Die meisten Macher der Werbe-branche folgen in ihren Stories lediglich einem Trend, oft sogar nur einem Gerücht. Geschichten die wirklich werben, gar verkaufen, sind kaum noch auszumachen.
Kaum besser stellen sich Öfffentlichkeitsarbeiter an. Sie versenden Presse-Informationen deren Inhalte sich in gähnender Langeweile erstrecken. Von Story Selling haben die meisten noch nie etwas gehört und falls doch, dann fehlt ihnen offenbar die Fähigkeit zur Umsetzung. Es sind die wahren Geschichten, die Leser faszinieren. Die Einhaltung strenger Sachlichkeit bei der Formulierung einer Presseinformation hemmt deren Veröffentlichung. Die übertriebene Sachinformation hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen, was auf die zahlreichen freien Journalisten und Journalistinnen zurückzuführen ist die sich als schlecht bezahlte Lohnschreiber verdingen. Ein Großteil derer versucht sich, um zu überleben, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ohne jedoch eine Qualifikation als Public Relations Profi nachzuweisen.
PR-Leute, so hat es den Anschein, sind deutlich besser ausgebildet als Journalisten. Während Verlage seit Jahren den Rotstift ansetzen erfreuen sich PR-Unternehmen und PR-Berater in 2010 an Wachstumsraten von durchschnittlich 6,5 Prozent. Qualifizierte PR-Profis sind gesucht, Journalisten eher nicht. Ihr durchschnittlicher allgemeiner Wissenshintergrund ist trotz Studium und absolviertem Volontariat eher bescheiden. Wäre dem anders, dann hätten wir quer durch alle Medien eine wesentlich bessere redaktionelle Qualität. So gesehen entspricht das übliche Zeilenhonorar dem journalistischen Niveau. Von dem geringen Verdienst können sich freischaffende Journalistinnen und Journalisten kaum die Teilnahme an weiterführenden Qualifizier-ungsmaßnahmen leisten. In diese Presche springen scheinbar günstige Weiterbildungsangebote mit Aussicht auf Stipendium der Journalisten-Akademien parteieigener Stiftungen. Allerdings ist Politik-Journalismus in festen Händen etablierter Redakteure und gewiefter PR-Berater. Wer in diesen Zirkel aufrücken möchte der benötigt mehr als nur ein subventioniertes Parteien-Stipendium.
PR-Agenturen fördern überwiegend ihr Personal durch Weiter-bildung. Dabei spielt Geld eher eine untergeordnete Rolle. Entscheidender sind die kommunikativen Fähigkeiten und der Wille des PR-Nachwuchses. In den Public Relations liegt der Frauenanteil bei den Beschäftigten bei 53 Prozent. Darin enthalten sind allerdings auch klassische Bürotätigkeiten. Nur jeder fünfte PR-Chef ist weiblich, was angeblich etwas mit den höheren Leistungsanforderungen an Frauen zu tun habe. Männer kämen leichter auf die Chefsessel, behaupten seit Jahren Untersuchungen zum Thema "Karriere", die meistens Frauen publizieren.
Von 100 Absolventen (darunter 59 Frauen) der beruflichen Qualifizierungsmaßnahme zum PR- und Pressereferent/-in des Deutschen Verband für Public Relations e. V. (DVPR) in den Jahren 1995/1996 sind seither 39 Männer in der Kommunikationsbranche beschäftigt. Nur 23 weibliche Absolventen sind dem Berufsbild treu geblieben. 36 Frauen haben irgendwann die Segel gestrichen. Sieben von ihnen zogen eine Mutterschaft dem Beruf vor.
Auch wenn uns die Werbung weiterhin starke Frauen und einfältige Männer suggeriert, die Zukunft in den Public Relations ist, wie die Gegenwart selbst, eindeutig männlich.

Rudolf F. Thomas ist seit 1990 Geschäftsführer THOMAS CONSULTANT e. K. in Würzburg.

Postanschrift:
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Postfach 6649
97016 Würzburg

Ruf: 0931/4041690
www.thomas-consultant.de

Thomas gründete in den 80er Jahren als Chefredakteur das Special Interest Magazin "acquisa".

Rudolf F. Thomas brachte u. a. 1993 das Thema Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Begriff Mobbing in die breite deutsch-sprachige Öffentlichkeit. Sein Buch Chefsache Mobbing fand in Deutschland großes mediales Interesse.

Zum DVPR e. V.:

Der DVPR e. V. wurde 1985 in Düsseldorf gegründet. Präsident ist Rudolf F. Thomas.

Workshop: Story Selling am 11./12. November 2010 in Würzburg
www.pr-verband.de





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