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Forschungsprojekt an der Charité in Berlin - Individualisierung der Brustkrebstherapie durch pharmakogenetische Methoden

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Gefördert durch die Gentechnologiestiftung, Berlin


Gefördert durch die Gentechnologiestiftung, Berlin (ddp direct) CYP2D6-ABC-Projekt Individualisierung der Brustkrebstherapie durch pharmakogenetische Methoden Gefördert durch die Gentechnologiestiftung, ...

(ddp direct) CYP2D6-ABC-Projekt
Individualisierung der Brustkrebstherapie durch pharmakogenetische Methoden
Gefördert durch die Gentechnologiestiftung, Berlin

Ein wesentliches Ziel der modernen Onkologie ist ein möglichst genauer und individueller Zuschnitt der Krebstherapie auf den individuellen Patienten und den jeweiligen Tumor. Hierbei sind in den letzten Jahren sehr große Fortschritte erreicht worden, insbesondere durch die genauere Charakterisierung einzelner Tumore durch genetische und molekularbiologische Methoden. Hierdurch konnten neuartige Therapien entwickelt werden, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit besonders gut sind. Neben diesen Fortschritten in der immer genaueren Klassifizierung von Tumortypen gibt es aber auch individuelle Unterschiede der Patienten, die dazu beitragen, dass Medikamente bei einzelnen Patienten so unterschiedliche Wirkungen und Nebenwirkungen hervorrufen.

Medikamente haben einen komplizierten Weg, bis sie ihre Wirkung optimal entfalten können. Auf diesem Weg gibt es eine Vielzahl von Störmöglichkeiten. Ein sehr einfaches Beispiel ist Erbrechen direkt nach Tabletteneinnahme, natürlich ist hierbei eine optimale Wirkung nicht zu erwarten. Es gibt hier aber auch viele komplizierte Zusammenhänge, u.a. gibt es eine enorme genetische Variabilität bei Genen, die für die Verstoffwechselung von Medikamenten zuständig sind. Die Pharmakogenetik beschäftigt sich genau mit diesem Themenkomplex.

Ein Beispiel, bei dem sich die klinische Relevanz der individuellen genetischen Ausstattung der Patienten in der Onkologie zunehmend abzeichnet, ist das sehr häufig verwendete Antiöstrogen Tamoxifen, welches bei Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs sehr erfolgreich eingesetzt wird. Tamoxifen muss in der Leber zunächst in seine aktive Form gebracht werden. Dies geschieht durch ein Enzym der Cytochrom P450-Enzymfamilie, dem CYP2D6. Die Aktivität von CYP2D6 ist interindividuell sehr variabel. Ca. 10-15% der weißen Bevölkerung haben eine genetisch bedingte eingeschränkte bzw. sogar aufgehobene CYP2D6-Enzymwirkung. Bei diesen Patienten wurde nun eine schlechtere Wirksamkeit von Tamoxifen gefunden.

In unserem von der Gentechnologiestiftung Berlin geförderten Forschungsprojekt wollen wir diesen Zusammenhang bei Patienten untersuchen, die an einem fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs leiden. Bei ca. 100 Patientinnen, die alle Tamoxifen als palliative Therapie erhalten haben, wird der CYP2D6-Genotyp bestimmt und mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie korreliert. Wir erhoffen uns hiervon weitere Erkenntnisse, um zukünftig Therapieentscheidungen noch gezielter vornehmen zu können. Die weitere Individualisierung der onkologischen Therapie zur Optimierung der Wirkung und Minimierung der Nebenwirkungen bleibt dabei das Ziel im Sinne einer besseren Betreuung unserer Patienten.

Ansprechpartner:
Dr. med. Anne C. Regierer
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie
Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: 030-450 513403
Fax: 030-450 513952
e-mail: anne.regierer@charite.de

Dr. med. Juliane Bolbrinker
Institut für klinische Pharmakologie
Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: 030-450 625225
e-mail: juliane.bolbrinker@charite.de

Gefördert durch: www.gentechnologiestiftung.de


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Gentechnologiestiftung
Kai Drabe
Elstergasse 3B
13505
Berlin
kai.drabe@scheel-stiftung.de
+49 30 22488400
www.gentechnologiestiftung.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Kai Drabe, verantwortlich.

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