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Allgemeine Kreditversicherung Coface AG |

Allgemeine Kredit Coface steigert Umsatz und Gewinn

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Kreditversicherer mit deutlich verbesserter Schadenquote – Ziele erreicht


FRANKFURT/MAINZ. In einem „Jahr der Konsolidierung“ hat die Allgemeine Kredit Coface Holding, Mainz, mit ihren Gruppengesellschaften Allgemeine Kreditversicherung Coface AG (AKC), Allgemeine Kredit Coface Finanz GmbH (AKCF) und ADG Coface Allgemeine Debitoren GmbH (ADGC) die eigene Vorgabe „größere Rentabilität“ erfüllt. „Unser ehrgeiziges Ziel, die Schadenquote in der Kreditversicherung auf 63 Prozent zu senken, wurde erreicht“, sagte Vorstandsvorsitzender Benoît Claire in der Bilanzpressekonferenz mit Blick auf die Kerngesellschaft AKC.

Die Schadenquote der AKC betrug zum Jahresende 56,6 Prozent nach 88,5 Prozent im Vorjahr. Bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung und konstanter Kostenentwicklung ergab sich in der Kreditversicherung eine Combined Ratio (Schaden- und Kostenquote im Verhältnis zum Umsatz) von 83,5 Prozent (2002: 111,6 Prozent). Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg um 15,7 Prozent von 257,6 Millionen Euro auf 298 Millionen Euro. Die Prämien aus der Kreditversicherung haben darin einen Anteil von 231,7 Millionen Euro (2002: 207,4 Millionen Euro). Hinzu kamen 34,0 Mio. Euro aus Kreditprüfungsgebühren. Auch der Umsatz in den Geschäftsfeldern Factoring (AKCF), Inkasso (ADGC) und @rating entwickelte sich positiv. Diese Dienstleistungen im Debitorenmanagement stiegen zusammen auf 32,3 Millionen Euro nach 20,6 Millionen im Vorjahr.

Alle Gesellschaften legen zu
Alle operativen Gesellschaften der AK Coface Gruppe haben auch auf der Gewinnseite zugelegt. Die AKC verbuchte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 7,9 Millionen Euro (2002: 3,4 Mio.), die AKCF bilanzierte 8,3 Millionen Euro (2002: 2,6 Mio.), die ADGC 0,8 Millionen Euro (2002: 0,4 Mio.).
In der Kreditversicherung seien harte Einschnitte unvermeidlich gewesen, um im versicherungstechnischen Bereich eine Kehrtwende einzuleiten, sagte Benoît Claire. In einem anhaltend schwierigen, von hohen Insolvenzzahlen und schleppender Konjunktur geprägten wirtschaftlichen Umfeld standen Ende des Geschäftsjahres minus 0,4 Millionen Euro als technisches Ergebnis unter dem Strich. „Nach minus 6 Millionen Euro im Vorjahr ist das aber ein deutlich besseres Resultat, das im operativen Bereich in die richtige Richtung weist“, sagte der AKC-Vorstandsvorsitzende. Trotz des noch negativen technischen Ergebnisses seien zu keinem Zeitpunkt die Liquidität oder die allgemeine Leistungsfähigkeit des Unternehmens gefährdet gewesen. Ausreichende Rückversicherungskapazitäten und eine spezielle Rückversicherungsregelung mit der Muttergesellschaft Coface hätten zusätzlich zur eigenen Finanzkraft ausreichend Sicherheit gegeben. Dies drückten auch die sehr guten Ratings von Moody´s (Aa3) und Fitch (AA) aus. „Auch die Entwicklungen am Kapitalmarkt haben uns nicht berührt, wie etwa die Lebensversicherer“, sagte Claire. Das nichttechnische Ergebnis betrug 13,5 Millionen Euro nach 9,5 Millionen im Jahr 2002.

Wichtige Auslandsniederlassungen
„Rentabilität rangiert vor Umsatzdenken“, erneuerte Claire die Maxime, die für alle Geschäftsfelder und in allen operativen Bereichen gelte. „Unser Risiko sind nun einmal die Risiken der Unternehmen, die wir versichern.“ Von daher eröffne eine wirtschaftliche Situation wie die aktuelle zwar gute Chancen für einen Kreditversicherer oder ein Factoring-Unternehmen. „Aber jetzt haben wir eben auch große Risiken“, begründete der AKC-Vorstandsvorsitzende die weiter eher restriktive Akquisitionspolitik seines Unternehmens. „Nur wenn wir selbst profitabel arbeiten, können wir unsere Kunden effektiv begleiten.“
Dennoch trug auch das gute Neugeschäft zur Trendumkehr bei. Es entwickelte sich besser als aufgrund der vorsichtigeren Zeichnungspolitik erwartet worden war. Erstmals schlugen auch die Zahlen der AKC-Niederlassungen Coface Nederland und Coface Danmark ganzjährig zu Buche. Das holländische und dänische Geschäft war Ende 2002 von der damaligen Gerling/NCM übernommen worden. Die ausländischen Niederlassungen der AKC, zu denen auch Coface Norden (Stockholm) gehört, steuerten 30 Millionen Euro zum Jahresumsatz bei. Wie im Vorjahr trugen auch die AKCF mit Factoring und die ADGC mit Inkasso das Wachstum der Gruppe mit. Die AKCF steigerte den Umsatz von 15,9 Millionen auf 24,9 Millionen Euro, die ADGC von 4,5 Millionen auf 6,7 Millionen Euro. Das Deckungsvolumen in der Kreditversicherung betrug über alle Sparten 65,4 Milliarden Euro (2002: 58 Mrd.), die Summe der angekauften Forderungen im Factoring 5,8 Mrd. Euro (2002: 5,2 Mrd.) und das Volumen der zum Inkasso eingereichten Forderungen 97,1 Millionen (2002: 69,7 Mio.).

Unternehmen brauchen Absicherung
Insgesamt erwartet die AKC eine steigende Nachfrage nach Kreditversicherungen und ergänzenden Dienstleistungen im Debitorenmanagement. Das Unternehmen sieht sich selbst auf der Produktseite mit Kreditversicherung, Factoring, Inkasso und Bonitätsbewertungen (@rating) bestens aufgestellt. Zu den bereits etablierten Produkten und Dienstleistungen ist Anfang des Jahres 2004 das Mittelstands-ABS (MABS) als alternative Finanzierungsform für Unternehmen gekommen. Die sehen sich nach Einschätzung der AKC derzeit einem Bündel von Problemen gegenüber: anhaltend schwache Konjunktur in vielen Branchen, gestiegene Anforderungen der Banken bei der Kreditvergabe, relativ schwache Eigenkapitalausstattung, schlechte Zahlungsmoral, hohe Insolvenzzahlen. All dies bringe Unternehmen schnell in Liquiditätsprobleme, zumal wenn Forderungen nicht abgesichert seien. Forderungsverluste verursachen sehr häufig Folgeinsolvenzen, wissen die Kreditversicherer. Sie selbst sind ebenfalls von der konjunkturellen Lage betroffen. "Gehen Umsätze und Salden bei Unternehmen zurück, spüren wir das bei den Prämien“, erklärte Vorstandsmitglied Manfred Thamm. "Steigen die Insolvenzahlen, merken wir das an den Schadenleistungen.“ Dennoch sei die Kreditversicherung auch nach den notwendigen Prämienerhöhungen ein preiswertes und effektives Produkt für Unternehmen, um das Debitorenrisiko zu versichern. Denn zusätzlich zum Versicherungsschutz trage der Versicherer entscheidend zur Prophylaxe bei.

Blick auf die Versicherungssparten
Die inländische Warenkreditversicherung (WKV) ist nach wie vor die Hauptsparte der AKC. Ihr Anteil an den Prämieneinnahmen machte 2003 rund 65 Prozent aus und lag bei rund 133,2 Millionen Euro (2002: 133,4 Mio.). Die WKV-Schadenquote sank weiter von 75,7 Prozent auf 52,1 Prozent. 2001 hatte sie noch bei 110,7 Prozent gelegen. Die weiter zunehmende Internationalität der AKC drückt sich unter anderem im erneut gestiegenen Geschäft in der Ausfuhrkreditversicherung (AKV) aus. Die Prämieneinnahmen stiegen hier um 15,7 Prozent auf rund 58,5 Millionen Euro (2002: 50,6 Mio.). Damit hat die AKV einen Anteil von 28,4 Prozent an den Prämieneinnahmen der AKC, die Risiken in über 120 Ländern deckt. Auch im Ausfuhrgeschäft konnten die Schäden reduziert werden. Die Quote betrug 54,5 Prozent nach 62,2 Prozent im Vorjahr.
Die Vertrauensschadenversicherung (VSV) hat die AKC Anfang 2004 an die R+V verkauft. Sie trug 2003 noch 5 Millionen Euro zu den Prämieneinnahmen bei, bei einer Schadenquote von 19,6 Prozent. Die Kautionsversicherung (KTV) hatte der AKC in den letzten Jahren hohe Schadenquoten beschert, insbesondere durch Engagements in der klassischen KTV-Branche Bau. Bei 5,3 Millionen Euro Prämien wurde 2003 eine Schadenquote von 162,9 Prozent ausgewiesen. Darin sind allerdings hohe Rückstellungen enthaltenen, die voraussichtlich nicht voll ausgezahlt werden müssen.

Web: http://www.ak-coface.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Christian Giesen, verantwortlich.

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