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Mittelstand muss keine Angst vor großen Konzernen haben

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Zeitgespräche mit Prominenten: Biedenkopf stellt Manager-Gehälter in Frage


Stuttgart - Die deutschen Mittelständler müssen selbstbewusster werden, sich stärker in der Öffentlichkeit zu Wort melden. Darin sind sich der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt H. Biedenkopf und der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, einig. Als geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer Unternehmensgruppe Investor und Treuhand http://www.investor-treuhand.de begrüßte Ohoven den Hauptredner Biedenkopf in der Reihe „Zeitgespräche mit Prominenten“ und verwies im überfüllten großen Saal des Hotels Graf Zeppelin in Stuttgart auf das große Interesse an dieser Veranstaltung: Über 300 Angemeldeten habe man wegen Raumnot absagen müssen.

Biedenkopf ermunterte die anwesenden Unternehmer, der Mittelstand brauche keine Angst vor Global Playern zu haben. Die großen Konzerne seien Dinosaurier, weil sie nicht effizient wirtschafteten. So gäben sie Unsummen für Berater aus, weil Großstrukturen dem modernen Mittelständler unterlegen seien: „Die Großen brauchen Hierarchien und Hierarchien funktionieren schlechter als Netzwerke.“

Früher seien die Autozulieferer von den Autokonzernen abhängig gewesen, heute seien die Konzerne oft von den hoch entwickelten Zulieferern abhängig, die komplette Systeme und nicht nur Einzelteile liefern. Biedenkopf, der seit Jahrzehnten als wirtschaftpolitischer Vordenker gilt, rief den Mittelstand dazu auf, eine Diskussion über die Bewertung von Leistung zu beginnen: „Warum fragen sie nicht, wie Manager von Global Playern ihre Einkommen rechtfertigen?“ Wo sei das dem Mittelständler vergleichbare Risiko dieser angestellten Manager, das hohe Gehälter begründen könne. Biedenkopf weiter: „Abenteuerlichste Begründungen“ müssten herhalten, um Gehälter von über zwei Millionen Euro jährlich zu rechtfertigen. So rede man von weltweiter Konkurrenz unter den Konzernlenkern, als ob deutsche Spitzenmanager ständig von Konzernen ins Ausland abgeworben würden.

Vorher hatte Mario Ohoven die falsche Mentalität auch der deutschen Manager und Unternehmer in Sachen Globalisierung beklagt. Zu viele Führungskräfte seien problemorientiert und trügen damit zur verbreiteten Mutlosigkeit in Deutschland bei. Noch nie habe so viel Lethargie bei den Unternehmern geherrscht wie heute. Positives Denken sei notwendiger denn je. Vehement plädierte Ohoven dafür, das „verkrustete Bildungssystem“ aufzubrechen. Es fehlten Zehntausende von Ingenieuren und Informatikern, „aber wir haben viel zu viele Sozialwissenschaftler“. Er rief die Mittelständler auf, in die Schulen zu gehen, um für den Unternehmerberuf zu werben. Die deutsche Bildungsmisere zeige sich auch, wenn über 80 Prozent der Abiturienten in den öffentlichen Dienst wollten oder als Angestellte zu einem internationalen Konzern.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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