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Criticón-Sommerausgabe über Business-Krieger und die Macht im Wirtschaftsleben

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Bonn, Criticón - "Wir haben den Krieg gewonnen!", triumphierte der Chef des britischen Handy-Riesen Vodafone, als dieser nach einer medienwirksamen Übernahmeschlacht den deutschen Traditionskonzern Mannesmann gegen dessen Willen geschluckt hatte. Wenn diese aber den Krieg gewonnen haben, wer hat ihn dann verloren? Wer sind die Opfer? Seit wann wurde uns dieser Krieg erklärt? Ist er zu Ende, oder ist es nur der Anfang einer Serie von Schlachten und Kriegen? Sind wir darauf vorbereitet? Können und wollen wir gewinnen? Und wenn nicht, was haben wir zu verlieren?

Aufstieg und Fall von Unternehmen liegen trotz Innovation, guter Produktpalette und Zukunftspotential immer enger beieinander. Offensive und defensive Strategien erfahren eine neue Bedeutung. Unternehmen, die in ihrer bisherigen Struktur von Dauer schienen, verschwinden (Grundig), übernehmen andere (Daimler-Chrylser) oder werden übernommen (Mannesmann).

Man kann diesen Prozeß bezeichnen wie man will: Globalisierung der Märkte, verschärfter Kampf um Kunden und Marktanteile, Verteilungskampf oder auch Wirtschaftskrieg. Fakt ist, dass in Zeiten der Rezession oder der Stagnation, der weltweiten Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen immer mehr Unternehmen bewußt wird, dass sie ihr zukünftiges Schicksal nicht mehr durch ein Anwachsen der Absatzmärkte, sondern nur noch auf Kosten der direkten Konkurrenz und deren Marktanteile erreichen können.

Aber wieso "Krieg in der Wirtschaft"? Für General a.D. Dr. Günter Kießling liegt die Erklärung darin, dass der Krieg ein Akt der Gewalt ist. Krieg ist darauf angelegt, mit Gewalt dem Gegner den eigenen Willen aufzuzwingen. In dieser Welt geht es um Macht. Selbst dann, wenn es gelingen sollte, den Krieg als Mittel der Politik zu verbannen. Macht wird aus der Sicht des Generals ein Mittel der Politik bleiben.

Um Macht und den daraus resultierenden Fragen geht es auch im Wirtschaftsleben und in dem Buch "Business-Krieger" von Christine Bauer-Jelinek. Es ist geradezu bemerkenswert, dass dieses Opus seinen Ursprung nicht in der großem Wirtschaftsnation Deutschland hat, und dass die Verfasserin auch kein Kapitän der Wirtschaft ist. Es gereicht diesem deutschsprachigen Pionierbuch deswegen zur besonderen Ehre, dass es von einer Machtexpertin und Österreicherin verfaßt wurde. Der Schwerpunkt der Betrachtung ist auf das Individuum gerichtet und es absolviert diesen Part brillant in Form und Inhalt. Es will auch nicht überzeugen, sondern ist für Leser geschrieben worden, die festgestellt haben, dass nachhaltige Veränderungen im Wirtschaftsleben eingetreten sind und man sich diesen stellen muss.

Die Autorin analysiert scharfsinnig die Problematik des "Krieges in der Wirtschaft" auch unter dem Aspekt der transatlantischen Beziehungen und deren möglichen öko-politischer Zukunft im Wirtschaftskrieg. Wortwahl und Beschreibung sind schonungslos, klar und zukunftsorientiert. Da die Macht eines Staates vor allem auf seiner Wirtschaftskraft basiert, sollte dieses Buch nicht nur auf Grund der mit Fakten belegten gesellschaftspolitischen Brisanz zum Standardwerk von Managern und Bürgern, sondern vor allem auch der Politiker in Deutschland parteiübergreifend werden.

Der Autor Bernd Oliver Bühler ist Criticón-Redakteur für europäische Aussen- und Sicherheitspolitik und Pressesprecher der "Ecole de Guerre Economique" in Paris.

Literaturhinweis:
Bauer-Jelinek, Christine:
Business-Krieger - Überleben im Zeitalter der Globalisierung
Manz – Verlag C.H. Beck oHG München
ISBN 3-406-50773-5

Die Zeitschrift Criticón erscheint vierteljährlich. Das Einzelheft kostet 8,20 Euro. Bestellungen per Fax unter: 0228 – 620 44 75, E-Mail: redaktion@criticon.de oder über die Webseite http://www.criticon.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Bernd Oliver Bühler, verantwortlich.

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