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Alarmierende Mercury-Studie 2004: IT-Chefs unterschätzen Auswirkungen regulierender Corporate-Governance-Initiativen

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Studie im Auftrag von Mercury deutet darauf hin, dass Europas IT-Verantwortliche die aktuellen Regulierungsbestrebungen nicht angemessen bewerten


Unterhaching/München – IT-Chefs in Deutschland, England und Frankreich sehen den aktuell diskutierten Gesetzesvorschlägen zu Corporate Governance, Initiativen wie Basel II oder dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gelassen entgegegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Mercury (Nasdaq: MERQ) und dem englischen IT-Marktforschungsspezialisten Omniboss Research durchgeführte Studie. So glauben rund 40 Prozent der befragten IT-Chefs in Westeuropa (37 Prozent in Deutschland), dass diese Regulationen keinen Einfluss auf ihr IT-Budget haben werden. 49 Prozent der Befragten in Deutschland verneinen die Aussage, dass sich Unternehmen durch Ausrichtung der Firmenpolitik an solchen Regularien einen Wettbewerbsvorteil verschaffen werden, obwohl nach Schätzungen der Industrie bis zu 80 Prozent der Geschäftsprozesse mit Software verbunden sind. Hinsichtlich der Tatsache, dass Transparenz und Effizienz von IT-Abteilungen bei Unternehmensbewertungen in Zukunft verstärkt auf dem Prüfstand stehen, sind die Ergebnisse der Studie ein Alarmsignal.

Im Rahmen der gemeinsam von Mercury und dem britischen Marktforschungsspezialisten Omniboss Research durchgeführten Studie wurden die IT-Verantwortlichen in mehr als 300 Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 107 und 381 Millionen Euro in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig: IT-Verantwortliche in Westeuropa sind sich unklar über die finanziellen Auswirkungen der Regulierungen und Initiativen im Bereich Corporate Governance. 40 Prozent der Befragten (in Deutschland rund 37 Prozent) glauben an keinen Einfluss. 34 Prozent denken, dass die Reduzierung ihres IT-Budgets durch Investitionen für die Einhaltung von Wirtschaftsregulationen unter zehn Prozent liegen werde. Sieben Prozent glauben, dass sie Kürzungen zwischen zehn und 25 Prozent hinnehmen müssen. Nur ein Prozent rechnet mit Einschnitten zwischen 25 und 50 Prozent.

Der geringe Stellenwert, den IT-Verantwortliche den Auswirkungen der Regulationen beimessen, zeigt sich auch in der Einschätzung, wie sich in den nächsten drei bis fünf Jahren die Unternehmen wirtschaftlich entwickeln werden, die stärker im Sinne dieser Regulierungen operieren. Weniger als fünf Prozent gehen davon aus, dass Unternehmen sich dadurch Vorteile am Markt und gegenüber Wettbewerbern verschaffen werden. Rund 42 Prozent aller Befragten gaben an, dass solche Unternehmen sich davon unabhängig weiterentwickeln würden. Erstaunlich dabei ist, dass diese Ansicht in Deutschland vor allem in Banken, Finanzdienstleistungsunternehmen und im Handel geteilt wird.

Die Mehrheit von 59 Prozent der Befragten glaubt zudem, dass die Aufwendungen für die Einhaltung der wirtschaftlichen und staatlichen Vorgaben besser in die IT-Abteilungen fließen sollten. Nur 24 Prozent halten die Investitionen für gerechtfertigt. 17 Prozent hatten zu dem Thema keine Meinung.

Diese gleichgültige Haltung berücksichtigt nicht genügend die Bemühungen der Wirtschaft, einzelner Regierungen und zum Teil auch der Europäischen Union, durch engere Richtlinien für die Unternehmensführung das verloren gegangene Vertrauen der Aktionäre und Kunden in die Finanzmärkte wiederherzustellen – und das trotz der bekannt gewordenen eklatanten Governance-Fehler bei Parmalat und Toll Collect. Nach dem Vorbild der USA sollen Gesetze und Verordnungen geschaffen werden, die eine stärkere Kontrolle der Aufsichtsräte und Vorstände in Kapitalgesellschaften ermöglichen. Dort sind entsprechende Statuten zum Beispiel in dem Sarbanes-Oxley-Act aufgestellt worden, der vor allem den Vorstand stärker in die Pflicht nimmt und die Mitglieder zur aktiveren Arbeit – vor allem im Hinblick auf ihre Informationsbeschaffung – zwingen will. Zudem wird auch die Informationspflicht der Unternehmen gegenüber den Aktionären stark erweitert, um die Firmenpolitik transparenter zu machen. Auch in Großbritannien betonen die Empfehlungen der Cadbury Kommission den Nutzen unabhängiger Direktoren.

In Deutschland sind solche Bestrebungen ebenfalls absehbar. Die Empfehlungen des Corporate Governance Codes etwa weisen zwar in die gleiche Richtung, werden aber derzeit von der Wirtschaft noch kaum wahrgenommen, wie die Studie aufzeigt. Sobald Basel II als neu entworfene Eigenkapitalverordnung für Kreditinstitute endgültig in Kraft treten und umgesetzt werden wird, kommen auch auf deutsche Unternehmen große Veränderungen zu. Basel II wird kreditsuchenden Unternehmen unter anderem die Vorbereitung von Ratings und einen besser dokumentierten Informationsfluss zwischen den Hierarchien abverlangen. Dabei werden die anstehenden Neuregelungen sich sehr wohl auf die Arbeit und die Budgets in den IT-Abteilungen auswirken, da diese Tag für Tag mit Informationsprozessen beschäftigt sind. So fordern Wirtschaftsvertreter ausdrücklich eine viel stärkere Transparenz und Kommunikationsfähigkeit z.B. in den Bereichen IT-Security oder Mananagement-Informationssysteme.

Diese Faktoren werden in Zukunft mitentscheidend sein dafür, ob und zu welchen Konditionen ein Unternehmen Kredite von Banken erhält. IT-Verantwortliche werden stärker in die Pflicht genommen, Finanzpläne ihrer Abteilungen offen zu legen. Auch Börsenbeobachter und Broker werden ein besonderes Augenmerk darauf richten, wie effizient und transparent eine IT-Abteilung aufgebaut ist. Experten gehen davon aus, dass Unternehmen, die diese Impulse jetzt nicht aufnehmen, in Zukunft mit erheblichen Wettbewerbsnachteilen rechnen müssen.

Über Mercury
Mercury (NASDAQ: MERQ), globaler Marktführer im Bereich Business Technology Optimization (BTO), unterstützt Unternehmen bei der Optimierung des Business Value von IT. Das 1989 gegründete Unternehmen hat Niederlassungen weltweit und zählt zu den am schnellsten wachsenden Softwareunternehmen. Das Angebot von Mercury umfasst Software und Services zur zentralen Steuerung von Prioritäten, Personal und Prozessen, zur Bereitstellung und zum Management von Applikationen sowie zur Integration von IT-Strategien und deren Umsetzung.
Weltweit vertrauen Kunden auf die Lösungen von Mercury, um Qualität und Performance ihrer Applikationen zu steigern, die Kosten und Risiken der IT zu steuern und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu gewährleisten. Technologien und Dienstleistungen zahlreicher internationaler Partner ergänzen das BTO-Lösungsangebot von Mercury. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.mercury.com.
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Christina Neges, verantwortlich.

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