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Universität Leipzig - Arbeitsgruppe AKSW |

Leipziger Professorenkatalog wird international ausgezeichnet

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Wissenschaftler der Universität Leipzig erhalten ISWC Best Paper Award


Für ihre Arbeit zum Catalogus Professorum Lipensis sind Informatiker und Historiker der Universität Leipzig auf der diesjährigen ?International Semantic Web Conference? (ISWC) in Shanghai mit dem Best In-Use Paper Award ausgezeichnet worden. Auf der weltweit wichtigsten Konferenz im Bereich Semantisches Web gewann ihr Artikel Knowledge Engineering for Historians on the Example of the Catalogus Professorum Lipsiensis den mit 750 Dollar dotierten Preis für die beste wissenschaftliche Veröffentlichung in der Kategorie Semantic Web Anwendung.\r\n

Für ihre Arbeit zum Catalogus Professorum Lipensis sind Informatiker und Historiker der Universität Leipzig auf der diesjährigen "International Semantic Web Conference" (ISWC) in Shanghai mit dem Best In-Use Paper Award ausgezeichnet worden. Auf der weltweit wichtigsten Konferenz im Bereich Semantisches Web gewann ihr Artikel Knowledge Engineering for Historians on the Example of the Catalogus Professorum Lipsiensis den mit 750 Dollar dotierten Preis für die beste wissenschaftliche Veröffentlichung in der Kategorie Semantic Web Anwendung.

Diese Auszeichnung ist eine hohe wissenschaftliche Anerkennung für das Autorenteam um Thomas Riechert, Erstautor und Mitarbeiter der Forschungsgruppe "Agile Knowledge Engineering und Semantic Web (AKSW)" am Institut für Informatik der Uni Leipzig. Mit ihrem Beitrag schafften die Autoren nicht nur, die Hürde einer Annahmequote von 26% zu überwinden, sondern überzeugten auf der ISWC 2010 auch mit einem weltweit einzigartigen Praxisbeispiel für die Anwendung semantischer Webtechnologie. Nach Meinung der Gutachter zeigt der Artikel über den Leipziger Professorenkatalog den maßgeblichen Nutzen eines semantischen Webs auf und somit die Möglichkeiten intelligenter Wissensrepräsentation für Spezialgebiete wie der Geschichtswissenschaft.

Thomas Riechert beschreibt in seinem preisgekrönten Artikel zusammen mit dem Historiker Ulf Morgenstern und den Informatikern Dr. Sören Auer, Sebastian Tramp und Michael Martin den gelungenen Einsatz der von der AKSW-Gruppe entwickelten OntoWiki-Software für den Aufbau einer historischen Datenbank. Bei dieser Datenbank, also dem Professorenkatalog, handelt es sich um ein wiki-basiertes Verzeichnis aller Professoren, die im 19. und 20. Jahrhundert an der Universität Leipzig gelehrt haben. Doch weil das Leben der rund 2000 erfassten Universitäts-Professoren mit Millionen Fakten verbunden ist, würde man mit herkömmlichen Methoden bei der Aufbereitung dieser Daten unweigerlich an Grenzen stoßen. Mit Hilfe von OntoWiki können diese Informationen jedoch komplex strukturiert, verknüpft und zugleich maschinell verarbeitet werden.

"Neben einer einfachen Recherche nach Personen, Fachgebieten und Institutionen lassen sich eben auch umfangreiche spezielle Anfragen formulieren", erklärt Dr. Sören Auer, Leiter der AKSW-Arbeitsgruppe. "OntoWiki macht es möglich Querverbindungen zu schaffen, also - so nie eingegebene - Antworten auf übergreifenden Frage zu suchen: Welche Professoren waren zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Einrichtung tätig? Sind Berufungsmuster zu erkennen, etwa im Zusammenhang mit akademischen Schulen? In welchem Zeitraum war der Anteil jener Professoren am höchsten, deren Schwiegerväter ebenfalls Professoren an der Universität Leipzig waren? Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich."

Das angewandte Prinzip ist dabei, Informationen auf der Ebene ihrer Bedeutung maschinell zu verknüpfen. Anhand des Professorenkatalogs führen die Autoren im Wesentlichen vor, wie für Computer Informationen verwertbar und sinnvolle Zusammenhänge erkennbar werden. Daraus ergeben sich wiederum weitaus präzisere Suchergebnisse für die Anwender. Ein weiterer Nutzen liegt zudem in der größeren Flexibilität der Datenbank. OntoWiki ist ein Online-System, dessen Inhalte von den verschiedenen Nutzern auch nach eigenen Vorstellungen ergänzt und geändert werden können.

Der Artikel stellt einen Meilenstein in der Semantic-Web-Forschung dar, insofern als dass er mit seinem Anwendungsfall die Entwicklung semantischer Technologien vorantreibt und auch europaweit schon großes Interesse bei anderen Universitäten geweckt hat.

http://iswc2010.semanticweb.org/accepted-papers/386

Über AKSW: Die Arbeitsgruppe "Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW)" am Institut für Informatik an der Universität Leipzig arbeitet an Projekten im Umfeld des Semantischen Datenwebs. Neben der Arbeit an theoretischen Ergebnissen wird besonderer Wert auf robuste, skalierbare Implementierungen für das Forschungsfeld gelegt.
Die Arbeitsgruppe besteht im Moment aus 12 wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden sowie einer großen Anzahl von Studenten. AKSW arbeitet an industriellen und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Von AKSW vorangetriebene open-source Software und Community-Projekte umfassen das Wikipedia-Wissensextraktionsprojekt DBpedia, das semantische Wiki OntoWiki, die Datenbank für die Wissenschaften OpenResearch.org, Triplify und die open-source Innovationsplattform Cofundos.

Weitere Informationen

Thomas Riechert
Tel.: (341) 97-32323
riechert@informatik.uni-leipzig.de
Homepage der Arbeitsgruppe AKSW: http://aksw.org

Ulf Morgenstern
Tel.: (0341) 97-37092
morgenstern@uni-leipzig.de

Professorenkatalog: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/


Universität Leipzig - Arbeitsgruppe AKSW
Thomas Riechert
Johannisgasse 26
04103 Leipzig
0341 97 32323

catalogus-professorum.org



Pressekontakt:
Universität Leipzig
Thomas Riechert
Johannisgasse 26
04103
Leipzig
riechert@informatik.uni-leipzig.de
0341 97 32323
http://www.informatik.uni-leipzig.de


Web: catalogus-professorum.org


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas Riechert, verantwortlich.

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