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Creditreform: weiterhin hohes Niveau an Insolvenzen im 1. Halbjahr 2004

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Neuss/Krefeld - Die Zahl der Gesamtinsolvenzen in Deutschland hat auch im ersten Halbjahr 2004 weiter zugenommen, berichtete der Verband der Vereine Creditreform e.V. Wirtschafts- und Konjunkturforschung http://www.creditreform.de bei seiner Pressekonferenz in Neuss: 54.700 Anträge gingen bei den Gerichten ein - 11,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Getragen wird diese Entwicklung von den Insolvenzen natürlicher Personen, aber auch bei den Unternehmensinsolvenzen ist noch keine Trendwende in Sicht: ihre Zahl ist leicht rückläufig, doch immer noch auf einem gesamtwirtschaftlich hohen Niveau. 19.300 Unternehmensinsolvenzen wurden im ersten Halbjahr 2004 gezählt, 1,7 Prozent oder 340 Fälle weniger als im ersten Halbjahr 2003. Während die Unternehmensinsolvenzen in Ostdeutschland abnehmen (um 7,4 Prozent auf 4.600 betroffene Betriebe), sind in Westdeutschland immer noch leichte Steigungen von 0,2 Prozent auf 14.700 Unternehmen zu beobachten. Die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung rechnet für das Gesamtjahr 2004 mit 39.000 bis 41.000 Unternehmensinsolvenzen und 110.000 bis 115.000 Gesamtinsolvenzen.

Die Schäden, die insolvente Unternehmen im ersten Halbjahr 2004 verursachten, beliefen sich auf insgesamt 22,7 Milliarden Euro - 2,1 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Öffentliche Hand, also Städte und Gemeinden sowie die Finanz-, Sozial- und Arbeitsämter blieben auf insgesamt 8 Milliarden Euro sitzen, während es private Gläubiger härter traf: Forderungen in Höhe von 14,7 Milliarden Euro bleiben wohl unbefriedigt. Diese Ausfälle machen die Bedeutung eines professionellen Forderungs-Managements deutlich: „Je höher die Anzahl der Insolvenzen, desto früher muss aktiv und effizient das Inkasso einsetzen. Die Entwicklung in dieser schwierigen ökonomisch Lage zeigt auf: Unternehmen kämpfen nicht nur um Kunden, sondern auch und gerade um deren Geld. Je schneller das Geld realisiert wird desto besser sind nicht nur die Rentabilität und Liquidität des Gläubigers sondern vor allem auch die Gefahr von Abschreibungen aus Forderungsverlusten wird reduziert“ stellt Rüdinger Bisping fest, Direktor der SITEL Risk Management http://www.srm-inkasso.de .

Die Auswirkungen der Insolvenzen auf die Beschäftigungssituation bleiben nicht aus: im ersten Halbjahr 2004 sind 322.000 Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Das entspricht einem Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hingegen hat sich die Zahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem Vorhalbjahr um 8,5 Prozent erhöht. Im ersten Halbjahr 2003 waren 386.000 Gewerbe gegründet worden - in den ersten sechs Monaten 2004 waren es 419.000. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen erhöhte sich ebenfalls um 4,6 Prozent auf nunmehr 341.000 (Vorjahr: 326.000).

Die Eigenkapitalausstattung mittelständischer Unternehmer, so zeigen die Zahlen von Creditreform, hat sich im Jahresverlauf gebessert, steht aber immer noch auf schwachen Beinen: Ein Fünftel (21,7 Prozent) aller Betriebe ist ausreichend mit Eigenkapital versorgt. Ein Drittel dagegen (31,4 Prozent) verfügt über weniger als zehn Prozent haftendes Eigenkapital. Auch dies macht die Notwendigkeit des Forderungs-Managements deutlich.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Matthais Schmitz, verantwortlich.

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