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Wachstumsspirale durch Global Sourcing

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Wertschöpfungsrevolution durch Netzwerkökonomie


Böblingen – Immer mehr Firmen lassen Leistungen von Partnern erbringen, die nicht zur Kernkompetenz zählen. Die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins „blue line“ von HewlettPackard http://www.hp.com/de skizziert den Trend der dritten Revolution der Wertschöpfung, der von Managementberatern als „Global Sourcing“ bezeichnet wird. Der Sportartikelhersteller Nike beschäftige rund 6.000 Mitarbeiter in Beaverton (US-Staat Oregon) und weitere 17.000 Mitarbeiter an weltweit verteilten Standorten, die weder Turnschuhe noch Laufshorts herstellen.

„Das übernehmen 900 Partnerunternehmen in 50 Ländern. Insgesamt 660.000 Menschen sind in die Zulieferkette eingebunden. Lediglich zentrale Aufgaben wie Entwicklung und Marketing lässt Vorstandschef Philip H. Knight in Eigenregie betreiben“, schreibt blue line. Alles andere werde ausgelagert. Mit dieser konsequenten Outsourcingstrategie gelte Knight als Vorreiter der Netzwerkökonomie: Hinter der Marke Nike stecke keine monolithische Organisation, sondern eine Vielzahl eng zusammenarbeitender Firmen.

Aus der lokalen oder bestenfalls nationalen Suche nach externen Anbietern sei ein „Global Sourcing“, geworden, dessen Koordination vielerorts eigens darauf spezialisierte Manager wahrnehmen würden. „Gleichzeitig werden den Partnern nicht nur eng umgrenzte Serviceleistungen überantwortet, sondern zunehmend ganze Geschäftsprozesse anvertraut. Damit verschiebt sich der Fokus von der kurzfristigen Kostenreduzierung zu einer langfristigen Zusammenarbeit, bei der das Know-how des Partners zur Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells beiträgt und einen echten Innovations- und Produktivitätsschub auslöst“, so blue line weiter. McKinsey rechne für das Business Process Outsourcing und Offshoring in den nächsten fünf Jahren mit einem weltweiten Auftragsvolumen von bis zu 400 Milliarden Dollar.

Professor Fink von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg sieht hier die Grundlage für die dritte Revolution der Wertschöpfung: Am Beginn des 20. Jahrhunderts stand die Produktionsautomatisierung, dann wurde die Fertigungstiefe reduziert. Der nächste Quantensprung ereignet sich bei der Arbeitsteilung mit Zulieferern, der nun verstärkt auf Verwaltungs- und Dienstleistungsprozesse übergreife. Großes Wertschöpfungspotenzial bestehe bei Banken und Versicherungen, die noch bis zu 90 Prozent ihrer Leistungen selbst erstellen. Wertsteigernde Auslagerungen seien heute nicht nur eine Option, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit für jeden, der gegen internationale Konkurrenz bestehen müsse, wie jüngst erst wieder eine Studie des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash bestätigte. Eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der auslagernden Unternehmen schaffe mittelfristig sogar auch in ihren Heimatländern neue, krisenfeste Arbeitsplätze. Managementprofessor Dieter Fink ist optimistisch, dass es auch in Deutschland gelingen kann, durch Global Sourcing eine Wachstumsspirale in Gang zu setzen, die zu neuen inländischen Jobs führt.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

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