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Studie: Umfang und Komplexität von Markenmißbrauch und -fälschungen im Internet

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MarkMonitor-Analyse zeigt: Löwenanteil entfällt auf Webseiten, die Raubkopien vertreiben


Eine aktuelle Untersuchung des Online-Markenschutz-Experten MarkMonitor von nur 22 Marken ergibt: Webseiten mit Angeboten raubkopierter digitaler Inhalte oder gefälschter Produkte verzeichnen pro Jahr über 53 Milliarden Besucher. Landesregierungen und internationale Strafverfolgungsbehörden sind - gemeinsam mit der Wirtschaft - dringend aufgefordert, sowohl Kunden als auch Markenwerte vor diesen beispiellosen Bedrohungen zu schützen.\r\n

München, 13. Januar 2011 - Eine aktuelle Untersuchung des Online-Markenschutz-Experten MarkMonitor von nur 22 Marken ergibt: Webseiten mit Angeboten raubkopierter digitaler Inhalte oder gefälschter Produkte verzeichnen pro Jahr über 53 Milliarden Besucher. Ausgehend vom Traffic-Aufkommen wurden einige der aktivsten Betrüger identifiziert und priorisiert; zudem wurden ihre Standorte erhoben. Den weltweiten wirtschaftlichen Gesamtschaden von Online-Markenmissbrauch pro Jahr schätzt MarkMonitor auf rund 200 Milliarden US-Dollar.

Der Großteil des in der Studie ermittelten Traffics entfällt auf die Raubkopien von Filmen, Musik, Spielen, Software, TV-Shows oder E-Books. Über 92 Millionen Besucher verzeichnen Webseiten, die gefälschte Produkte anbieten. Dabei betrifft der Handel mit Produktfälschungen Güter aller Art, darunter Schuhe, Unterhaltungselektronik, Luxusgüter, Sportartikel sowie Arzneimittel.

Betrachtet nach Hosting-Standort spielen Westeuropa und Nordamerika die wichtigste Rolle: Laut Studienergebnissen werden 67 Prozent der Webseiten, die im Verdacht stehen raubkopierte Inhalte zu vertreiben, in einer der beiden Regionen gehostet. Gleiches gilt für 73 Prozent der Seiten im Verdacht des Verkaufes von Produktfälschungen.

Das Ausmaß des Traffics sowie die Bandbreite an Ländern, in denen die Webseiten registriert und/oder gehostet werden, machen deutlich, wie komplex das Problem und seine Bekämpfung sind. Aufgrund des geringen Stichprobenumfangs vermittelt die Studie dabei nur einen Eindruck vom tatsächlichen Problem. Die große Zahl bekannter Marken legt nahe, dass tatsächlich hunderttausende von Rechteinhabern, Marken und Schöpfern geistigen Eigentums geschädigt werden.

Testkäufe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf einigen der Seiten zeigten zudem, dass die Zahlungsprozesse und Lieferungen über andere Länder als die, in denen die Webseiten gehostet werden, abgewickelt wurden. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass auch für Online-Kriminelle verlässliche Internetinfrastrukturen unabdingbare Erfolgsfaktoren sind und sie ihre Geschäfte oft international, in mehreren Ländern machen.

Frederick Felman, Chief Marketing Officer bei MarkMonitor: "Im Internet sind Angebot und Nachfrage praktisch unbegrenzt. Die Entwicklung effektiver Abwehrstrategien setzt die Kenntnis von Vertriebska-nälen und Verkaufsförderungsmaßnahmen im Web voraus. Um Gegemaßnahmen definieren und prio-risieren zu können, müssen die Struktur des Traffics und Standortinformationen genau analysiert wer-den. Ohne entsprechende Untersuchungen spielt man mit den Betrügern Katz" und Maus."

"Produktfälschungen und Raubkopien sind eine globale Epidemie mit massiven volkswirtschaftlichen Auswirkungen", bestätigt Ruth Orchard, Director General bei der Anti Counterfeiting Group, der weltweit führenden Organisation im Kampf gegen Fälschungen. "Die Kriminellen sind bestens organisiert. Allein im britischen Schuh- und Bekleidungssektor wandern rund 3,5 Milliarden Pfund in ihre Taschen. Die Studie von MarkMonitor zeigt: Kunden, die im Internet nach Schnäppchen jagen, riskieren auf gefälschte Webseiten und andere illegale Praktiken hereinzufallen. Landesregierungen und internationale Strafverfolgungsbehörden sind - gemeinsam mit der Wirtschaft - dringend aufgefordert, sowohl Kunden als auch Markenwerte vor diesen beispiellosen Bedrohungen zu schützen."

Zum Studiendesign
Basis der von MarkMonitor im Verlauf des Jahres 2010 durchgeführten Studie ist eine Untersuchungsgruppe von 22 Markenunternehmen aus den Bereichen verschreibungspflichtige Arzneimittel, Luxusgüter, Musik, Film und Sportausrüstung. Automatisierte Webscans mit Hilfe der patentierten Technologie von MarkMonitor identifizierten über 10.000 verdächtige Webseiten. Diese wurden gefiltert, um spezfische Seiten für E-Commerce und Anbieter digitaler Inhalte zu ermitteln. Durch Priorisierung unter Verwendung öffentlich verfügbarer Daten von Alexa (= Internetdienst, der Statistiken über Zugriffe auf Websites ermittelt) und anschließende manuelle Detailuntersuchung wurde festgestellt, ob die Seiten die Kriterien für raubkopierte Inhalte oder gefälschte Produkte erfüllten. Auftraggeber der Studie war die US-Handelskammer.


Über MarkMonitor
Als Anbieter von Lösungen für Online-Markenschutz und Domainmanagement zählt MarkMonitor mehr als die Hälfte der Fortune 100-Unternehmen zu seinen Kunden. Die End-to-End-Lösungen und Services zum Schutz von Marken, Ruf und Einkommen vor Risiken im Internet adressieren die wachsenden Online-Bedrohungen, zuneh-menden Markenmissbrauch und unautorisierten Vertrieb. MarkMonitors Zugriff auf exklusive Daten sowie seine Echtzeit-Anwendungen zur Vorbeugung, Entdeckung und Reaktion bieten umfassenden Schutz vor den vielfälti-gen und sich ständig verändernden Risiken, denen Marken heute im Internet ausgesetzt sind. Weitere Informati-onen finden Sie auf www.markmonitor.de.




MarkMonitor
Frank Schulz
Mergenthalerallee 10-12
65760 Eschborn
+49-6196-400120

http://www.markmonitor.de



Pressekontakt:
Maisberger - Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation mbH
Isabelle Lissel-Erhard
Kirchenstraße 15
81675
München
markmonitor@maisberger.com
+49-89-41 95 99-61
http://http:www.maisberger.com


Web: http://www.markmonitor.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Isabelle Lissel-Erhard, verantwortlich.

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