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Belland-Kunststoff hat den Praxistest bestanden

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Plastverarbeiter berichtet über neuen Kunststoff, der sich wie Papier recyceln lässt


Bonn/Pegnitz – Beim Kunststoffrecycling treten viele Probleme auf. Der Energieverlust ist hoch. Oft werden die herkömmlichen Kunststoffe in aufwändigen Verfahren nur zu minderwertigen Produkten verarbeitet oder verbrannt. Eine solche Negativbilanz weise das neuartige Material von Belland nicht auf, so schreibt Belland-Geschäftsführer http://www.belland.de Roland Belz in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Plastverarbeiter http://www.plastverarbeiter.de. Belz schildert die Vorteile des Belland-Materials, das seinen ersten Praxistest als Cateringgeschirr bestanden habe, wie folgt: „Das Material kombiniert die vielseitigen Anwendungseigenschaften eines Kunststoffes mit den Recyclingeigenschaften von Papier. Der Recyclingprozess kann kostengünstig und ohne großen Aufwand in vorhandene Altpapier-Recyclinganlagen integriert werden.“

Rohöl ist der entscheidende Energieträger, der die weltweite Wirtschaft am Laufen hält. Allerdings ist er nur eine begrenzte Ressource. Belz vergleicht den Erdöl-Verbrauch beim herkömmlichen Kunststoffrecycling und beim Belland-Material, das den ersten geschlossenen Materialkreislauf hergestellt habe. Aus Einweg-Tellern, -Schalen, -Bechern oder -Bestecken würden anschließend wieder Teller, Schalen, Becher oder Bestecke. Dies sei bei den gängigen Kunststoffen nicht der Fall: „Die positive Energiebilanz können diejenigen Anbieter nicht gewährleisten, die in nachgeschalteten und aufwändigen Verfahren die herkömmlichen Kunststoffe zu minderwertigen Produkten wie Parkbänken, Blumenkübeln oder Rasengittersteinen verarbeiten oder einfach in Stahlwerken verbrennen. Jedes herkömmliche werkstoffliche Recycling bedeutet einen Energieverlust, da die wieder gewonnenen Kunststoffe nicht auf derselben Wertschöpfungsstufe als Ersatz für Neuware eingesetzt werden können, sondern lediglich als Substitut dienen.“ Die positive Öko- und Energiebilanz sei auch vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Lebensmitteltechnologie in einer Studie bestätigt worden, führt Belz aus.

Nach Ansicht des Belland-Gründers sind „Visionen wahr geworden“. Zwanzig Jahre hätten Forschung und Entwicklung benötigt, um das neue Material zur Marktreife zu führen. Viele Investoren (zum Beispiel Phil Collins und die Familie Bahlsen) hätten dazu beigetragen, die 150 Millionen Euro für Recyclingverfahren und Materialentwicklung aufzubringen. „Ökonologie“: So bezeichnet er den bisher beschrittenen Weg. Der Einsatz des neuartigen Materials spare natürliche Ressourcen und senke die Kosten. Nach dem Start mit dem Cateringgeschirr will das Pegnitzer Unternehmen neue Märkte erobern. Belland-Kunststoff sei auch für den industriellen Markt ein interessanter Werkstoff, denn nach Ablauf seines aktiven Lebenszyklusses lasse er sich steuerbar und rückstandslos entfernen. Anwendungsbereiche seien beispielsweise abwaschbare Etiketten, Schutzfilme, auflösbare Beutel oder auch rückstandslos entfernbare Klebeschichten. Mit der Etablierung der Belland-Selbstentsorgergemeinschaft habe man die notwendige Finanzierungs- und Logistikstruktur geschaffen, um den Materialkreislauf aufzubauen. In dieser Selbstentsorgergemeinschaft seien unter anderem Handelskunden wie die Drogeriemarktketten Schlecker, Müller, Rossmann, Ihr Platz und dm sowie die Baumarktkette Hellweg und die Großverbraucher-Zustellungshandelsgruppe Service-Bund zusammengeschlossen.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Sabine Krause, verantwortlich.

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