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Zu wenig qualifizierte Fachkräfte in der Städteregion Aachen

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Aachen, 20.01.2011. Kaum scheint die Wirtschaftskrise überwunden, holt die Städteregion Aachen ein altes Problem wieder ein: es fehlen Hunderte Fachkräfte, vor allem im Handwerk. Programme verschiedener Träger sollen Abhilfe schaffen, die Situation könnte sich in Zukunft jedoch noch verschlimmern. Eine mögliche Lösung für die Betriebe ist die Ausprägung einer mitarbeiterfreundlichen Unternehmenskultur.

Als Fachkräfte gelten alle Personen mit abgeschlossener Lehre, einem Abschluss als Meister, Techniker oder Fachwirt bzw. einem akademischen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. An solch qualifizierten Arbeitnehmern wird es der Bundesrepublik Deutschland aller Voraussicht nach in Zukunft massiv mangeln. Zwar war diese Not zur Zeit der jüngst überwundenen Wirtschaftskrise deutlich gelindert, aber nicht gänzlich verschwunden. So werden für das Jahr 2020 mitunter eine halbe Million fehlender Fachkräfte prognostiziert; eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey spricht sogar von bis zu zwei Millionen nicht besetzbarer Stellen – Zahlen, die Politiker und Unternehmer bedenklich stimmen, denn dadurch könnte das Wachstum der deutsche Wirtschaft in naher Zukunft stark beeinträchtigt werden. Bereits jetzt entgehen ihr wegen fehlender personeller Kapazitäten Aufträge von mindestens 20 Milliarden Euro jährlich, was einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht, wie eine 2007 vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie ergab.
Die Städteregion Aachen bildet davon keine Ausnahme: 2007 betrug die Zahl der nicht besetzten Stellen im Handwerk laut Angaben der Handelskammer Aachen 860, dazu fehlten noch 120 Akademiker, größtenteils Ingenieure und IT-Spezialisten. Nach zwei Jahren der Flaute ist nun erneut der gleiche Bedarf eingetreten. „Das Konjunkturklima hat bereits wieder die Werte aus dem zurückliegenden Aufschwung erreicht.“, wie Michael F. Bayer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, im November 2010 angab.
Die gute Konjunkturlage wird zusammen mit der demographischen Entwicklung das Unterangebot in Zukunft noch verschärfen, trotz aller Bestrebungen, ältere Fachkräfte länger in den Unternehmen zu beschäftigen. Ungeklärt ist derzeit auch, ob das RWTH-Campus-Projekt diesbezüglich Fluch oder Segen bedeutet. Einerseits könnte die Strahlkraft des neuen Forschungsgeländes Fachkräfte anziehen und qualifizierte Hochschulabsolventen in bzw. an Aachen binden, andererseits könnte sich der Mangelzustand durch die Ansiedlung von bis zu 250 Firmen noch verschärfen.
Diverse regionale Programme sollen das Dezifit lindern. Die Arbeitsagenturen der Städteregion bilden dieses Jahr 500 Geringqualifizierte zu Fachkräften aus, vor allem in der Altenpflege sowie in den Berufen Kraftfahrer und Bürofachkräfte. Beim Projekt „SAG&AN!“ unter Leitung der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) geht es ebenfalls um die Nachqualifizierung von Fachkräften. In der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg können Arbeitslose oder Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss ebendiesen in den Branchen Logistik, Metall und Nahrungs- & Futtermittelindustrie erwerben. Des weiteren bietet die „Nacht der Unternehmen“ den Absolventen der örtlichen Hochschulen die Gelegenheit, sich bei einer Bustour Firmen der Bereiche Informationstechnologie und Energietechnik, Mobilität und Life Sciences/Health Care, die besonders auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind, vor Ort anzuschauen. Diese Vorgehensweise von wachstumsstarken, wissensbasierten Unternehmen hat sich bei der Suche nach Akademikern bereits bewährt.
Dem bevorstehenden Kampf um „High Potentials“, um die besten Nachwuchskräfte, sind regionale Firmen jedoch nicht hilflos ausgeliefert. So können sie, auch jenseits der institutionellen Programme, etwas gegen den sogenannten „Brain-Drain“ unternehmen: Eine mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur wäre ein Anfang. Sie erhöht die emotionale Bindung an den Arbeitgeber und steigert dessen Attraktivität für qualifizierte Fachkräfte. Gelebte Werte, visionäre Ziele, offene Kommunikationsprozesse und regelmäßiges Feedback tragen hierzu mehr bei als „lediglich“ materielle Anreize und Annehmlichkeiten. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die auch kleinere oder mittlere Unternehmen schnell und kostengünstig umsetzen können. Auf diese Weise entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Arbeitsplatzzufriedenheit steigt und die Firmen können Fachkräfte dauerhaft an sich binden, was der gesamten Städteregion zugute kommt.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie durch einen kostenlosen Vortrag „Unternehmenskultur: Ein Rezept gegen den Fachkräftemangel!“ von Frau Dr. des. Belvederesi-Kochs am 27. Januar 2011 um 17.30 Uhr in der belvederesi Kommunikations- und Unternehmensberatung, Theaterstraße 83, 52062 Aachen. (ph)


Web: http://www.belvederesi.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Patrick Hahne (Tel.: Tel: +49 (0) 241 - 560 095 53), verantwortlich.

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