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Erfolgsrezept charismatische Führung

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Nur wer Visionen hat, kann auch seine Mitarbeiter überzeugen


Düsseldorf/Köln - Manchen politischen Kommentatoren gelten viele Politiker nur noch als „Halme im Wind“. Für Andrea Seibel von der Welt http://www.welt.de ist das Gezerre um Hartz IV auch ein Problem mangelnder Standhaftigkeit der politischen Klasse, ob sie nun rot oder schwarz gefärbt ist. Das Problem der politischen Akteure sei es, dass sie zu wenig Glauben an die eigenen Reformvorhaben und zu wenig innere Festigkeit vermittelten. Menschen, die weder von sich selbst noch von dem eigenen Tun überzeugt sind, können auch nicht andere überzeugen.

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Francis J. Flynn stellt einen Zusammenhang her zwischen einem visionären und charismatischen Chef und dem Geschäftserfolg seines Unternehmens. Ende der neunziger Jahre waren manche Kunden und Investoren den Schalmeienklängen selbst ernannter New Economy-Gurus erlegen. Dies sei aber kein Grund, nur noch auf blasse und biedere Beamtentypen in den Führungsetagen zu setzen, wie Flynn betont: „Investoren, Aktionäre und Mitarbeiter schätzen Unternehmen, an deren Spitze charismatische Führer stehen, die Vertrauen, Dominanz und Zielgerichtetheit ausstrahlen und Visionen für die Zukunft der Organisation haben. Vor allem, wenn sie auch in der Lage sind, diese Visionen ihren Anhängern verständlich zu vermitteln und mit Hilfe ihres Enthusiasmus andere dazu zu bringen, diesen Visionen zu folgen.“ Flynn, der an der Business School der Columbia University in New York lehrt, plädiert für einen „charismatischen Führungsstil“. Nach dem Ende des New Economy-Booms hatte man das Kontrastprogramm gefahren und häufig nur noch Controller als CEO eingesetzt, die zwar die Zahlen beherrschten, aber keine Visionen artikulierten.

Wahre Leader in der Wirtschaft beschränken sich nicht darauf, nur ihr Kerngeschäft zu kommunizieren. Flynn bringt das Beispiel eines solchen Alpha-Tiers: „Wenn beispielsweise Steven Jobs, der CEO von Apple, der als Paradebeispiel eines charismatischen Führers in der Wirtschaft gilt, zu den Leuten spricht, redet er von mehr als nur davon, Computer zu verkaufen. Er spricht davon, Ideen in die Welt zu bringen. Seine Aufgabe ist es weniger, das Alltagsgeschäft zu erledigen, als vielmehr Strategien transparent zu machen und zu verdeutlichen, welche Ziele und Visionen er und die Organisation verfolgen. Und das in einer leicht verständlichen Sprache. Mit Enthusiasmus. Und mit Stolz auf die Firma, seine Firma. Die Leute verstehen ihn, akzeptieren ihn als Vorbild und glauben deshalb auch an Apple.“ Man müsse den charismatischen Unternehmensführern jedoch Zeit lassen, um ihre Visionen in die Tat umzusetzen. Wenn bei jeder kleinen Marktschwankung der Aufschrei käme, sie sollten ihre Visionen über Bord werfen, dann hätten es charismatische Persönlichkeiten schwer. Visionen entwerfen und sie in einer einfachen und klaren Sprache kommunizieren, dies sind laut Flynn wichtige Fähigkeiten für Führungspersönlichkeiten, die schon an den Universitäten gelehrt werden sollten.

Selbstverständlich können charismatische Visionäre an der Unternehmensspitze auch scheitern. Dieses Risiko ist immer gegeben. So konnte Edzard Reuter mit seiner Vision des integrierten Technologiekonzerns jahrelang ungehindert Shareholder Value vernichten. Bill Gates in den USA ist das Gegenbeispiel. Charismatische Führung kann eben „Fluch oder Segen“ sein, wie es Markus Hauser von der Wharton School der University of Pennsylvania beschreibt. „Wer nichts wagt, gewinnt auch nichts“, so die Einschätzung von Marc Emde, Partner und Mitglied der Kirch Personalberatung http://www.kirchconsult.de in Köln. „Ein Unternehmensführer muss gerade in wirtschaftlich nicht ganz leichten Zeiten den Mut zu Zukunftsvisionen haben. Das geht aber nicht als Ein-Mann-Unternehmen. Ein Unternehmen ist nur so gut wie die Mannschaft. Daher ist Personalentwicklung auch eine Führungsaufgabe. Manager sollten nicht nur das Bestehende verwalten, sondern das Zukünftige denken. Wer jedoch nur den Charme einer Büroklammer versprüht, wird auch auf sein Team nicht inspirierend wirken.“ Das Durchsetzen von nötigen Veränderungen scheitert aber häufig an den Mitarbeitern, die nicht so wollen wie ihr Chef. Fast 90 Prozent der deutschen Manager halten die mangelnde Unterstützung durch ihre Mitarbeiter für einen Hauptgrund für das Scheitern von Veränderungsprojekten. Hier helfen manchmal externe Berater, die auf die Notwendigkeit von solchen Vorhaben aufmerksam machen.

„Die Diskussion über die Sozialreformen in diesem Land zeigen, dass die Deutschen aufgrund ihrer Mentalität Angst vor Veränderungen haben. Es soll alles so bleiben, wie es war, obwohl wir uns das nicht mehr leisten können. Das ist in Unternehmen oft nicht anders. Nur wenn Mitarbeiter nicht verunsichert werden und die Beratungstätigkeit völlig transparent abläuft, akzeptieren die meisten, dass etwas anders werden muss. Berater, die keinen Wert auf ein offenes Feedback legen, scheitern. Denn dann machen die Leute dicht und blockieren alle Reformvorschläge“, berichtet Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Personalberatungsunternehmens Harvey Nash http://www.harveynash.de. Eine charismatische Führung, klare Ziele und eine einfache Sprache, von der sich die Mitarbeiter angesprochen fühlen: Dies sind gute Voraussetzungen für den Erfolg eines Unternehmens. Chefs, die den besagten Halmen im Wind gleichen, werden über kurz oder lang von den ökonomischen Stürmen hinweggefegt werden.



Web: http://www.ne-na.de


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