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Printmedien und das Internet - wie Zeitschriften von Online-Diensten profitieren können

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Starnberg, 31. Januar 2011 - Wenn in diesen Tagen über den Wert von Facebook und einen möglichen Börsengang von Facebook geschrieben wird, so dürfte das bei so manchen Verlagsmanagern gemischte Gefühle auslösen. Einerseits liefert das Thema spannenden Sto


Wenn in diesen Tagen über den Wert von Facebook und einen möglichen Börsengang von Facebook geschrieben wird, so dürfte das bei so manchen Verlagsmanagern gemischte Gefühle auslösen. Einerseits liefert das Thema spannenden Stoff für das eigene Blatt. Andererseits wird wieder einmal die zunehmende Bedeutung von Online-Medien deutlich, die im Wettbewerb zu den klassischen Medien stehen ? dem Zeitschriften Abo beispielsweise.\r\n

Facebook, Wikileaks & Co. liefern durchaus Themen, mit denen die klassischen Printmedien bei ihren Lesern punkten können - und es auch tun, wie "DER SPIEGEL" beweist. Die Ausgabe 48/2010 des SPIEGEL mit den Wikileaks Enthüllungen über geheime Berichte des US-Außenministeriums verkaufte sich so gut wie keine andere Heftnummer in den vergangenen 5 Jahren, wenn man von den Ausgaben mit beigelegter DVD einmal absieht. Die Wikileaks Ausgabe des SPIEGEL war zeitweise ausverkauft und wurde kurzfristig sogar nachgedruckt. Enthüllungsgeschichten waren zwar naturgemäß schon immer wichtig für die Auflage von Zeitschriften. Doch heutzutage ist investigativer Journalismus und die Wahl der "richtigen" Themen für Nachrichtenmagazine wichtiger als je zuvor, denn die Konkurrenz durch Apps und Blogs steigt zunehmend.

Print- und Online-Medien - auch parallel kann beides gut funktionieren

Der Erfolg von Internetseiten wie "Spiegel Online" zeigt eindrucksvoll, wie es gelingen kann die Medienformen Print und Online unter einem Dach zu verknüpfen ohne sich selbst damit Konkurrenz zu machen. Was aber nicht bedeutet, dass die mächtigen Internetunternehmen von Kritik verschont bleiben. So knöpfte sich der SPIEGEL vor einem Jahr Google vor und schrieb über den "Konzern, der mehr über Sie weiß als Sie selbst". Dabei weiß doch jeder Zeitungs- und Zeitschriften-Redakteur nur zu gerne, was den Leser von morgen interessiert.


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