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Ausgezeichnete Aktion: „Starke Weggefährten“

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- „Starke Weggefährten“ ist „Ausgewählter Ort 2011“ - „Geschenkte Zeit“ für ehrenamtliche Sterbebegleiter - Erste Weiterbildung für „Starke Weggefährten“ im Heinrich Pesch Haus

Die Aktion „Starke Weggefährten“ der Dietmar Hopp Stiftung hat sich im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ durchgesetzt und ist „Ausgewählter Ort 2011“: Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs werden jedes Jahr 365 Projekte gekürt, die „Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken“, so die Initiative, widerspiegeln. Der Wettbewerb wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten unter anderen durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und steht unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff. Eine 20-köpfige unabhängige Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte aus rund 2.600 Bewerbungen 365 herausragende Projekte – und die Aktion „Starke Weggefährten“ zählt dazu. Die Juryentscheidung wurde am 31. Januar 2011 in Berlin bekannt gegeben. Am 13. Dezember 2011 findet die offizielle Preisverleihung an die Dietmar Hopp Stiftung statt.

Indessen fand im Heinrich Pesch Haus, Katholische Akademie Rhein-Neckar, der erste Weiterbildungskurs mit dem Titel „Für die Seele sorgen“ statt, der im Rahmen der Aktion „Starke Weggefährten“ der Dietmar Hopp Stiftung für ehrenamtliche Sterbebegleiter angeboten wurde. Im Workshop thematisierte Referent Isidor Baumgartner, Professor für Pastoraltheologie und Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Passau, Fragen, die die Seele des Menschen betreffen und die manchmal vielleicht zu kurz kommen. Weil der Körper des Sterbenden im Hospiz schon so viel Pflege und Aufmerksamkeit braucht oder weil es für viele Menschen ungewohnt ist, miteinander darüber zu sprechen. Betrachtet man den Menschen in seiner Ganzheit, so Professor Baumgartner, sind es im wesentlichen die fünf Säulen der christlichen Lebenskunst, die den Menschen im Leben tragen und ihm im Sterben noch genauso wichtig sind: seine Wünsche, seine Arbeit, seine Gesundheit, seine Beziehungen und sein Lebens-Sinn. Fragen nach dem Sinn der Krankheit und dem Umgang damit hören die Sterbebegleiter immer wieder. Dann ist es gut, sich selbst mit diesen Fragen schon auseinandergesetzt und Klarheit darüber zu haben, was auch die eigene Seele braucht, um nicht krank zu werden.

„Der Titel hat uns sofort angesprochen: Für die Seele sorgen“, sagen Sieglinde Müller und Doris Schneider. Sie sind die ersten Ehrenamtlichen, die Weiterbildungsgutscheine der Dietmar Hopp Stiftung eingelöst haben. Beide sind seit mehreren Jahren als Sterbebegleiterinnen in Ludwigshafen tätig. Als Anerkennung für ihr Engagement und das von rund 1.000 weiteren ehrenamtlichen Sterbebegleitern in der Metropolregion Rhein-Neckar hat die Dietmar Hopp Stiftung die Aktion „Starke Weggefährten“ ins Leben gerufen: Ehrenamtliche Sterbebegleiter werden mit der Aktion gefördert und erfahren praktische Hilfe in Form von Weiterbildungsangeboten, für die die Dietmar Hopp Stiftung Gutscheine im Gesamtwert von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Das Heinrich Pesch Haus als ein Partner der Aktion kann auf eine lange Tradition in der Weiterbildung für das Hospizwesen zurückblicken. Die katholische Akademie bietet Raum, die Arbeit in der Begleitung Sterbender zu reflektieren und dabei immer wieder selbst Stätten der Rast zu finden.

„Wenn es so etwas Tolles wie die Bildungsgutscheine gibt, ist man ja verpflichtet, das Angebot anzunehmen“, freut sich Doris Schneider und kündigt an, dass sie schon viele Ideen hat, welche Kurse des umfangreichen Angebots in drei verschiedenen Bildungsinstituten in der Metropolregion Rhein-Neckar sie künftig noch belegen will. Als sie in Vorruhestand ging, suchte sie eine sinnvolle Beschäftigung, etwas, das sie „ausfüllt“, erzählt sie. Gefunden hat sie das Hospiz Elias in Ludwigshafen, in dem acht Menschen mit unheilbaren Erkrankungen und deren Angehörigen Raum gegeben wird für ein Leben mit ihrer Krankheit und ein würdevolles Abschiednehmen. Doris Schneider hilft bei der Pflege, hat Zeit für die Sterbenden und ihre Angehörigen und sagt: „Ich hätte mir das nie vorstellen können, es macht mich wirklich glücklich, dort zu sein.“ Trotz der vielen positiven Erfahrungen weiß Doris Schneider aber genau, wo sie an Grenzen stößt: „Wenn es um Spiritualität geht oder auch um die Sinnfrage, da weiß ich auch keine Antwort“, sagt sie – und hofft auf das Seminar. Mit Hilfe des Referenten Baumgartner hat sie sich dem Begriff „Seele“ angenähert, über die eigene und die Seele der anderen, über christliche Werte und über Spiritualität gesprochen.

Dabei freute es Doris Schneider wie auch Sieglinde Müller, dass die Gruppe der Seminarteilnehmer bei dieser Weiterbildung nicht allzu groß war: „Wir kamen alle zu Wort, und wir hatten Zeit, unsere Gedanken zu formulieren“, lobt Sieglinde Müller. Sie hat drei Familienangehörige durch Krebs verloren. Diese Sterbebegleitungen haben sie so sehr geprägt, dass sie in ihrem letzten Berufsjahr das Orientierungs- und Aufbauseminar für die Tätigkeit als ehrenamtliche Hospizbegleiterin besuchte. Jetzt engagiert sie sich beim ökumenischen Hospiz- und Palliativberatungsdienst in Ludwigshafen. „Ich glaube, ich kann mit Menschen gut umgehen, kann gut zuhören“, nennt sie einen Aspekt ihres Ehrenamts. Gerade die Fähigkeit zuzuhören sei unabdingbar: „Manche Sterbende wollen unbedingt noch etwas loswerden, haben keine Ruhe, dann halte ich einfach ihre Hand und lasse sie sprechen.“ Sieglinde Müller bringt ihre Tätigkeit auf einen Nenner: „Ich schenke Zeit, egal wo und wie viel.“ Bei einem sterbenden Menschen – das hat sie schon häufig erlebt – „spürt man die Seele“. Genauer kann sie es nicht ausdrücken und umso mehr freut sie sich, dass dieser Aspekt in einer Weiterbildung angesprochen wird und sie sich darüber mit anderen Ehrenamtlichen austauschen kann. Für sie ist eine solche Veranstaltung ebenfalls „geschenkte Zeit“, die sie gerne in Anspruch nimmt. „Für die Seele sorgen“ – für welche Seele, für meine oder für die des Sterbenden? Die Frage, die sich alle Teilnehmenden am Anfang des Tages gestellt hatten, war am Ende des Workshops auf jeden Fall beantwortet: eindeutig für beide Seelen.

Über die Dietmar Hopp Stiftung

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, insgesamt rund 250 Millionen Euro ausgeschüttet (Stand: Juli 2010). Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V. Mehr Informationen im Internet unter www.dietmar-hopp-stiftung.de.

Über die Aktion „Starke Weggefährten“ der Dietmar Hopp Stiftung

Mit „Starke Weggefährten“ hat die Dietmar Hopp Stiftung eine Aktion ins Leben gerufen, die ehrenamtliche Hospizarbeit in der Metropolregion Rhein-Neckar würdigt und fördert. Mehr als 1.000 Menschen sind in der Region als ehrenamtliche Sterbebegleiter in rund 40 Hospizvereinen engagiert und stehen Schwerstkranken und Sterbenden zur Seite. Für die Weiterbildung der Ehrenamtlichen stellt die Dietmar Hopp Stiftung Gutscheine im Gesamtwert von 500.000 Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit der Akademie für Gesundheitsberufe in Heidelberg, dem Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen und dem Odenwald-Institut in Wald-Michelbach wurde ein Weiterbildungsprogramm für „Starke Weggefährten“ konzipiert. Das Kursangebot findet in den Jahren 2011 bis 2013 statt und bildet die große Vielfalt an Weiterbildungsmöglichkeiten im Hospizbereich ab. Mehr Informationen zur Aktion und zum Weiterbildungsangebot unter www.starke-weggefaehrten.de.

Über das Heinrich Pesch Haus Ludwigshafen

Das Heinrich Pesch Haus (HPH), Katholische Akademie Rhein-Neckar, versteht sich als Forum für angewandte Ethik und gesellschaftliche Praxis. Seminare, Workshops, Konferenzen und Vorträge bieten Orientierung, Wissen und Diskurs in gesellschaftspolitischen und religiösen Fragen. Dabei weiß sich das HPH durch seine inhaltliche und personelle Bindung an den Jesuitenorden besonders der ignatianischen Spiritualität verpflichtet. Im Hospizwesen kann das HPH auf eine lange Tradition zurückblicken; es bietet Raum, die eigene Arbeit in der Begleitung Sterbender zu reflektieren und dabei immer wieder selbst Stätten der Rast zu finden. Das vom Jesuitenorden geleitete katholische Zentrum trägt den Namen des Jesuiten und Nationalökonomen Heinrich Pesch (1854-1926). Seinem Einsatz für Verankerung und Ausgestaltung des Solidaritätsprinzips in der Katholischen Soziallehre weiß sich das Heinrich Pesch Haus in seinem Bildungsauftrag verpflichtet. Mehr Informationen zum Heinrich Pesch Haus unter www.hph.kirche.org.

Mehr Informationen zum Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ im Internet unter www.land-der-ideen.de.

Kontakt:

Dietmar Hopp Stiftung | Meike Leupold | Raiffeisenstraße 51 | 68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 8608550 | info@dietmar-hopp-stiftung.de | www.dietmar-hopp-stiftung.de
www.starke-weggefährten.de

Heinrich Pesch Haus | Brigitte Deiters | Frankenthaler Str. 229 | 67059 Ludwigshafen

Telefon: 0621 5999-186 | deiters@dekanat-LU.kirche.org | www.hph.kirche.org


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Stefan Menning, verantwortlich.

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