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Fraunhofer IAO |

E-Government zwischen Wirtschaft und Verwaltung

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Elektronische Abläufe können Unternehmen und Behörden helfen, ihren Datenaustausch zu verbessern, sicherer zu gestalten und dabei Kosten einzusparen. In einem gemeinsamen Projekt entwickelt das Fraunhofer IAO mit dem Bundesinnenministerium zukunftsweisende Formen von E-Government.

Eine Flut an komplizierten Formularen, unpassende Öffnungszeiten und häufig mehrfache Wechsel der Ansprechpartner machen Behördengänge für viele Bürger zum Ärgernis. Für Unternehmen ist es noch zeitaufwendiger, nervenaufreibender und vor allem kostspieliger, ihren fast 10 000 gesetzlich festgeschriebenen Informationspflichten gegenüber der Ver-waltung nachzukommen. Bürokratiekosten in Höhe von 47 Milliarden Euro entstehen deutschen Unternehmen jährlich.

Verbesserungen für alle Beteiligten verspricht der Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnik. E-Government hilft Wirtschaft und Verwaltung, Behördengänge zu beschleunigen und effizienter zu machen. Das Bundes-ministerium des Inneren hat ein interdisziplinäres Projekt gestartet, um zukunftsweisende Formen der elektronischen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu entwickeln. Das Fraunhofer IAO verfügt über umfangreiche Kompetenzen und Methodenwissen im Bereich E-Government, die in das Projekt einfließen.

Ziel des Projekts ist es, mittels Prozessketten Verwaltungsvorgänge zu verbessern und medienbruchfrei zu gestalten. So möchte das Projektteam aus Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und juristischer Begleitung einen Paradigmenwechsel bei der Erfüllung von Informations- und Meldepflichten gegenüber der öffentlichen Hand herbeiführen.

Um den Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu vereinfachen, sollen Unternehmen zukünftig nur jene Daten übermitteln, die zur Erfüllung der jeweiligen konkreten Berichts- oder Meldepflicht tatsächlich benötigt werden.

Dies bedeutet, dass Behörden auf zentrale Datenbestände verzichten müssen. Die im Projekt entwickelten Methoden und Architekturen werden in bestehende Systeme einbezogen und zur freien Nachnutzung zur Verfügung gestellt.

Das Fraunhofer IAO ist federführend verantwortlich für das Arbeitspaket »Methoden zur Gestaltung und Umsetzung von Prozessketten«. Besonders wichtig sind dabei Prozessbibliotheken und -landkarten sowie der von der Öffentlichkeit nutzbare »Methodenleitfaden Online«. Einzelne Module des Methodenleitfadens richten sich an Entscheider und Experten, die an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung wirken. Sie unterstützen diese in ihren fachlichen, IT-architektonischen, sicherheitstechnischen, wirtschaftlichen und juristischen Analyse- und Gestaltungsaufgaben.

Außerdem bringt das Fraunhofer IAO über das Innovationsnetzwerk »Bank und Zukunft« umfangreiche Prozessexpertise zum Bereich Finanzdienstleistungen sowie Kontakte zu Wirtschaftsverbänden und -unternehmen in das Projekt ein.

Web: http://blog.iao.fraunhofer.de/home/360-prozessketten.html


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Tobias Hug, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 293 Wörter, 2642 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Fraunhofer IAO

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen rund um den arbeitenden Menschen. Insbesondere unterstützt das Institut Unternehmen dabei, die Potenziale innovativer Organisationsformen sowie zukunftsweisender Informations- und Kommunikationstechnologien zu erkennen, individuell auf ihre Belange anzupassen und konsequent einzusetzen. Die Bündelung von Management- und Technologiekompetenz gewährleistet, dass wirtschaftlicher Erfolg, Mitarbeiterinteressen und gesellschaftliche Auswirkungen immer gleichwertig berücksichtigt werden.

Durch die enge Kooperation mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart verbindet das Fraunhofer IAO universitäre Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Wissenschaft und wirtschaftliche Praxis.


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