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Klimawandel birgt Billionen-Euro-Risiko für institutionelle Anleger

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Künftig können 10% des Anlagerisikos langfristig investierter Vermögen auf den Klimawandel zurückzuführen sein Steigende Kosten für Umwelt- und Klimaschutz sowie Maßnahmen der Klimapolitik stellen neue Risiken für Vermögen zur Altersvorsorge dar Der In


Künftig können 10% des Anlagerisikos langfristig investierter Vermögen auf den Klimawandel zurückzuführen sein Steigende Kosten für Umwelt- und Klimaschutz sowie Maßnahmen der Klimapolitik stellen neue Risiken für Vermögen zur Altersvorsorge dar Der Investitionsbedarf für CO2-arme ...

(ddp direct) Fortdauernde Verzögerungen bei der Umsetzung politischer Maßnahmen gegen den Klimawandel und die mangelnde internationale Koordination können institutionelle Anleger in den kommenden 20 Jahren Billionen von Euro kosten. Dies ergab eine Studie, die das internationale Beratungsunternehmen Mercer gemeinsam mit einer Reihe führender globaler Investoren in Auftrag gegeben hat.

Die Studie Climate Change Scenarios Implications for Strategic Asset Allocation analysiert die möglichen finanziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die Portfolios institutioneller Anleger anhand vier verschiedener Klimaszenarien bis zum Jahr 2030 und benennt eine Reihe pragmatischer Maßnahmen für institutionelle Anleger, die in der strategischen Asset Allokation berücksichtigt werden sollten.

Die Studie stellt einen Ansatz vor, mit dem institutionelle Anleger ihr Verständnis der klimabedingten Risiken und Chancen von Anlageklassen und Regionen verbessern können. Das dafür entwickelte Modell TIP Framework bildet Schätzungen von Investments in CO2-arme Technologien (Technologies), von Auswirkungen (Impact) auf die Umwelt und von Kosten der CO2-Nutzung ab, die sich aus den weltweiten politischen Maßnahmen (Policy) im Rahmen der vier Szenarien ergeben.

Die wichtigsten Studienergebnisse im Überblick

Bis zum Jahr 2030

kann der Investitionsbedarf für den Umstieg auf CO2-arme Technologien 4 Billionen Euro erreichen. Neue Technologien werden Anlagemöglichkeiten bieten, die im Zusammenhang mit Effizienzsteigerungen, erneuerbaren Energien, Biotreibstoffen, Abscheidung und Speicherung von CO2 sowie Nuklearbrennstoffresten stehen. Der Prozess des Umstiegs auf kohlenstoffarme Technologien wird den Wert einiger Investitionen mindern, denen keine Anpassung gelingt.

können sich die Kosten der Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bis auf 3,2 Billionen Euro addieren. Einige Investitionen können direkt durch das steigende Risiko klimabedingter Ereignisse betroffen sein, z. B. Infrastruktur und Immobilien in Küstenbereichen (Flut- und Sturmschäden), Wasserverfügbarkeit (Dürre-/Flutrisiko), mit Folgewirkungen auf Landwirtschaft und Gesundheit. Die Kosten der Auswirkungen auf die Umwelt steigen, je größer die Verzögerungen und je schlechter die Koordination der politischen Reaktionen sind.

können Änderungen in der Klimapolitik die Kosten der CO2-Emissionen um 6,4 Billio-nen Euro erhöhen. Die CO2-Kosten können bis zum Jahr 2030 bis auf 176 Euro pro Tonne C02 ansteigen, wobei die Kosten um so mehr steigen, je später politische Maßnahmen getroffen werden und je schlechter vorhersehbar und koordiniert sie sind. Gemäß der Berechnungen von Mercer liegt der Beitrag der Klimapolitik zum langfristigen Risiko eines repräsentativ strukturierten Vorsorgevermögens derzeit bei 10%, wobei das Risiko in Szenarien mit verzögerter klimapolitischer Reaktion noch höher ist.

Die Studie macht deutlich, dass der Klimawandel die Unsicherheit für langfristig agierende institutionelle Anleger erhöhen wird. Betroffen sind also insbesondere Vermögen zur Altersvorsorge. Daher ist ein proaktiver Ansatz erforderlich. Die politischen Maßnahmen der einzelnen Länder werden neue Anlagemöglichkeiten, aber auch Risiken mit sich bringen, die kontinuierlich überwacht werden müssen. Die verstärkte Allokation in klimasensitive Anlageformen wird dazu beitragen, Risiken zu mindern und neue Chancen zu nutzen, erläutert Carl-Heinrich Kehr, Principal im Bereich Investment Consulting bei Mercer in Deutschland. Klimasensitive Vermögenswerte sind u. a. Infrastruktur, Private Equity, Immobilien, Waldland, Agrarland, erneuerbare Energien sowie nachhaltige Anlagen.

Der Umstieg, den der Klimawandel erfordert, werden die Regionen anführen, die frühzeitig nach alternativen Energiequellen suchen, die Energieeffizienz steigern, den CO2-Ausstoß senken und in neue Technologien investieren. Indikatoren für derzeitige und zukünftige Investitionsströme und politische Maßnahmen lassen vermuten, dass die Vorreiter die EU und China/Ostasien sein werden. Hier ist jedoch zu beachten, dass die in dieser Studie untersuchten Regionen auf diejenigen begrenzt waren, aus denen vergleichbare Daten für alle TIP-Faktoren vorlagen, also in erster Linie die USA, EU, China/Ostasien, Indien/Südasien, Japan und Russland, erläutert Carl-Heinrich Kehr.

Der Klimawandel bringt grundlegende Veränderungen für Strukturen, Risiken und Erträge von Kapitalanlagen mit sich. Mercer gibt in dieser Studie zusammen mit einigen verantwortungsbewussten Investoren wichtige Anstöße zur strategischen Diskussion über den Klimawandel. Für institutionelle Anleger wird es nun darauf ankommen, ihre Vermögensstruktur zu überprüfen, die Risiken aus dem Klimawandel abzuschätzen und passende Anlagestrategien zu entwickeln, so das Fazit von Carl-Heinrich Kehr.

Wichtige Fragen und Antworten

1. Wer war an der Studie beteiligt?

An der Studie waren 14 der weltweit größten institutionellen Anleger beteiligt, die Vermögenswerte in Höhe von etwa 1,6 Billionen Euro verwalten: AP1 (Schweden), APG (Niederlande), AustralianSuper (Australien), British Columbia Investment Management Corporation (Kanada), British Telecom Pension Scheme (UK), CalPERS (USA), CalSTRS (USA), Environment Agency Pension Scheme (UK), Government of Singapore Investment Corporation (Singapur), Maryland State Retirement and Pension System (USA), Norwegian Government Pension Fund (Norwegen), Ontario Municipal Employees Retirement System (Kanada), PGGM (Niederlande) und VicSuper Pty Ltd (Australien).

Unterstützt wurde die Studie von der International Finance Corporation, einem Mitglied der World Bank Group, und Carbon Trust.

Grantham LSE/Vivid Economics waren mit der Leitung eines Teils der Research-Arbeiten zu den wirtschaftlichen Folgen der Szenarien zum Klimawandel beauftragt und eine aus Industriepraktikern und Wissenschaftlern bestehende Research-Gruppe stand im Zusammenhang mit der Entwicklung des Modells beratend zur Seite.

2. Was hat es mit dem Modell TIP Framework auf sich?

TIP ist ein von Mercer als Teil des Projekts entwickeltes Modell, mit dem institutionelle Anleger die systemischen Risiken und Anlagechancen des Klimawandels auf der Grundlage kohlenstoff-armer Technologie (T), der Umwelt-Auswirkungen (I) und der Klimapolitik (P) identifizieren und steuern können. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug, mit dem die Sensitivitäten von Anlageklassen und geografischen Regionen auf diese Auswirkungen sowie die verbleibenden Unsi-cherheiten besser abgeschätzt werden können.

Das TIP Framework berücksichtigt die sechs wichtigsten Anlageklassen Aktien, Obligationen, Rohstoffe, Immobilien, Private Equity und Infrastruktur. Das Modell kann auf weitere Anlageklassen ausgeweitet werden.

3. Welche Szenarien wurden in der Studie untersucht?

Für die Studie wurden vier verschiedene Szenarien für den Klimawandel entwickelt, auf deren Grundlage die möglichen finanziellen Auswirkungen auf die Anlageklassen beurteilt wurden. (Eine Übersicht dazu lassen wir Ihnen bei Interesse gerne zukommen.)

Wie einige Projektteilnehmer die Studie und ihre Ergebnisse kommentieren:

Bruce Duguid, Head of Investor Engagement, The Carbon Trust:
Die Quantifizierung des Risikos aus dem Klimawandel macht diesen Bericht einzigartig und bahnbrechend. Er zeigt deutlich, dass Erträge aus der langfristigen Vorsorge geringer ausfallen, wenn diesem Risiko nicht intelligent begegnet wird, zum Beispiel durch erhöhte Investments in klimasensitive Vermögenswerte. Die Ergebnisse entziehen der Einschätzung den Boden, es gäbe einen Konflikt zwischen umweltorientierter Kapitalanlage und den langfristigen finanziellen Interessen der Leistungsempfänger. Dies wird tiefgreifende Auswirkungen auf die Wahrnehmung treuhänderischer Pflichten haben und bringt die Anforderung auf, die Analyse der Wirkungen des Klimawandels auf das Management von Vorsorgevermögen zu intensivieren.

Rachel Kyte, Vice President, IFC :
Die Studie zeigt praktische Schritte auf, die bereits heute angegangen werden können, um die Risiken des Klimawandels zu erfassen und die Infrastruktur einer weniger klimaschädlichen Zukunft zu finanzieren, die so sehr benötigt wird.

Howard Pearce, Head of Environmental Finance and Pension Fund Management, Environment Agency:
Für uns als langfristig ausgerichteter Verwalter von Vorsorgevermögen spielt der Klimawandel eine wichtige Rolle, weil wir bis weit in das 21. Jahrhundert hinein Renten an unsere Mitglieder zahlen werden. Wir denken, dass alle Pensionsfonds zukünftig eine auf den Klimawandel ausgerichtete Anlagepolitik betreiben müssen, um ihren treuhänderischen Pflichten gerecht zu werden. Zudem wollen wir, dass unsere Leistungsempfänger ihren Ruhestand in einer Umwelt erleben können, die nicht beeinträchtigt ist von Folgen des Klimawandels, die ihre Lebenserwartung reduzieren könnten.

Weitere Informationen sowie den Studienreport finden Sie hier: www.mercer.com/climatechange

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Corinna Rygalski, verantwortlich.

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