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Ausbildungspakt hält seine Versprechungen nicht

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Mittelstand muss die Suppe auslöffeln, die ihm die Bildungspolitik eingebrockt hat


Bonn/Erfurt - 30.000 Jugendliche in Deutschland warten noch auf eine Lehrstelle. Trotz gegenteiliger Beteuerungen von Politik und Wirtschaft: Auch in diesem Jahr wird es nicht gelingen, die Lehrstellen-Lücke völlig zu schließen. Experten bezweifeln, ob der so genannte Ausbildungspakt noch das Papier wert ist, auf dem er geschrieben wurde. Als Trostpflaster bieten einige Betriebe nun Praktikumsplätze an. Dies mag auf den ersten Blick nur als zweitbeste Lösung erscheinen. Doch viele Fachleute sind sich einig: Die Anzahl der Jugendlichen, die wegen großer Schwächen beim Schreiben, Rechnen, Sozialverhalten und bei der Allgemeinbildung sowieso für keine Lehre in Frage kommen, ist beträchtlich. Der Lehrstellenmangel und die Schwierigkeit vieler junger Menschen, eine Ausbildung zu bekommen, ist demnach kein Fehler der Wirtschaft, sondern eine Folge der Sünden deutscher Bildungspolitik. Die Kultusministerkonferenz rechnet es sich ja schon als Erfolg an, seit Pisa intensiv über Bildung diskutiert zu haben.

Wirtschaftsvertreter wie beispielsweise Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, weisen auf eklatante Defizite deutscher Schulabgänger hin. Die Thüringer Allgemeine http://www.thueringer-allgemeine.de schreibt jetzt, dass Ohoven schon lange vor Pisa auf die hiesige Bildungsmisere hingewiesen habe. Gerade mittelständische Betriebe –so der Chef des Mittelstandverbandes – müssten die Suppe auslöffeln, die ihnen das Bildungssystem einbrockt. Es gebe eklatante Defizite bei der Leistungsbereitschaft, Disziplin und Qualifikation vieler Jugendlicher: „Viele Ausbilder müssen den Auszubildenden im ersten Lehrjahr Nachhilfe in Deutsch und Mathematik geben, weil sie in der Berufsschule nicht mitkommen. Die Vorbereitung auf die berufliche Praxis kommt dann zu kurz. Die Schule bereitet die Schüler unzureichend auf die Lehre vor.“ Zudem seien nicht nur die deutschen Hochschulabsolventen, sondern auch die Lehrlinge in Deutschland viel zu alt, so Ohoven im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen.

Der Mittelstandsvertreter würzt seinen Bericht mit einem Beispiel aus der eigenen Praxis. Neulich habe er Lehrlinge gefragt, wie viel neun mal fünfzehn sei. Die Befragten hätten nach einem Computer verlangt, um die Rechnung zu erledigen. Ohoven kommentiert: „Das ist ein Mosaiksteinchen vom Niedergang des deutschen Mittelstandes.“ Außerdem könne die Ausbildungsmisere nicht losgelöst von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten einiger Unternehmen betrachtet werden. 2003 seien 40.000 Betriebe Pleite gegangen. Damit seien logischerweise zehntausende von Lehrstellen weggefallen. Ohoven reklamiert Änderungsbedarf: „Es müssen Rahmenbedingungen für Unternehmer geschaffen werden, damit sie sich Lehrlinge leisten können, die außerdem zu hoch bezahlt werden.“



Web: http://bvmwonline.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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