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Professor Gerard Radnitzky erhält den Arthur-Koestler-Preis

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Auszeichnung für den Criticón-Essay „Freitod und letzte Hilfe als philosophisches Problem“ (Winterausgabe 2003/2004)


Bonn/Augsburg – Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) zeichnet den Trierer Wissenschaftstheoretiker Gerard Radnitzky mit dem Arthur-Koestler-Preis 2004 aus. Die DGHS-Jury prämiert damit seinen herausragenden Essay „Freitod und letzte Hilfe als philosophisches Problem“, erschienen in der Winterausgabe 2003/2004 der Zeitschrift „Criticón“: „Das Recht auf Leben impliziert das Recht auf Sterben. Aus dem Recht auf Leben als dem Recht des Individuums, nicht gegen seinen Willen des Lebens beraubt zu werden, folgt logisch das Recht des Individuums, sein Leben zu beenden, wenn und wann es dies als Inhaber der Freiheit will“, schreibt Radnitzky in seinem Criticón-Beitrag.

„Wer aus Angst vor der Hölle einen Suizid nicht wagt, weil er meint, er sei Eigentum Gottes, der muss eben die Künste der Palliativmedizin bis zum bitteren Ende selber ertragen. Also gehört mein Körper etwa dem Staat? Oder der Gesellschaft? Im Sozialismus gehört das Individuum der Gesellschaft. Das Recht aus sich selbst gibt es nicht, ebenso wenig die Privatsphäre. Wenn das Individuum noch Leistungsträger ist, würde sein Ableben für die Gesellschaft nachteilig sein; wenn es nur mehr Konsument ist, ist sein Verschwinden dagegen wünschenswert. Besonders deutlich war das im russischen Sozialismus. Aber auch in der Nazi-Ideologie gehörte das Individuum der ‚Volksgemeinschaft’“, führt Radnitzky aus.

Auf die Frage, wem gehört mein Körper?, könnten Rechtsgelehrte wegen der verfassungsmäßigen weltanschaulichen Neutralität des Staates, um dessen Rechtssystem es geht, nicht antworten: „Gott“. Wie der Schriftsteller Arthur Koestler, der sich am 1. März 1983 zusammen mit seiner Ehefrau Cynthia das Leben nahm, plädiert Radnitzky für ein selbstbestimmtes Leben und für das Menschenrecht auf humanes Sterben.

Die Preisverleihung findet am 13. November 2003 in Augsburg statt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.



Zur Person em. o. Prof. Dr. Gerard Radnitzky:
Geboren am 2. Juli 1921, Radnitzky war ordentlicher Professor für Wissenschaftstheorie an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität Trier. Radnitzky ist Mitglied der Mont Pèlerin Society. Zu seinen intellektuellen Weggefährten zählten u.a. der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek und der Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Sir Karl R. Popper.

Den kompletten Criticón-Essay von Gerard Radnitzky schicken wir interessierten Redaktionen gerne zu: Telefon: 0228 – 620 44 74; E-Mail: redaktion@criticon.de



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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