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Wenn Software und Marketing verschmelzen – IT-Werkzeuge zur Bewältigung des kreativen Chaos

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Düsseldorf - Beim Morgenkaffee schaut der Marketingleiter auf sein Dashboard: Er sieht, dass einige Kampagnen noch in der Abstimmung sind, die Website am Vortag gut frequentiert wurde und die Budgets noch nicht überschritten sind. In der März-Ausgabe des Fachmagazins absatzwirtschaft http://www.absatzwirtschaft-shop.de/ wird beschrieben, welche IT-Werkzeuge von Marketingentscheidern für die Tagesarbeit sinnvoll eingesetzt werden können.

Informationstechnologie dürfe kein Spezialthema der Bit-und-Byte-Freaks mehr sein. Die Ausrede von der Notwendigkeit des kreativen Chaos sei von vorgestern: „Durch den verstärkten Einsatz von Informationstechnologien arbeiten Unternehmen immer mehr in virtuellen Strukturen, da kann sich kein Marketingmanager mehr IT-Aversionen leisten", sagt Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski gegenüber der absatzwirtschaft. Das könne man beispielsweise im Umgang mit Onlinekunden erkennen. „Hier entstehen völlig neue Verkaufs- und Servicebeziehungen. Man benötigt ganz andere Instrumente für die Interaktion", so Nadolski.

Die Meinung von Beate Keller von der Kreativagentur Sapient-Nitro dazu ist provokant: „Software unterstützt den Marketingleiter nicht nur bei einzelnen Aufgaben, Software und Marketing verschmelzen zunehmend." Der Marketingmanager werde sich zu einem „Customer Experience Manager" wandeln und Disziplinen wie Marketing, Vertrieb, Kundenservice und IT vereinen. Seine wesentliche Funktion werde es sein, die Beziehung zwischen Marke und Verbraucher zu steuern - an jedem einzelnen Kontaktpunkt. Um diese Aufgabe zu erfüllen, muss er kreative Kräfte mit technischem Know-how in Einklang bringen.

Idealerweise fängt daher der Arbeitstag eines Marketingleiters im Internet an. Denn Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten moderner Marketingsoftware zeigen sich hier besonders. Einen sinnvollen Einsatz von Informationstechnologie sieht Xamine-Geschäftsführer Hans Dahmen beispielsweise bei der Steuerung von Kampagnen: „Wir sammeln für unsere Kunden rund um die Uhr Marktdaten auf den drei größten Suchmaschinen Google, Bing sowie Yahoo und liefern so die wichtigsten Informationen über Markt und Wettbewerb im Suchmaschinenmarketing." Durch die automatisierten Auswertungen bekommt der Marketingleiter Handlungsempfehlungen für die internen oder externen Dienstleister.

„Ein weiterer wichtiger Indikator beim Suchmaschinenmarketing sei die Frage, welche Mitbewerber missbräuchlich auf die Marke bieten", erklärt Dahmen. Der Marketingleiter erhält über das Tool Brand Protect regelmäßig Reports und einen automatischen Alarm bei Unregelmäßigkeiten. Gefährdung und Missbrauch der Marke können so rechtzeitig verhindert werden. Aber auch die grundsätzliche Verwaltung von Keywords sollte der Marketingverantwortliche nicht mehr manuell erledigen: „Bei mehreren tausend Keywords muss eine sinnvolle und automatisierte Aussteuerung der bezahlten Suche erfolgen, um Zeit, Arbeit und Geld zu sparen", betont Stefan Berger, Leiter der Omniture Business Unit bei Adobe.

Tools wie die von Ad Pepper Media helfen bei der Werbeaussteuerung. Mittels Technologien wie dem semantischen Targeting können Werbekampagnen über Themenumfelder und soziodemografische Profile von Nutzern platziert werden. Die Werbung werde somit zum Zeitpunkt des Interesses an Themen oder Produkten eingeblendet. Eine weitere Empfehlung hat Christian Bennefeld, Gründer und Geschäftsführer von etracker: Seiner Meinung nach sollten Entscheider die unmittelbare Messbarkeit von Marketingaktionen im Internet besonders nutzen. Hier liege der große Unterschied zu klassischen Medien. „Überhaupt bietet das Web mittlerweile einen reichen Fundus, den man mit Software erschließen kann. So können Marketingverantwortliche mithilfe von speziellen Schnittstellen Diskussionen auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter in die eigene IT-Lösung einspeisen, beispielsweise mit der Kundenservice-Lösung Service Cloud von Salesforce.com.

Widerstände beim Einsatz von modernen IT-Tools sieht Brandmaker-Chef Mirko Holzer übrigens überraschenderweise nicht bei den Marketingmanagern. Barrieren werden eher von IT-Abteilungen aufgebaut, die die Auffassung vertreten, man könne mit den firmeneigenen Systemen die Anforderungen besser erfüllen. Daher wundert es nicht, dass die Integration der Daten noch keine große Rolle spielt, wie bei einer Befragung Ende vergangenen Jahres der Unternehmensberatung Strateco herauskam. Obwohl bereits einige IT-Lösungen im Marketing eingesetzt werden, führen nur weniger als ein Viertel der Unternehmen die Informationen aus den Teilsystemen auch konsequent zusammen.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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