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Sächsische Staatsregierung setzt die falschen Prioritäten

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BVMW-Präsident Ohoven: Mittelstandsförderung muss deutlich ausgebaut werden


Bonn/Leipzig - Bei der Vorstellung des „Jahresberichtes zum Stand der deutschen Einheit“ Ende September zeichnete der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe (SPD) ein Bild der neuen Länder, das so gar nicht zur derzeitigen Debatte passen wollte. Während viele Kommentatoren die Lage in der ehemaligen DDR als desolat darstellten, forderte Stolpe ein Ende der „Neiddiskussion“. Die veröffentlichte Meinung über die Situation in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern entspreche nicht der tatsächlichen Lage. Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de sieht dies anders und wendet sich gegen „Schönfärberei“. Schon im Anschluss an Stolpes Bericht warf Ohoven dem Minister vor, von einem „Aufholprozess“ könne keine Rede sein. Das Wachstumstempo habe sich 2004 wieder verlangsamt, die Produktivitätslücke zum Westen betrage noch immer 30 Prozent. Ohovens Kritik richtet sich aber nicht einseitig an die Adresse der SPD. Gegenüber der Leipziger Volkszeitung http://lvz-online.de nimmt er die sächsische Staatsregierung des erfolgreichsten ostdeutschen Ministerpräsidenten, Georg Milbradt, ins Visier.

Die „Leuchtturmpolitik“ der Staatsregierung, die Unternehmen wie Porsche, BMW oder den amerikanischen Chip-Hersteller AMD öffentlich immer in den Vordergrund rücke, sei nicht gut für den Mittelstand. Das Problem sieht Ohoven in der Größe dieser Unternehmen: „Erlöschen deren Lichter, wird es ganz schnell zappenduster – wie Sie etwa in Brandenburg sehen können. Die gescheiterte Chip-Fabrik in Frankfurt an der Oder, der Cargo-Lifter, der Lausitzring – alles Leuchttürme, die die Lage aufhellen sollten.“ Neben statusträchtigen Großansiedlungen benötige man gesunde kleine und mittelständische Firmen, die die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung seien. Dass es in den neuen Ländern aufgrund des sozialistischen Regimes keinen traditionellen Mittelstand gab oder gibt, lässt der Mittelstandspräsident nicht als Nachteil gelten: „Ich sehe das eher als Vorteil. Wer seine Firma nicht von den Eltern ins Bett gelegt bekommt, muss sich genau überlegen, mit welchem Produkt, welcher Dienstleistung er am Markt eine Chance hat. Dabei sind Kundenorientierung und Flexibilität gefragt – also die klassischen Tugenden des Mittelstands. Vor allem in Ostdeutschland, wo fast alle von Null angefangen haben, der Wettbewerb knallhart ist – und die Firmen oft noch große Kredite zurückzahlen müssen.“

Der Mangel an Ausbildungsplätzen ist ein gesamtdeutsches Phänomen mit einer besonderen ostdeutschen Note. Entgegen vieler wohlklingender Beteuerungen, für jeden Jugendlichen werde schon irgendwie eine Lehrstelle bereitgestellt, sagt Ohoven, in Ostdeutschland sei das „Ende der Fahnenstange bald erreicht“. Wenn ein Betrieb ohnehin Mühe habe, sich über Wasser zu halten, belaste er sich nicht noch mit einem Azubi. Der Grund dafür sei, dass die Löhne im Osten der Produktivität noch weit voraus sind. Ganz Deutschland, aber insbesondere der Osten lebe über seine Verhältnisse. Doch müsse auch der Osten Deutschlands nicht schwarz sehen. So halte die Ost-Erweiterung der EU Chancen gerade für die jungen Bundesländer bereit, wenn sie nicht vorzugsweise über die Löhne, sondern über Qualität und Innovation mit den Firmen in Polen und anderswo konkurrierten. Dies gelte insbesondere für die Konsumgüterindustrie und den IT-Sektor.


Web: http://www.bvmwonline.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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