info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. |

bvse: Kunststoffrecycling stärken

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 5)


Energetische Nutzung von wertvollen Kunststoffen ist ökologischer wie ökonomischer Fehler


„Die Entwicklung geht in eine falsche Richtung“, erklärte bvse-Vizepräsident Dr.-Ing. Herbert Snell und machte deutlich, dass die Ankündigung der DSD AG, Kunststoffe zukünftig verstärkt energetisch nutzen zu wollen, an den Realitäten vorbeigehe.

Schon jetzt stünden dem Recycling aufgrund der Regelung bezüglich der zu erfassenden Mengen an Kunststoffabfällen deutlich weniger Material aus Sammlungen des Dualen Systems zur Verfügung. Snell: „Wenn hiervon auch noch Kunststoffe der energetischen Verwertung zugeführt werden, ist zu befürchten, dass den Kunststoffrecyclingbetrieben bald der Rohstoff zu einem wirtschaftlichen Arbeiten fehlt.“

Anlässlich der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung der bvse-Fachvereinigung Kunststoffrecycling in Leipzig wurde darauf verwiesen, dass ökobilanzielle Untersuchungen festgestellt hätten, dass das Kunststoffrecycling einen nicht unerheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen leiste. „Deshalb ist es einfach falsch, nur auf kurzfristige Effekte zu schielen“, sagte Snell.

Kritisiert wurde auch die Diskussion über die Aufgabe der getrennten Erfassung von Kunststoffabfällen. In einem Vortrag machte Helmut Gemsa von der Firma Eing deutlich, dass gerade die Aufbereitung von Kunststoffen aus gemischten Abfallsammlungen (Restmüll und Kunststoffe) zu Produkten führte, die gekennzeichnet seien durch starke Verunreinigungen und schlechte Produkteigenschaften.

Gemsa: „Diese Produkte können weder in einer werkstofflichen Verarbeitung eingesetzt werden, noch eignen sie sich aufgrund eines beispielsweise zu hohen Chlorgehaltes zum Einsatz als Ersatzbrennstoffe in Mitverbrennungsanlagen.

bvse-Vizepräsident Dr.-Ing. Herbert Snell: „Wer eine hochwertige stoffliche Verwertung will, wer ergänzend auch eine thermische Verwertung befürwortet, der kann der Aufgabe der Getrenntsammlung nicht das Wort reden. Wer allerdings die Getrenntsammlung aufgibt, der soll auch klar sagen, dass er die Verwertung von Abfällen ablehnt und auf die Verbrennung setzt! Das wäre allerdings eine Öko-Sackgasse und ein ökonomischer Schildbürgerstreich auf dem Rücken der Gebührenzahler.“

Web: http://www.bvse.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jörg Lacher, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 232 Wörter, 1956 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. lesen:

Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. | 21.07.2004

Erfolgreiche Recyclingstrukturen stärken

Die Erfolgsstory des Elektro- und Elektronikgeräterecyclings in Deutschland, so die Auffassung des bvse, dürfe durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen nicht in Frage gestellt, sondern müsse gestärkt werden. Schon jetzt übererfülle Deutschland ...
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. | 27.05.2004

Nationale Umsetzung ist sinnvoll: bvse für Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis

„Wir gehen davon aus, dass mit der Verabschiedung der vorliegenden Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis die praktische Handhabung in ganz Deutschland transparenter und einheitlicher wird,“ erklä...