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Die Wissenschaft kommt ohne die Wirtschaft nicht aus

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Bildungspolitik muss wettbewerbliche Ordnungspolitik werden


Bonn/Rostock – Der wirtschaftliche Sinkflug Deutschlands ist eine Folge der schlechten Bildungspolitik und Bildungsangebote in diesem Land. Zu diesem Fazit kommt der Rostocker Politikwissenschaftler Hans-Jörg Hennecke, der mit Veröffentlichungen über Friedrich August von Hayek und einer Bilanz der "Ära Schröder" hervorgetreten ist. Der Faktor Bildung sei entscheidend für die Innovations- und Wachstumskraft der deutschen Wirtschaft, so Hennecke in einem Aufsatz über "Bildungspolitik als wettbewerbliche Ordnungspolitik", den er für das "Weißbuch Bildung" von Daniel Dettling geschrieben hat. Bildungspolitik komme jedoch auch ein großer Stellenwert als "präventive Sozialpolitik" zu. Hennecke kritisiert bestimmte Auswüchse des Föderalismus. Das "trägste und innovationsscheueste Land" bestimme das Tempo, und die "schludrigste Bildungspolitik stellt den gemeinsamen Nenner für die Definition von Bildungsstandards dar".

Die deutsche Bildungspolitik leide an einem "defekten Föderalismus" und einer "ordnungspolitischen Störung prinzipieller Art". Als Lösung bietet der junge Rostocker Forscher eine Art "pädagogisches Unternehmertum" und einen funktionstüchtigen Markt auch in der Bildung an. Außerdem herrsche eine Schieflage: Während der Staat durch die Vergabe von Drittmitteln inhaltlich auf das einwirke, was in Lehre und Forschung auch an sensiblen politischen oder ethischen Fragen bearbeitet werde, lege man bei privaten Investitionen strengere Kriterien an. Private Drittmittel gerieten dagegen schnell in den Geruch, die Wissenschaftsfreiheit zu gefährden. "Wir müssen endlich aufhören, zwischen Wissenschaft und Wirtschaft einen so starken Trennstrich zu ziehen. Es kann nicht sein, dass unternehmerisches Engagement in der Fragen von Bildung und Erziehung immer gleich unter einen Generalverdacht gestellt werden", mahnt auch Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de.

Dass Wissenschaft und Wirtschaft oft nicht zueinander finden, liegt wohl auch an der jahrelangen "Dominanz eines egalitären ‚Bildungsjakobinertums‘" (Wilhelm Röpke) in Deutschland. Hennecke zufolge ist bei uns die "Sorge vor Elitenbildung" größer als die Sorge "um Elitenbildung". An Bildungskonten und "Arbeitslebensversicherungen" führe langfristig kein Weg vorbei, wenn Bildung in Zukunft bezahlbar sein solle. Ähnlich äußerte sich Ohoven gegenüber der Thüringischen Landeszeitung http://www.tlz.de: "Macht es Sinn, dass das Studium frei ist und wir andererseits die Eltern für den Kindergartenbesuch ihrer Sprösslinge zur Kasse bitten?" Hennecke nimmt insbesondere die Universitätsausbildung in den Blick. Der Mittelstandspräsident Ohoven warnt hingegen vor Defiziten bei der schulischen Erziehung. Die Betriebe fänden keine geeigneten Lehrlinge, da die potenziellen Kandidaten weder richtig rechnen noch lesen und die Ausbilder nicht noch die Funktion eines Aushilfelehrers übernehmen könnten. Außerdem suchten kleine und mittelständische Betriebe "händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs, vor allem im IT- und Ingenieurbereich". Die eher brotlosen Studiengänge der Geistes- und Sozialwissenschaften erfreuen sich hingegen großer Nachfrage insbesondere bei denen, die Leistungsdefizite aufweisen und "irgendetwas" studieren wollen.



Web: http://www.bvmwonline.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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