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Mittelstand 2005 und Factoring

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Der Mittelstand ist intelligenter als Banken glauben


Factoring wird für den Mittelstand immer stärker an Bedeutung gewinnen, da klassische Bankenfinanzierung teurer werden (Wegfall Gewährtsträgerhaftung bei Sparkassen) und Auflagen Basel II. Anforderungen durch Basel II und der Zwang zu schlanken Bilanzstrukturen verschafft dem Factoring ein enormes Wachstumspotential von über 30% p.a.

Landesbanken & Sparkassen:
Jetzt, wo das Ende naht, haben sie sich damit abgefunden,daß es aus ist mit der schönen Welt im Schutze der Staatshaftung.

"Es ist gut, dass wir endlich gleiche Wettbewerbsbedingungen haben", sagte jüngst Thomas Fischer, Vorstandschef der WestLB und als Präsident des Bundes-verbands öffentlicher Banken (VÖB) oberster Repräsentant der Landesbanken. Vor Jahren, in den Zeiten des Zwists mit der Europäischen Kommission um die staatlichen Garantien für Sparkassen und Landesbanken, wäre das als Hochverrat gegeißelt worden.

Diesmal fiel es fast niemandem auf. Die Garantien fallen ab dem 18. Juli 2005 weg (Anm: Gewährsträgerhaftung), und damit der entscheidende Wettbe-werbsvorteil für Landesbanken: die durch die Gläubiger-Garantie der öffentlichen Eigner billige Refinanzie-rung. Da der Schritt nun wahrlich nicht unerwartet kommt, haben alle acht noch eigenständigen Landes-banken neue Geschäftsmodelle und Sanierungspro-gramme aufgelegt. Fertig mit der Umsetzung ist allerdings noch keine.

Sämtliche Institute sind auf Sparkurs und treiben die engere Verzahnung mit Sparkassen voran, die ihnen einen steten Strom an Einlagen bescheren und sie damit bei den Rating-Agenturen beliebter machen sollen. Denn fest steht: Das alte Geschäftsmodell, sich billig Geld zu leihen und es billiger als die private Konkurrenz weiter zu verleihen, funktioniert bald nicht mehr. Zwar haben die meisten Institute sich im Vorfeld mit Liquidität überversorgt, doch irgendwann droht die Refinanzierung mit normalen Bonitätsbewertungen durch Rating-Agenturen.

Refinanzierungskosten werden ähnlich erwartet !

Aktuell werden mit Ausnahme der SachsenLB ("BBB+") alle Landesbanken von Standard & Poor’s zwischen "A+“ und "A-" eingeschätzt, was als passabel gilt. Über die Mehrkosten im Vergleich zu Zeiten der Staatshaftung herrscht Unsicherheit. Analysten schätzen, dass die Refinanzierungskosten vergleichbar mit ähnlich bewerteten Privatbanken ausfallen werden. Bereits jetzt haben die Landesbank Hessen-Thüringen mit einer Anleihe und die HSH Nordbank mit einer Nachrang-Kapitalemission den Markt für Schuldverschreibungen ohne Staatsgarantie getestet. Experten rechnen damit, dass auch andere Landesbanken im ersten Quartal 2005 mit ungarantierten Anleihen aufwarten werden. Parallel dazu geht es für die meisten Institute darum, ihre neue Strategie aufzusetzen.

Unter dem neuen Vorstandschef Siegfried Jaschinski muss die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit der Landesbank Rheinland-Pfalz und der BW-Bank zwei Übernahmen verkraften, die binnen eines Jahres die LBBW zum viertgrößten Spieler am deutschen Bankenmarkt gemacht haben. Integriert ist in dem neuen Großkonzern noch quasi nichts, die Grundzüge einer Neuausrichtung wurden vorgestellt.

Ein Manko bleibt

In München bei der BayernLB wird seit 2003 an einem Umbauplan gearbeitet, der aus Sparplan und der radikalen Verkleinerung des Auslandsgeschäfts besteht. Das Haus selbst sieht Fortschritte. Dennoch bleibt ein Manko: Die praktisch totale Abhängigkeit vom Zinsüberschuss. Beim drittgrößten Spieler, der WestLB, geht es nach den Katastrophenjahren 2002 und 2003 wieder aufwärts. Weiterhin aber muss die Bank ihr neues, auf kleinteiligeres Geschäft umgedrehtes Geschäftsmodell anschieben. Die NordLB in Hannover muss die in einem Sanierungskonzept angekündigten Einsparungen erreichen, die HSH Nordbank sich erst einmal selbst finden - sie ist aus der Fusion der Lan-desbanken in Kiel und Hamburg hervor gegangen. Die Bankgesellschaft Berlin muss zeigen, dass die Sanierung nach der Beinahepleite von Dauer ist.

In Frankfurt steht die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gleich vor zwei Großprojekten: Sie muss ihr Verbundkonzept mit den Sparkassen der Region umsetzen. Gleichzeitig will sie die marode Frankfurter Sparkasse (Fraspa) kaufen. Sollte ihr das gelingen, besteht großer Sanierungsbedarf - von den normalen Querelen einer Übernahme ganz abgesehen. Größere Zusammenschlüsse werden von den meisten Experten für 2005 vor diesem Hintergrund nicht erwartet - trotz eines gewissen Konsolidierungsdrucks. Mit Ausnahme der SachsenLB befinden sich kleine Banken wie die SaarLB, die LRP und die Bremer Landesbank bereits mehrheitlich im Besitz größerer Häuser. Wichtiger aber noch: Viele der großen Institute haben selbst noch zu viel im eigenen Haus zu erledigen.
31. Dezember 2004
Financial Times Deutschland

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Michael Boomhuis, verantwortlich.

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