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Studie von MarkMonitor: Hotels verlieren im Internet jährlich 1,5 Milliarden Euro an die Konkurrenz

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Untersuchung weist bei fünf internationalen Hotelketten nach, dass potentielle Kunden zu Wettbewerbern umgeleitet werden


München, 31. Mai 2011 – MarkMonitor®, der weltweit führende Anbieter im Bereich Markenschutz für Unternehmen, hat heute eine Sonderausgabe seines Brandjacking Index® veröffentlicht, die sich speziell mit Online-Hotelreservierungen beschäftigt. Der Bericht zeigt, dass Hotels durch die Umleitung von Online-Traffic zu Wettbewerbern sowie durch unnötige Provisionszahlungen weltweit zusätzliche Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr entstehen. Mehr als 580 Millionen Seitenaufrufe potentieller Hotelgäste erreichen nicht die hauseigenen Online-Buchungsseiten, sondern werden durch geschicktes Suchmaschinen-Marketing auf die Seiten von Vertriebspartnern abgelenkt.

Da Online-Buchungen besonders hart umkämpft sind, sehen sich Hotels dem Brandjacking, der missbräuchlichen Verwendung von Marken, in einer Form konfrontiert, die sich von den in früheren Ausgaben des Brandjacking Index beschriebenen Varianten unterscheidet. Im Vordergrund stehen in diesem Fall weder Online-Betrügereien noch eine Bedrohung durch gefälschte Waren, die über E-Commerce-Kanäle vertrieben werden. Hotelmarken haben vielmehr mit dem Risiko zu kämpfen, dass Suchanfragen, die auf sie ausgerichtet sind, von Online-Reisebüros abgefangen werden. Damit laufen sie Gefahr, dass der Kunde an den Wettbewerb vermittelt wird. Das führt dazu, dass Hotelmarken Kunden und Umsatzmöglichkeiten an die Konkurrenz verlieren oder überflüssige Provisionen zahlen müssen.

„Online-Reisebuchungen und E-Commerce-Seiten boomen und für Hotelmarken ist es nun an der Zeit, das Niveau ihrer Online-Marketing-Strategien anzuheben, indem sie ihre Klickrate schützen“, sagte Friedrich Felman, Marketingvorstand bei MarkMonitor. „Die Erfahrungen mit E-Commerce im Bereich der Hotellerie zeigen, wie leicht Online-Traffic, und mit ihm auch Umsatz und Kundenbeziehungen, verloren gehen können, wenn keine Strategie für den Markenschutz entwickelt und umgesetzt wurde.“
Im Mittelpunkt der Studie standen im Frühjahr 2011 fünf internationale Hotelmarken, wobei die gesamte Bandbreite von preisgünstigen Häusern bis hin zu Luxusmarken abgedeckt wurde. E-Commerce-Seiten und elektronische Marktplätze für Verbraucher wurden ebenso überprüft wie E-Mail-Kampagnen, mit denen für die Hotelmarken geworben wurde. Die Untersuchung erstreckte sich außerdem auf mehr als 1,3 Millionen durch Suchmaschinen generierte Anzeigen. Diese waren mit insgesamt knapp 4.000 verschiedenen Kombinationen von Keywords, welche die betreffenden Markennamen enthielten, verknüpft. Der dadurch generierte Online-Traffic wurde abgeschätzt, um die Näherungswerte zu erhalten.

Die Studie identifizierte mehr als 1.750 Online-Reisebüros, die Keywords mit mindestens einem der fünf Markennamen gekauft hatten. Diese Investitionen in das Suchmaschinen-Marketing führten dazu, dass Online-Traffic zu Wettbewerbern umgeleitet wurde. Der geschätzte Schaden für das Hotelgewerbe belief sich auf 1,3 Milliarden Euro an entgangenen Einnahmen und 192 Millionen Euro an unnötigen Provisionszahlungen.
Laut dem Internet Advertising Bureau (IAB) gibt die Touristikbranche jährlich 1,2 Milliarden Euro für Online-Werbung aus; davon entfallen 46 Prozent auf Suchmaschinen-Marketing. Im Jahr 2010 kam das Marktforschungsunternehmen Forrester Research zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent aller Reisebuchungen online getätigt wurden, während ein weiteres Viertel der Reservierungen zumindest durch Internetrecherche beeinflusst wurde.

Eine andere Form des Brandjacking, die durch die Untersuchung nachgewiesen wurde, ist das sogenannte Cybersquatting. Dabei wird die Registrierung von Domainnamen missbraucht, um Marken, die dem Inhaber der Domain nicht gehören, in URLs unterzubringen. Die Studie identifizierte über 2.100 Domainnamen, die sich der fünf untersuchten Marken bedienen. Über das Cybersquatting dieser URLs wurden mehr als 57 Millionen Aufrufe pro Jahr erzeugt. Wenn es diese Seiten nicht gäbe, hätten die Nutzer stattdessen die offiziellen Webseiten der Hotels aufgerufen. Die meisten dieser Domains generieren Umsatz durch Pay-per-Click (PPC); abgesehen von einer Sammlung von PPC-Links bieten sie aber keinerlei Inhalte.

Der Bericht ist unter www.markmonitor.com/resources/brandjacking-index.php erhältlich und kann kostenlos heruntergeladen werden.


Über MarkMonitor
MarkMonitor ist weltweit führend im Bereich Markenschutz für Unternehmen und bietet umfassende Lösungen und Dienstleistungen an, die dazu dienen, die Marken, das Ansehen und die Einkünfte seiner Kunden vor Online-Risiken zu schützen. Mit End-to-End Lösungen gegen wachsende Bedrohungen durch Online-Betrug, Markenmissbrauch und nicht autorisierte Vertriebskanäle macht MarkMonitor das Internet für Unternehmen und deren Kunden sicherer. Der Zugriff des Unternehmens auf exklusive Daten sowie seine patentierten Echtzeitanwendungen zur Vorbeugung, Entdeckung und Reaktion bieten umfassenden Schutz vor den sich ständig verändernden Risiken, denen Marken heute im Internet ausgesetzt sind. Weitere Informationen sind unter www.markmonitor.com erhältlich.

MarkMonitor® und Brandjacking Index® sind eingetragene Marken von MarkMonitor Inc. Alle anderen genannten Handelsmarken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Tanja Hornig, verantwortlich.

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