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FAZ: Virtuelle Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit nutzlos und teuer

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Unternehmen weichen auf andere Vermittlungsstellen aus


Frankfurt am Main/Düsseldorf - Die Affäre um den virtuellen Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA) geht in die zweite Runde. Vor genau einem Jahr war der BA-Vorstand beim virtuellen Arbeitsmarkt noch mit einem blauen Auge davongekommen. „Müde vom Skandal um Florian Gerster, hatten Politiker und Vertreter der Beitragszahler großzügig über beispielloses Missmanagement in Nürnberg hinweggesehen. Mit dieser laxen Haltung sollte nun Schluss sein. Der Bundesrechnungshof hat jetzt nicht nur die Vorwürfe von damals schwarz auf weiß bestätigt. Er hält die Online-Stellenbörse bislang auch noch für nutzlos. Weder sei belegt, dass Arbeitslose damit schneller eine Stelle finden könnten, noch, dass langfristig Geld gespart werden könne. Beides hatten Kritiker freilich schon lange vermutet, aus der Feder der Prüfer erhält das Urteil nun jedoch größeres Gewicht“, kommentiert die FAZ http://www.faz.net. Die einzige vernünftige Reaktion könne nur ein sofortiger Stopp sein. Dass schon Millionen von Beitragsmitteln vergeudet wurden, rechtfertige es nicht, an dem mehr als fragwürdigen Prestigeprojekt festzuhalten und damit weiter Geld in den Sand zu setzen. „Der Ruf nach angeblich erforderlichen Anpassungen der Online-Plattform ist schon laut geworden. Insbesondere die Bundesagentur, die sich an anderer Stelle gerne ihres rigorosen Controllings nach dem Vorbild der Privatwirtschaft rühmt, darf sich solche Verschwendung nicht leisten“, meint die FAZ.

Bestätigung findet diese kritische Haltung in der täglichen Praxis von Personalexperten der Wirtschaft. So versage die Bundesagentur nach Erfahrungen des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de bei der Vermittlung von arbeitslosen Ingenieuren. "Wir haben zuverlässige Daten darüber, dass es bei uns zur Zeit rund 12.000 beschäftigungslose Ingenieure gibt, aber wir haben keine Chance, über die Bundesagentur an diese Leute zu kommen," kritisiert Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski. Sein Unternehmen bekomme ständig Anfragen nach geeignetem Personal. Es sei aber schwierig, diese Leute zu finden. Da die BA als Rekrutierungsstelle fast völlig ausfalle, arbeite Harvey Nash vor allem mit der eigenen Datenbank und schaue sich auf den Recruting-Messen des VDI um.

Der Bedarf an Ingenieuren sei nach wie vor hoch. Besonders bei hardwarenahen Entwicklungsprojekten in der Automobilbranche, wo es darum geht, die fortschreitende Digitalisierung in den Fahrzeugen abzubilden. „Die Mechanik wird zunehmend durch digitale Schaltungen ersetzt. In diesem Umfeld gibt es ein sehr starkes Wachstum und sehr starke Nachfrage nach Arbeitskräften für die hardwarenahe und objektorientierte Programmierung dieser Bauteile. Das fängt an bei Einspritzanlagen für Dieselfahrzeuge, die elektronisch gesteuert werden. Das hört auf beim Mensch-Maschinen-Interface, wo es darum geht, die Kommunikation zwischen der Rechnerwelt im Fahrzeug und dem Fahrer oder dem Beifahrer effektiv und erfolgreich zu gestalten“, berichtet Nadolski von den Projekten seines Unternehmens. Bei der virtuellen Jobbörse der Bundesagentur könne man da nicht fündig werden.



Web: http://www.harveynash.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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