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BVMW-Wirtschaftssenator Michael Müller: 'Deutschland braucht eine neue Servicekultur'

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Dienstleister sind Wachstumsmotor auf dem Arbeitsmarkt


Bonn/Frankfurt am Main – Die erzeugende Industrie verliert Arbeitsplätze, die Dienstleister schaffen neue Stellen. Kurz vor Veröffentlichung der aktuellen Statistik durch die Nürnberger Agentur für Arbeit (BA) berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net, dass ein Investitionsstau die Trendwende am Arbeitsmarkt verhindere. Nach Einschätzung von Edward Krubasik, Mitglied des Siemens-Vorstandes und Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektroindustrie http://www.zvei.de (ZVEI), ist die Lage der deutschen Unternehmen zurzeit noch schlechter als sie nach außen scheint. "Den negativen Konjunktursignalen – vom Stellenabbau in der Industrie über die seit Monaten sinkende Stimmung in der Wirtschaft bis zu den zurückgenommenen Wachstumsprognosen der wirtschaftswissenschaftlichen Institute – steht nach Krubasiks Worten noch der Eindruck einer guten Exportkonjunktur gegenüber", so die FAZ.

Selbst die Elektroindustrie, die innovationsstärkste Branche Deutschlands, könne für 2004 ein Wachstum von vier Prozent nur deshalb darstellen, da der Export um 15 Prozent gewachsen sei. Dies sei auf Dauer aber trügerisch, da die Wertschöpfung langfristig zur Nachfrage wandere. Durch die Beseitigung des Investitionsstaus bei Energie, Breitbandverkabelung, digitalem Behördenfunk, Telematik und Bahnautomatisierung könnten 50 Milliarden Euro und noch einmal 50 Milliarden Euro indirekte Investitionen freigesetzt werden. Die endlosen Diskussionen über die Gesundheitsreform haben laut ZVEI dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren Investitionen von mehr als 15 Milliarden Euro unterblieben.

Ähnliche Signale sendet der Branchenverband Bitkom http://www.bitkom.org aus. Die Bitkom vertritt die deutsche Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche. Nach Angaben dieser Organisation könnten 50.000 neue Arbeitsplätze in der ITK-Branche geschaffen werden, wenn Regulierungen gestrichen und Infrastrukturinvestitionen vorgezogen würden. Deutschland müsse Vorreiter bei neuen Technologien werden. Die Realität sieht aber ganz anders aus. "Technikfeindlichkeit, staatliche Bürokratie und Abgabenlast verhindern Unternehmensgründungen. Die Wirtschaftsmisere fängt im Kopf an", schreibt der Bonner Wirtschaftspublizist Gunnar Sohn in der Frühjahrsausgabe der Zeitschrift Criticón http://www.criticon.de. Sohn bezieht sich auf den Chefredakteur des Monatsmagazins Cicero http://www.cicero.de, der moniert hatte, dass die Deutschen ein gestörtes Verhältnis zu Technik und Fortschritt pflegten. Es könne keinen Aufschwung geben, "wenn wir unseren Kindern lieber Holzspielzeug schenken als Laptops, wenn wir die Naturwissenschaften zum Abwahlfach an den Schulen degradieren, wenn wir Bohlen und Ballack zu Helden erklären, nicht aber unsere Wissenschaftler und Erfinder, wenn wir das Land lieber mit Windmühlen zustellen als die Kernfusion erforschen". Von der Gentechnik über die Kernenergie bis zum Flugzeugbau erreiche der Ablehnungseffekt jede Großtechnologie. Während andere Länder mit Gen-Food Milliardengeschäfte machten, "fackelten unsere Umweltaktivisten noch jeden Versuchsacker ab", führt Weimer aus.

Neben den vielen Negativmeldungen gibt es aber auch positive Zeichen. Während in der herstellenden Industrie Arbeitsplätze abgebaut werden, schafften die Dienstleistungsunternehmen Jobs. "Im Produktlebenszyklus, in der Planung des Produktes, seiner Eigenschaften, des Preises, und der Lebensdauer liegt auch der Dreh- und Angelpunkt der Servicekultur. Der Kunde interessiert sich nicht ausschließlich für das Produkt, sondern für den Wert des Produktes. Er entscheidet selbst über den emotionalen und funktionalen Wert eines Produktes. Und hier muss die Produkt- und Marktplanung ansetzen, einen werthaltigen und somit für den Kunden wertvollen Service auf die Beine stellen. Service ist der eigentliche Wert und kein Kostenblock in der Peripherie eines Produktes. Der Weg muss von der Produktzentrierung zur Servicezentrierung führen. Zur Servicekultur", meint der Geschäftsführer der Neusser a & o-Gruppe http://www.ao-services.de, Michael Müller. Auch bei den Dienstleistungen könne Deutschland noch deutlich zulegen, so die Überzeugung von Müller, der einen mittelständischen IT-Dienstleister führt und als Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de tätig ist. Die Mentalität weiter Teile der Gesellschaft verharre immer noch im Industriezeitalter.

Müllers Darstellung wird durch das Ergebnis des Dienstleistungsreports Frühjahr 2005 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) http://www.dihk.de bestätigt. Die befragten 10.000 Serviceunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage und ihre Erwartungen durchweg positiv. Dienstleistungen stellen in Deutschland mit 17,57 Beschäftigten die größte Wirtschaftsbranche. Laut FAZ beleben insbesondere Beratungsunternehmen, Call Center und Finanzdienstleister den Arbeitsmarkt.


Web: http://www.ao-services.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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