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Kasseler Abfallforum: Abschied vom Deponiezeitalter

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Abfallbranche fordert Qualitätskriterien für Sekundärrohstoffe


Kassel – „Das Jahr 2005 stellt einen Meilenstein und eine Zäsur in der Abfallwirtschaft dar“, sagte Gottfried Jung vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium zum Auftakt des diesjährigen Kasseler Abfallforums http://www.abfallforum.de vor rund 1.200 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden. Ab dem 1. Juni dieses Jahres dürfen Haushaltsabfälle ohne Vorbehandlung nicht mehr deponiert werden. Das hat zur Folge, dass neben der Abfallverbrennung die Verfahren zur differenzierten Abfallsortierung das Marktgeschehen prägen werden. „Das verlangt aber einen neuen abfallpolitischen Pragmatismus. Wir müssen stärker über eine ökoeffiziente Verwertung nachdenken. So darf die Getrenntsammlung von Müll kein Selbstzweck sein. Es muss auch erlaubt sein, die Frage zu stellen, warum man es nicht den örtlichen Gegebenheiten überlassen kann, ob das ökologisch und rechtlich gewollte Ziel durch die Mülltrennung oder durch gemeinsame Erfassung erreicht werden kann“. Jung plädierte für weniger Dogmatismus und mehr Technikoffenheit, um in den nächsten Jahren völlig aus der Deponiewirtschaft aussteigen zu können.

„Deponien werden ihren Stellenwert verlieren. Von den rund 50.000 Deponien, die Anfang der 1970er Jahre in Deutschland vorhanden waren, werden künftig nur noch rund 140 weiterbetrieben werden – allerdings nur mit den Rückständen vorbehandelter Abfälle“, betonte Helmut Schnurer vom Bundesumweltministerium http://www.bmu.de in seiner Rede. Kommunen, die noch nicht in der Lage seien, die Vorgaben für den Sommer 2005 zu erfüllen, müssten Abfälle zwischenlagern. „Die Zwischenlager sind allerdings genehmigungspflichtig und verteuern die Verwertung der Abfälle“, so Schnurer. Deshalb würden nur wenige Kommunen auf diese Lösung setzen.

Hans-Günter Stehr, Vorstand der Mainzer Landbell AG http://www.landbell.de, skizzierte in seinem Vortrag die Erfahrungen seines Unternehmens mit dem Verpackungsrecycling. „Die vergangenen Jahre haben unter Beweis gestellt, dass der Abfallmarkt nicht für Monopole taugt. Gefragt sind moderne Systemträger, die im Wettbewerb die besten Techniken etablieren“, sagte Stehr. Für die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen bei der Müllentsorgung sei zudem die Qualitätssicherung für Sekundärrohstoffe ein wichtiges Thema. Man dürfe nicht an den Absatzmärkten vorbei gehen, sondern müsse genau das Material bereitstellen, was der Markt verlange. Karl Ihmels, Landrat des Lahn-Dill-Kreises http://www.lahn-dill-kreis.de fordert ein neues Verständnis von Abfallwirtschaft als Teil der Materialwirtschaft. „Müllerfassungssysteme sollten primär das Material und dessen Nutzbarkeit berücksichtigen. Eine staatlich verordnete Getrenntsammlung und deren monopolartige Organisation bringt überhaupt nichts. Der Staat muss sich auf die Vorgabe von Zielen zurückziehen und auf die Vorgabe von Wegen verzichten“, so Ihmels.


Web: http://www.landbell.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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