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Wollen wir Werbeberieselung oder maßgeschneiderte Web-Dienste? Deutschland verspielt Innovationspotenzial

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Düsseldorf/Stuttgart - Die Wochenzeitung „Die Zeit" und die „Süddeutsche Zeitung" waren wohl etwas zu voreilig in ihrem Google-Datenkraken-Alarm. „In einer Datenbank mit dem mysteriösen Kürzel DDP sollten die Interessen der Werbekunden an den Meistbietenden verhökert werden. Der Datenschutz - die goldenen Bulle der letzten Jahre - war in Gefahr. Offenbar hatte Google vor, uns alle zu verwanzen. Man schrieb von der Website des amerikanischen Marketing-Fachblatts AdAge http://adage.com/article/digital/google-readies-ambitious-plan-web-data-exchange/228637/ ab", so Netzpiloten-Blogger Jörg Wittkewitz in seinem Beitrag „Warnintelligenz" http://www.netzpiloten.de/2011/07/15/warnintelligenz/.
Das Dementi von Google wird wahrscheinlich im Land der Technikskeptiker nicht auf fruchtbaren Boden stoßen: „Wir verkaufen keine Nutzerdaten oder -profile und werden das auch in Zukunft nicht tun. Richtig ist, dass wir zusammen mit anderen Werbenetzwerken an Initiativen arbeiten, das Datenmanagement von Interessenskategorien zu vereinfachen, indem die vorhandenen Daten aus verschiedenen Werbenetzwerken auf einer Plattform zusammengefasst werden."

Man wolle dort sogar dem Nutzer ermöglichen, aus der personalisierten Werbung anhand von Interessensgebieten auszusteigen, schreibt Netzpiloten-Redaktionsleiter Jörg Wittkewitz: „Genau dieser Datenbank gegenüber soll der Nutzer dann erklären können, dass er keine persönliche maßgeschneiderte Werbung haben will."

Warum sollten wir uns in Deutschland auch an die Spitze von technologischen Innovationen in der digitalen Welt stellen? „Es ist doch viel einfacher, den hausmeisterlichen Zeigefinger zu schwingen, dicke Berichte über Technikfolgen-Abschätzungen zu verfassen und ansonsten die Hände in den Schoß zu legen. So gewinnen wir keine digitale Kompetenz", kritisiert Bernhard Steimel von der Unternehmensberatung Mind Business im Gespräch mit dem Düsseldorfer Fachdienst Service Insiders.

Dabei liege in den personalisierten Web-Diensten das größte Entwicklungspotential, so Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Tech. „Wir arbeiten am Future Internet, um über digitale Assistenzsysteme das Cyberspace eleganter, einfacher und effizienter zu machen. Das muss nicht alles im Silicon Valley passieren, dass können wir auch im Neckartal auf die Beine stellen. Wichtig sind dabei dezentrale Systeme, um das Big Brother-Problem gar nicht erst aufkommen zu lassen", erläuterte der Systemarchitekt in seinem Vortrag auf dem Innovationsforum von Harvey Nash und Nash Technologies in Stuttgart.

In den nächsten fünf Jahren werde die Bedeutung von maßgeschneiderten Systemen für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) extrem steigen, prognostiziert der Marketingexperte Steimel, Autor der Studie „Social Media im Kundenservice - Smart Service im Social Web". „Ich war zwei Tage auf einer Konferenz von Microstrategy in Frankreich. Dieser Business Intelligence-Anbieter hat wahrscheinlich den Schlüssel gefunden, um soziale Medien als ein großes CRM-System zu nutzen. Denn nirgends werden die Vorlieben, Wünsche und Interessen so intensiv kommuniziert wie beispielsweise auf Facebook. Entsprechend gut sind die Voraussetzungen für das Angebot von personalisierten Diensten. Wichtig allerdings ist die Einwilligung jedes einzelnen Nutzers. Marketingaktivitäten werden immer mehr zu einem Bestandteil des Service-Managements. Als Gegenleistung kommt dann vom Kunden die Bereitschaft, auf sein Profil zugreifen zu können", so der Ausblick von Steimel.

Komplette Story, Kommentare, Retweets, Liken unter: http://www.service-insiders.de/servicepraxis-itk/show/722/Wollen-wir-Werbeberieselung-oder-massgeschneiderte-Web-Dienste


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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