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Deutsche Unternehmen ignorieren demographischen Wandel

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Rund 40 Prozent der Betriebe beschäftigen keine Älteren


Bonn/Rheinbach – Seit mindestens 30 Jahren zeichnet sich ein rasanter demographischer Wandel in Deutschland ab. Doch die meisten Unternehmen sind auch heute noch nicht auf alternde Belegschaften eingestellt. Dieses Ergebnis präsentiert der soeben erschienene Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Technik (IAT) http://www.iatge.de in Gelsenkirchen, der die Beschäftigung Älterer im Lichte des IAB-Betriebspanels 2002 untersucht. Personalpolitische Strategien für Ältere sind Mangelware, ob es sich nun um Altersteilzeit, die Gestaltung der Arbeitsplätze und –abläufe oder die Weiterbildung handelt. "Ursache dafür ist in der Mehrzahl der Betriebe nicht einmal eine Diskriminierung Älterer, sondern einfach Unwissenheit", so der IAT-Arbeitsmarktforscher Martin Brussig gegenüber der Fachzeitschrift Wirtschaftsbild http://www.wirtschaftsbild.de.

Die Betriebe beurteilen ältere Mitarbeiter (ab 50 Jahre) sehr unterschiedlich: Einerseits schätzen sie vor allem ihr Erfahrungswissen, andererseits ist rund die Hälfte der Betriebe gar nicht oder nur unter Bedingungen bereit, die "Profis mit den Silberschläfen" einzustellen. Der Befund in Zahlen: Rund 860.000 Betriebe beschäftigen gar keine Älteren, wobei es sich allerdings zumeist um kleinere Betriebe handelt. Das entspricht 40,7 Prozent. Ab einer Größe von 50 Mitarbeitern hat die Mehrheit der Betriebe einen Anteil älterer Angestellter, der zwischen zehn und 30 Prozent liegt und damit ihrem Anteil an der erwerbstätigen Bevölkerung von etwa 25 Prozent entspricht.

Laut Wirtschaftsbild könne man sich nicht darauf beschränken, die Verbleibmöglichkeiten der Älteren in den Betrieben zu verbessern. Angesichts der schrumpfenden Möglichkeiten des Vorruhestandes, einer maximalen Bezugsdauer von Arbeitslosengeld von 18 Monaten und der stärkeren Anrechnung von Abfindungen komme es ebenso darauf an, die Barrieren, denen sich Ältere bei Neueinstellungen ausgesetzt sehen, abzusenken. "Dies ist der wunde Punkt. In Deutschland bleibt der weitgehende Kündigungsschutz ein Einstellungshemmnis insbesondere für die über 50-jährigen, die noch lange nicht zum alten Eisen gehören wollen. Diejenigen, die eigentlich gefördert werden müssten, nämlich gut ausgebildete und hoch motivierte ältere Beschäftigte, werden durch diese immer noch vorhandenen Überregulierungen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Das Arbeitsrecht wird so zum größten Hindernis für Einstellungen", kommentiert Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de.

Es ist noch nicht abzusehen, ob sich die deutsche Wirtschaft auf dieses Problem einstellen wird. Angesichts der Einstellungsprobleme älterer Personen müsse man skeptisch sein, formuliert der Arbeitsmarktexperte Brussig. Entsprechende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie der Beitragsbonus, die Entgeltsicherung oder erleichterte Befristungsregelungen seien erst seit 2003 in Kraft und könnten daher derzeit noch nicht eingeschätzt werden.



Web: http://www.harveynash.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Paul Humberg, verantwortlich.

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