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Messe München International (MMI) |

Erdwärmenutzung auf der IFAT ENTSORGA 2012: Trendthema Geothermie neu im Programm

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• IFAT ENTSORGA nimmt Geothermie als neuen Produktbereich auf • Kongress zum Thema Geothermie und Biomasse während der IFAT ENTSORGA • Geothermie hat in vielen Ländern ein hohes Wachstumspotenzial

Geothermie ist CO2-neutral sowie laut- und geruchlos. Die Hitze unter unseren Füßen kann direkt als Heiz- und Prozesswärme eingesetzt oder in Strom umgewandelt werden. Darüber hinaus sind geothermische Kraftwerke grundlastfähig. Sie sind daher prinzipiell in der Lage, Kohle- oder Kernkraftwerke zu ersetzen. Faktoren, die nach Einschätzung der Deutsche Bank Research die Erdwärmenutzung zu einem wichtigen Hoffnungsträger für eine bessere Energie- und Klimazukunft machen.

Geothermie ist also zweifelsfrei ein Trendthema. Auch deshalb wird sie für die weltweit führende Umwelttechnologiemesse IFAT ENSORGA, die von 7. bis 11. Mai 2012 in München stattfindet, neu ins Programm aufgenommen. Darüber hinaus findet im Rahmen der Veranstaltung am 9. und 10. Mai im Internationalen Congress Center München (ICM) ein Kongress der Agentur für Erneuerbare Energien, Enerchange, zu den Themen Biomasse und Geothermie statt.

Bei der direkten Nutzung der geothermalen Wärme ist Europa international führend. Nach den aktuellen Zahlen des European Geothermal Energy Council (EGEC) sind in den 27 EU-Mitgliedstaaten Anlagen mit einer Kapazität von gut 23.000 MW installiert. Zusammen produzieren sie jährlich rund 65.000 Gigawattstunden (GWh) an Wärme. Deutschland rangiert bei der installierten Kapazität nach Schweden und Norwegen auf Platz drei.

Im letzten Jahr erzeugten weltweit 526 Kraftwerke mehr als 67.000 GWh Strom aus Erdwärme. Mit 209 Anlagen dominierten hier die USA.
Einen besonders großen Anteil an der Stromerzeugung erreicht die Geothermie überall dort, wo hohe vulkanische Aktivität herrscht, wie zum Beispiel auf den Philippinen, in Indonesien, Neuseeland und Mexiko. Dort ist sehr heiße Erdwärme relativ einfach verfügbar. Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan werden in Zukunft jedoch neue Technologien, wie das Hot-Dry-Rock-Verfahren, Stromerzeugung aus geothermischer Energie überall auf der Welt ermöglichen. „Der Markt für Geothermie steht kurz- und mittelfristig vor einer großen Expansion“, ist sich Tomasz Kaminski, einer der Frost & Sullivan-Analysten, sicher.

Neben der technischen Weiterentwicklung unterstützen staatliche Strategiepläne und Förderprogramme in vielen Ländern das Wachstum der Geothermie. Beispielsweise hat Indonesien nach Angaben von Germany Trade and Invest das ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2025 mit einer Gesamtkapazität von 9.500 Megawatt (MW) zum größten Erzeuger von geothermischem Strom weltweit aufzusteigen. Nach den Plänen der dortigen Regierung sollen zunächst bis zum Jahr 2014 neue Geothermie-Kapazitäten von knapp 4.000 MW bereitgestellt werden. Hierfür seien Investitionen von rund zwölf Milliarden US-Dollar nötig.

Als potenzielle geothermische „Boomstaaten“ in Europa hat trend:research in einer Expertenumfrage die Länder Deutschland, Island, Italien, Schweiz, Türkei und Ungarn ermittelt. Als Folge des erwarteten Wachstums rechnet das Marktforschungsinstitut mit einer gesteigerten Wettbewerbsintensität, zum Beispiel bei den Bohrunternehmen.

Die steigende Bedeutung der Erdwärmenutzung für die Wärmeversorgung von Privathaushalten und kommunalen Einrichtungen wird vermutlich auch den Markt für Wärmepumpen weiter ankurbeln. So rechnet der Bundesverband Erneuerbare Energie damit, dass sich bis zum Jahr 2020 der jährliche Absatz von Wärmepumpen mit 200.000 Stück im Vergleich zu heute mehr als verdreifachen wird.

Eine Möglichkeit für Unternehmen, sich in diesem Bereich auf der IFAT ENTSORGA zu präsentieren bietet der Gemeinschaftsstand „Geothermie“. Weitere Informationen hierzu erhalten Interessenten unter der Telefonnummer (+49 8152) 969 770 oder per Email: Jochen.Plachke@energy-medienservice.de

Das Potenzial der Geothermie hat auch der Organisator der IFAT ENTSORGA, die Messe München, erkannt: Die Hallen und Gebäude der Neuen Messe München werden ab Herbst 2011 durch die Geothermie-Anlage der Stadtwerke München in der Messestadt Riem im Osten des Messegeländes beheizt. Damit ist die Messe München die erste Messegesellschaft weltweit, die zur Wärmeerzeugung Erdwärme verwendet.

Weitere Informationen unter www.ifat.de

Über die IFAT ENTSORGA
Die IFAT ENTSORGA, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, findet von 7. bis 11. Mai 2012 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Die letzte Veranstaltung der weltweit wichtigsten Fachmesse für Innovationen und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft zählte 2.730 Aussteller aus 49 Ländern und 109.589 Besucher aus 186 Ländern. Die Zahlen werden durch die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG im Auftrag der FKM, Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen, geprüft.

Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller und mehr als zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM - Internationales Congress Center München und im M,O,C, Veranstaltungs- und Ordercenter teil. Darüber hinaus veranstaltet die Messe München International Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Tochtergesellschaften in Europa und Asien sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen, verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ vom TÜV SÜD ausgezeichnet.

Ansprechpartner für die Presse:
Sabine Wagner
Projekt-PR-Referentin, Zentralbereich MarCom
Tel.: +49 89 / 9 49-21478, Fax: +49 89 / 9 49-21489
E-Mail: sabine.wagner@messe-muenchen.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jasmin Schebrich, verantwortlich.

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