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Nething+Ott Generalplaner GmbH |

Architektur trifft Neue Energie

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Planung von Solarfeldern und Windkraftanlagen


Windkraft- und Solarfelder liegen voll im Trend. Seit der Ausstieg aus der Atomenergie eine beschlossene Sache ist, werden alternative Energien noch stärker in den Fokus gerückt. Für Unternehmer und Privatpersonen wird deshalb die In-vestition in eine Photovoltaik- oder in eine Windkraftanlage zu einem „interessanten Geschäftsmodell“. Wer dafür ein Grundstück zur Verfügung hat oder einen Grundstückserwerb ins Auge fasst, der sollte sich für die Planungen fachkundige Unter-stützung holen, denn bis der erste Strom fließt, sind viele Hürden zu nehmen.

Matthäus Ott, Geschäftsführer des Architekturbüros Nething+Ott in Günzburg ist nicht nur Architekt aus Leidenschaft, sondern hat sich schon frühzeitig mit der Planung von Solar- und Windkraftanlagen auseinandergesetzt. Für die vento ludens GmbH&Co KG, einem Investor, Planer und Betreiber von Windkraft- und Solarparks hat er schon zahlreiche Großprojekte unterstützend begleitet. Der Schwerpunkt seiner Planungen lag dabei auf der Nutzung von Freiflächen für die Neuen Energien. In einem Interview gibt er Einblicke in sein Know-how und in seine gesammelten Erfahrungen.

Herr Ott, wie geht man am besten vor, wenn man eine Photovoltaik (PV)- oder Windkraft-anlage auf einer Freifläche bauen möchte?
Am Anfang steht die grundlegende Entscheidung darüber, welchen Standort die Anlage haben soll. Für die Auswahl des passenden Standortes sind viele Gespräche mit den Ge-meinden notwendig. Es sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen wie zum Beispiel, die Sonneneinwirkung, das Reflexionsverhalten, der Landschaftsschutz oder auch die Infra-struktur. Bei Windkraftanlagen sind außerdem die primäre Windrichtung und das Thema Lärmschutz von Bedeutung. Einfach eine Anlage auf die grüne Wiese zu setzen geht nicht, denn auch an Zufahrtswege und den Bau von Wechselrichterhäuschen muss ge-dacht werden.

Wo beginnt der Part des Architekten?
Er beginnt bereits am Anfang aller Planungen, denn sowohl bei einer Photovoltaik- als auch bei einer Windkraftanlage handelt es sich um eine bauliche Anlage, die nach der Landesbauordnung baurechtlich zu betrachten ist.
Es sind die Flächennutzungspläne der Gemeinden zu prüfen, Bebauungspläne zu ent-wickeln und schließlich genehmigungsfähige Baupläne zu erstellen. Die baurechtliche Abstimmung ist von großer Bedeutung, um mögliche Verfahrensfehler auszuschließen. Auf diese Weise werden die Projekte auf eine sichere Basis gestellt und fundiert zur Ge-nehmigungsreife gebracht.

Was muss bei der Planung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen besonders berücksichtigt werden?
Einen hohen Stellenwert nimmt der Landschaftsschutz ein. Die Module müssen optimal zur Sonne ausgerichtet werden und der Untergrund muss eine sichere Installation ermög-lichen. Die Freiräume zwischen den Modulen müssen eventuell für eine Beweidung oder für die Mahd genutzt werden können. Das setzt eine sichere Kabelverlegung voraus. Vielfach geht der Erteilung der Baugenehmigung eine Analyse der möglichen Einwirk-faktoren auf Fauna und Flora voraus. In manchen Fällen muss auch der Rückbau der An-lagen bereits in die Planung aufgenommen werden. Von besonderer Bedeutung ist die Infrastruktur. Das heißt, es müssen Zufahrtswege vorhanden sein, oder gegebenenfalls geplant werden.

Der Bauantrag ist genehmigt – wie geht es nun weiter?
Jetzt beginnt die Planung der einzelnen Bauphasen. Die notwendige Infrastruktur muss sichergestellt werden. Konkret: Wege müssen eventuell ausgebaut, entwässert oder neu angelegt werden. Wir übernehmen die Ausschreibungen, die Terminplanung und Kontrolle. Anschließend muss der Untergrund vorbereitet und die Lieferung der Module terminiert werden. Auch an einen Wachdienst sollte man denken, damit die kostbaren Module während der Dauer der Installationsarbeiten nicht abhandenkommen. Wir ko-ordinieren den gesamten Bauablauf, sorgen für die Einhaltung der Termine und Kosten und die Abwicklung aller Gewerke.

Die PV-Anlage steht – kann es dann mit der Stromproduktion losgehen?
Nein. Mit dem Aufstellen der Module ist die Bauphase noch nicht beendet. Erst müssen
noch die Außenanlagen alle Vorschriften der Grünordnungsplanung erfüllen. Es ist ein Zaun zur Sicherung erforderlich, der möglichst für kleine Wildtiere keine Barriere dar-
stellt. Auch eine Anpflanzung als Kompensation zum Verbau oder eine Begrünung zur Beweidung muss realisiert werden. Erst dann kann eine Bauabnahme erfolgen.


Muss die Anlage besonders geschützt werden?
Die gesetzlichen Vorgaben beziehen sich nur auf eine Umzäunung des Areals. Aber es können zusätzliche Sicherungen mit Kameraüberwachung ins Auge gefasst werden.

Unterscheidet sich das Vorgehen zum Bau einer PV-Anlage vom Bau einer Windkraftan-lage?
Vom Prinzip der baulichen Abwicklung nicht. Aber das Genehmigungsverfahren für Wind-kraftanlagen ist deutlich schwieriger. Viele zusätzliche Punkte, von der Untergrund-beschaffenheit über die Lärmemission bis hin zum Landschaftsschutz sind zu klären. Gerade wenn es um die Fundamente der Windkraftanlagen geht, müssen zum Beispiel besondere Prüfzeugnisse vorgelegt werden.

Können Anlagen zur Gewinnung Neuer Energien auch ohne architektonische Unter-stützung realisiert werden?
(Lacht). Wenn Sie viel Zeit zur Verfügung haben, eventuell schon! Aber im Ernst: Es sind sehr viele Vorschriften zu erfüllen und Genehmigungen einzuholen. Architekten haben in der Regel gute Kontakte zu den Gemeinden und kennen die amtlichen Wege. Warum sollte man auf eine fachliche Unterstützung verzichten, wenn diese gleichzeitig Entlastung bei der Baukoordination bringt? Der Bauherr ist mit architektonischer Unterstützung auf jeden Fall auf der sicheren Seite und muss sich nicht selbst um alles kümmern.

Das Interview führte Dipl.-Wirt.-Ing. Birgit Mann, Team-Entlastung PR Ulm, Neu/Ulm


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Team-Entlastung PR (Tel.: 0731/4035935), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 696 Wörter, 5341 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Nething+Ott Generalplaner GmbH


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