info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Donau-Universität Krems |

Alle Psychotherapie-Methoden wirken

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 3)


Symposium an der Donau-Universität Krems behandelt neue Methoden zur Erfolgsmessung und Qualitätsverbesserung von Psychotherapie


Krems (kpr). Univ.-Prof. Dr. Günter Schiepek und seine Kollegen proklamierten im Rahmen der Tagung „Synergetik von Psyche und Gehirn“ an der Donau-Universität Krems die Neubestimmung der Psychotherapie: Die Trennung zwischen den therapeutischen Verfahren sei überholt, da alle wirksam seien. Dass und warum sämtliche psychotherapeutischen Methoden unter bestimmten Voraussetzungen erfolgreich sind, können die Psychotherapie-Forscher mithilfe der Synergetik, der Theorie komplexer selbstorganisierender Systeme, belegen. Was die neuen Erkenntnisse für die Zukunft der Psychotherapie bedeuten, diskutierten rund 170 Ärzte für Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeuten, Psychologen, Psychiater und Neurologen vom 23. bis 26. Juni in der Donau-Universität Krems.

Wirkung der Psychotherapie ist messbar

Psychotherapie war in der Medizin lange Zeit ein umstrittenes Gebiet, da ihre Auswirkungen nicht biologisch messbar waren. Mithilfe der Synergetik, der Theorie komplexer selbstorganisierender Systeme, könne man nun nachweisen, dass Psychotherapie wirkt, sagte Univ.-Prof. Dr. Walter Pieringer, Vorstand der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie in Graz und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatische und Psychotherapeutische Medizin (ÖGPPM). Eine Reihe von Messdaten in Bezug auf psychische Prozesse habe es schon bisher gegeben, man habe aber nicht gewusst, was man mit der Datenflut anfangen solle. Die Synergetik ermögliche es, alle Messdaten zu verknüpfen, so Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Haken, der die Synergetik 1969 entwickelt hat und dem Kremser Symposium persönlich beiwohnte. Die Synergetik erklärt das Zusammenwirken von Einzelteilen in den unterschiedlichsten komplexen Systemen – von Wolkenstraßen bis hin zum Gehirn, das aus einem Netzwerk von Milliarden von Neuronen besteht.

Neubestimmung der Psychotherapie jenseits traditioneller Schulen

Wissenschaftlicher Leiter des Symposiums war Univ.-Prof. Dr. Günter Schiepek, Vorstandsvorsitzender am Forschungsinstitut für Komplexe Systeme in den Humanwissenschaften in München. Gemeinsam mit dem Leiter des Zentrums für Psychosoziale Medizin der Donau-Universität Krems, Dr. Anton Leitner, leistet er Pionierarbeit im Bereich der Psychotherapie-Forschung. Das erstaunliche Ergebnis der bisherigen Studien: „Die Psychotherapieverfahren sind in Methoden und Techniken unterschiedlich, aber in ihrer Wirkung gleich. Ausschlaggebend sind ganz andere Faktoren: der Zeitpunkt der Intervention oder Persönlichkeitsmerkmale sowie Motivation von Patient und Therapeut“, weiß Schiepek.

Das Ziel von Psychotherapie besteht darin, festgefahrene Muster des Denkens, des emotionalen Erlebens und Verhaltens aufzubrechen und dem Individuum seine Entwicklungsfähigkeit zurückzugeben. Da der Mensch und seine sozialen Beziehungen komplexe Systeme darstellen, muss man über die Funktionsweise solcher komplexer Systeme Bescheid wissen, um sie durch äußere Einflüsse steuern zu können. Die Synergetik erklärt ebendiese Funktionsweise. „Faszinierend ist, dass die aktuellen Entwicklungen der Gehirnforschung und der Psychobiologie optimal in diesen Rahmen passen, da ja auch das Gehirn als selbstorganisierendes System funktioniert“, so Schiepek. Die Synergetik liefert demnach den theoretischen Rahmen zur Erklärung der Zusammenhänge zwischen Psyche und Gehirn.

Symposium als Impuls zur Qualitätssicherung

Das Symposium „Synergetik von Psyche und Gehirn“ an der Donau-Universität Krems hat den interdisziplinären Austausch ermöglicht und einen Impuls zur Qualitätssicherung in der Psychotherapie gegeben. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Weg von der Konfession hin zur Profession festigen“, so Leitner.

Ein detailliertes Programm und Abstracts zu den Vorträgen finden Sie unter
www.donau-uni.ac.at/psymed/kremsertage. (27.06.05)


Information
Dr. Anton Leitner
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2639
anton.leitner@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/psymed


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Sandra Hofer, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 396 Wörter, 3335 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Donau-Universität Krems lesen:

Donau-Universität Krems | 19.12.2007

Neue Vizerektoren an der Donau-Universität Krems

Der Universitätsrat der Donau-Universität Krems hat dem Vorschlag von Rektor Heinrich Kern zur Besetzung der Vizerektorate und der Geschäftseinteilung zugestimmt. Somit kann das neue Rektoratsteam ab 2008 durchstarten. Das Vizerektorat für Lehre ...
Donau-Universität Krems | 18.12.2007

Donau-Universität Krems baut Kooperationsnetzwerk aus

Eine besondere Stärke der Donau-Universität Krems sind die Vielfalt ihrer Tätigkeitsfelder und die vielen internationalen Kooperationen in Forschung und Lehre. Neben der Zusammenarbeit mit rund 50 Universitäten, etwa mit der University of British...
Donau-Universität Krems | 31.10.2007

Neuer Fachbereich „Literatur“ an der Donau-Universität Krems

Der Fachbereich Literatur wurde nach Film und Musik als dritte Kunstsparte am Department für Arts und Management etabliert und wird sich in Lehre und Forschung mit allen Formen der Vermittlung von Literatur, aber auch den Auswirkungen der Digitalisi...