info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft |

Gipfeltreffen für die Langzeitarchivierung: Das globale Wissen erhalten!

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 3)


Rund hundert internationale Expertinnen und Experten aus 15 Ländern standen am 19. und 20. Oktober bei einem der europaweit größten Gipfeltreffen dieser Art Rede und Antwort zu den wichtigsten praktischen Fragen der digitalen Langzeitarchivierung.


Hamburg, 26. Oktober 2011: Der Anteil an Informationen, die nicht mehr in gedruckter Form, sondern ausschließlich digital vorhanden sind, wächst rapide an. Wie kann sichergestellt werden, dass dieses digitale Material langfristig verfügbar und unverfälscht zugänglich ist? Wer trägt die Verantwortung dafür? Fragen wie diese wurden beim globalen Gipfeltreffen zur Praxis der digitalen Langzeitarchivierung „Getting ready for Digital Preservation“ – veranstaltet von Goportis, dem Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation – diskutiert.

„Im Jahr 2020 werden 80% aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen ausschließlich in digitaler und nicht mehr in gedruckter Form erscheinen.“ So eröffnet Prof. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW, der weltweit größten Spezialbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, den Digital Preservation Summit 2011 in Hamburg.

Bei der digitalen Langzeitarchivierung geht es nicht nur um den Erhalt von wissenschaftlichen Informationen – so hat beispielsweise das Portugese National Archive den gesellschaftlichen Auftrag, die Protokolle aller Gerichtsverhandlungen der vergangenen 40 Jahre aufzubewahren und deren Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Library of Congress in den USA hingegen archiviert digital alle öffentlichen Einträge des Kurznachrichtendienstes Twitter seit dessen Bestehen im Jahr 2006. Bei etwa 50 Millionen Tweets pro Tag (!) keine einfache Aufgabe, vor allem keine, die manuell erledigt werden kann.
Für Gedächtnisorganisationen wie Bibliotheken, Archive und Museen bedeuten diese Entwicklungen beträchtliche Herausforderungen, auf die sie reagieren müssen.

Wie konkrete Lösungen dafür aussehen und welche neuen Entwicklungen und Anstrengungen es auf internationaler Ebene gibt, wurde im Rahmen des Digital Preservation Summit 2011 diskutiert.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gipfeltreffen ist im Blick zu behalten, was weltweit im sehr dynamischen Feld der digitalen Langzeitarchivierung passiert. Dafür ist die internationale Zusammenarbeit und der Austausch die Grundlage – ganz nach dem Motto „share what works …and what doesn’t work“.

Es herrscht Aufbruchstimmung im Bereich der digitalen Langzeitarchivierung. So startete Goportis, der Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation ein Projekt, in dessen Rahmen zahlreiche Daten aus den Beständen der drei Deutschen Zentralbibliotheken digital langzeitarchiviert werden. Ziel des Projekts ist es, die digitale Langzeitarchivierung in die vorhandenen Bibliotheksumgebungen als dauerhafte Aufgabe zu integrieren.

Vorraussetzung zur Bewältigung dieser Aufgaben stellt wiederum die internationale Zusammenarbeit und der institutionenübergreifende Austausch dar, denn – ganz im Sinne der Aussage von Michelle Lindlar (Deutsche Zentralbibliothek für Medizin): „Collaboration is the key to success!”



Aktuelle Informationen unter:
www.digitalpreservationsummit2011.de

Über Goportis
Goportis ist der Name des Leibniz-Bibliotheksverbundes Forschungsinformation bestehend aus den drei Deutschen Zentralen Fachbibliotheken TIB (Technische Informationsbibliothek, Hannover), ZB MED (Deutsche Zentralbibliothek für Medizin, Köln/Bonn) und ZBW (Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Kiel/Hamburg). Goportis ist in Deutschland zentraler Ansprechpartner für die Kompetenzfelder Volltextversorgung, Lizenzen, nicht-textuelle Materialien, Langzeitarchivierung und Open Access. Das Ziel von Goportis ist es, das Wissen in diesen Bereichen zu bündeln und Weiterentwicklungen anzuregen. Weitere Informationen unter www.goportis.de





Kontakte und weitere Informationen:

Pressekontakt:
DR. ANNA MARIA KÖCK
Pressesprecherin
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Neuer Jungfernstieg 21, D-20354 Hamburg
T: +49 [0] 40. 428 34-359
F: +49 [0] 40. 428 34-299
E: a.koeck@zbw.eu

Standort Kiel:
Düsternbrooker Weg 120
D-24105 Kiel

www.zbw.eu





Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften -
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW)
Direktor Prof. Dr. KlausTochtermann
Telefon: +49 (0) 431 / 8814 – 333
director@zbw.eu
www.zbw.eu




Technische Informationsbibliothek (TIB)
Direktor Uwe Rosemann
Telefon: +49 (0) 511 / 762 – 2531
uwe.rosemann@tib.uni-hannover.de
www.tib-hannover.de



Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)
Direktor Ulrich Korwitz
Telefon: +49 (0) 221 / 478 – 5600
ulrich.korwitz@zbmed.de
www.zbmed.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gruebner, Carola, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 432 Wörter, 4002 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Die Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Die Einrichtung beherbergt rund 4 Millionen Bände und 26.000 laufend gehaltene Zeitschriften.
Daneben stellt die ZBW mit EconStor, dem digitalen Publikationsserver, die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in Millionen von Datensätzen recherchieren.
Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist.
Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts. Die ZBW wurde 2011, 2012 und 2013 für ihre innovative Bibliotheksarbeit ausgezeichnet mit dem internationalen LIBER Award. In der Einrichtung arbeiten derzeit circa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die ZBW unterstützt Wirtschaftswissenschaftler/innen und Studierende in ihrem Lern-, Forschungs- und Publikationsprozess, das heißt bei der Gewinnung, Weiterverarbeitung und kollaborativen Nutzung von (digitalen) Informationen.
Die ZBW ist ein kompetenter und zuverlässiger Partner und Dienstleister für die Wirtschaftswissenschaften. Wer moderne technologiegestützte Forschungsumgebungen sucht, der ist mit der ZBW gut beraten.

Wir liefern die Infrastruktur, damit sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihre Publikationstätigkeit konzentrieren können. Egal, ob es sich um die technische Begleitung eines E-Journals, Publikations-Services oder den Aufbau von Forschungsprimärdatenbanken handelt, die ZBW realisiert Projekte für die Wissenschaft.
Damit Forschende und Studierende aus BWL und VWL exzellenten Forschungssupport durch die ZBW bekommen können, bauen wir unsere Forschungsaktivitäten kontinuierlich aus.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft lesen:

ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 05.03.2015

Wie Europa Science 2.0 (nicht) versteht – ZBW veröffentlicht Landkarte wissenschaftlicher Positionen

Verstärkt seit 2010 beschäftigt sich die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (www.zbw.eu) multiperspektivisch mit dem Thema Science 2.0. Jetzt haben sich Wissenschaftler der ZBW um den Direktor der ZBW, Prof. Dr. Klaus Tochtermann die ...
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 10.09.2014

ZBW erneut Datenlieferant im Handelsblatt-BWL-Ranking

Regelmäßig publiziert die Wirtschaftszeitung Handelsblatt ein Ranking der forschungsstärksten Betriebswirt/inn/en in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Datengrundlage bildet das bibliometrische Webportal Forschungsmonito...
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 09.09.2014