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Nach der Exzellenzinitiative: Top-Studierende zieht es immer stärker an die Exzellenzuniversitäten, andere Hochschulen verlieren deutlich

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Berlin, 27.10.2011


(ddp direct)Durch die Exzellenzinitiative erhielt die deutsche Hochschullandschaft einen Impuls zur Stärkung einzelner Hochschulstandorte. Dies betrifft nicht nur die Forschung, sondern geht auch mit Folgen für die Rekrutierung von Studierenden einher, die in einer heute vorgestellten Analyse der stiftung neue verantwortung erstmals detailliert diskutiert werden. Die Arbeitsgruppe "ExzellenzCampus" hat in ihren Untersuchungen festgestellt, dass sich die Verteilung der Studierenden in ...

(ddp direct)Durch die Exzellenzinitiative erhielt die deutsche Hochschullandschaft einen Impuls zur Stärkung einzelner Hochschulstandorte. Dies betrifft nicht nur die Forschung, sondern geht auch mit Folgen für die Rekrutierung von Studierenden einher, die in einer heute vorgestellten Analyse der stiftung neue verantwortung erstmals detailliert diskutiert werden. Die Arbeitsgruppe "ExzellenzCampus" hat in ihren Untersuchungen festgestellt, dass sich die Verteilung der Studierenden in Deutschland seit Beginn der Exzellenzinitiative im Jahre 2005 quantitativ und qualitativ verändert hat: Die besonders leistungsstarken Studierenden zieht es immer mehr an die neun Exzellenzuniversitäten. So studiert etwa ein immer größerer Anteil der Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes an den mit dem Exzellenzlabel ausgestatteten Universitäten, während deren Konzentration an den anderen Universitäten abgenommen hat. So konnte beispielweise die LMU München ihren Anteil an allen Studienstiftlern in Deutschland seit der Exzellenzinitiative noch einmal um 30 Prozent steigern, die TU München verzeichnete sogar einen um 75 Prozent größeren Anteil. Auch bei Top-Abiturienten mit einer Note von 1,2 oder besser ist eine ähnliche Wanderungsbewerbung zu beobachten.

Diese Entwicklung könnte nach Einschätzung der Forschungsgruppe Folgen für das gesamte deutsche Hochschulsystem haben. Projektleiter Sebastian Litta erläutert: Setzt sich dieser Trend zur Konzentration der Besten an nur wenigen Universitäten fort, könnten die Konsequenzen dieses Nebeneffekts die eigentlich beabsichtigten Wirkungen der Exzellenzinitiative deutlich übertreffen. Unser gesamtes Hochschulsystem könnte sich dadurch dramatisch verändern.

Die Arbeitsgruppe sieht zwei mögliche Auswirkungen der Konzentration der besten Studierenden, deren Folgen diskutiert werden müssen: Als Homogenitätsfalle hat die Gruppe das Risiko einer Konzentration nicht nur besonders leistungsstarker, sondern auch sozio-ökonomisch überdurchschnittlich gut gestellter Studierender an Exzellenzuniversitäten identifiziert. Hinzu kommt mit der Demografiefalle die Gefahr, dass langfristig deutlich weniger junge Menschen einen Studienplatz suchen, was besonders solche Universitäten treffen wird, die im Exzellenzwettbewerb nicht erfolgreich waren.

Die Arbeitsgruppe Exzellenzcampus der stiftung neue verantwortung zeigt in ihrem Abschlussbericht nicht nur die Ergebnisse ihrer Datenanalyse, sondern macht auch konkrete Vorschläge, wie Politiker und Universitäten mit den aufgezeigten Herausforderungen umgehen sollten.

Der Abschlussbericht Wege aus der Exzellenzfalle Vorschläge für eine aktive Hochschulpolitik ist hier abrufbar:
http://www.stiftung-nv.de/146910,1031,111427,-1.aspx

Er wird am 27. Oktober um 18:30 Uhr in den Räumen der stiftung neue verantwortung vorgestellt und von drei ausgewiesenen Hochschulexperten kommentiert: Edelgard Bulmahn, Bundesministerin a.D. und Initiatorin der Exzellenzinitiative, Dr. Volker Meyer-Guckel, Stv. Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, und Prof. Dr. Hans N. Weiler, emeritierter Bildungsforscher der Stanford University und ehemaliger Präsident der Viadrina Universität in Frankfurt an der Oder diskutieren mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Exzellenzcampus und interessierten Gästen. Pressevertreter sind herzlich willkommen und melden sich bitte bei u.s. Kontaktadresse an.


Über die stiftung neue verantwortung:

Die stiftung neue verantwortung fördert das interdisziplinäre und sektorübergreifende Denken entlang der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen und Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Dieses Ziel wird gemeinnützig, unabhängig und überparteilich verfolgt. In ihre Projekte eingebunden sind Vertreter aller relevanten Akteure gesellschaftspolitischen Handelns sowie aller wissenschaftlichen Disziplinen, die einen Beitrag zur Entwicklung neuer Ideen und Analysen bei der Gestaltung der wichtigsten Herausforderungen für unser Land leisten und praktisch nutzbar machen.

Mitglieder der Arbeitsgruppe: Sebastian Döring (Universität Konstanz), Ulf Glöckner (Prognos AG), Silvia Hägele (Bilfinger Berger Industrial Services), Dr. Jens Harbecke (Universität Witten-Herdecke), Karen Hauff (Hertie School of Governance), Julia Johannsen (RespectResearchGroup), Sebastian Litta (stiftung neue verantwortung), Ralph Müller-Eiselt (Bertelsmann Stiftung)

Kontakt:
Sebastian Litta, stiftung neue verantwortung, Beisheim Center, Berliner Freiheit 2, 10785 Berlin, E-Mail: sl@stiftung-nv.de, Tel.: +49 30 81 45 03 78 80, www.stiftung-nv.de


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E-Mail: sl@stiftung-nv.de
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Telefon: +49 30 81 45 03 78 80


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