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ispo summer round table 2005: Dem Sportfachhandel fehlt es an Mut

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München, 5. Juli 2005 - Auf dem ispo summer 05 round table in München waren sich Vertreter der deutschen Sportbranche einig: Der Fachhandel bringt den Mut nicht auf, sein Geschäft mit neuen Strategien zu beleben. Die Empfehlung der Diskussionsteilnehmer: Anstatt zu jammern sollten die Kollegen wieder unternehmerische Leidenschaft zeigen.

Harsche Kritik bekam der deutsche Sportfachhandel von den Teilnehmern des ispo summer 05 round table, den die weltgrößte Sportfachmesse ispo am 4. Juli auf dem Münchener Messegelände veranstaltet hat, zu hören.

Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass die trübe Stimmung, die derzeit im deutschen Sportfachhandel herrscht, überhaupt nicht angebracht ist. Es gäbe vielmehr genug Möglichkeiten, der Konsumflaute Herr zu werden. Dem Fachhandel fehle es jedoch meist an Mut, Chancen zu ergreifen, wie sie sich beispielsweise aus neuen Trends oder noch nicht ausreichend erschlossenen Zielgruppen ergeben. Auf diese Weise würde ein jährliches Umsatzpotenzial von mehreren hundert Millionen Euro nicht ausgeschöpft, meinte Eva Dorobek, Managing Director des Marktforschungsinstituts Sports Tracking Europe in Nürnberg.

Den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Schuld zuzuschieben, sei jedenfalls zu einfach: „Die Rahmenbedingungen stimmen sehr wohl; es ist der Handel, der seine Chancen nicht nutzt", kritisiert Joachim Schröder, zuletzt Sportdirektor der KarstadtQuelle AG in Essen. Mangelnden Mut moniert auch Peter Schöffel, Geschäftsführer der Schöffel Sportbekleidung GmbH in Schwabmünchen: „Vielen Händlern fehlt die unternehmerische Leidenschaft und der Mut zur Lücke." Klaus Jost, Vorstand von Intersport Deutschland, ergänzt: „Heute geht nichts mehr automatisch; der Einzelhandel muss aufhören zu jammern und härter arbeiten."

Gerade angesichts neuer Konkurrenten wie die Billiganbieter Aldi, Tchibo & Co, die zunehmend am Sportmarkt mit „Geiz-ist-Geil"-Aktionen teilhaben, ist nicht nur mehr Arbeit, sondern vor allem auch eine klare Positionierung nötig: „Diese Geschäfte dienen der reinen Bedarfsdeckung, sie bieten kein Kauferlebnis", so Dorobek. „Der Fachhandel muss einfach den Mut haben, sich von der Verführung des schnellen Euro zu lösen und vielmehr neue Konzepte entwickeln, die auf Dienstleistungen, Emotionen und langfristige Kundenbindung zielen", fordert Schöffel. „Wer das nicht schafft, verliert." Das bestätigt auch Klaus Ruscher, Inhaber eines Sportgeschäfts in München: „Der Kunde kauft nicht nur Marken, sondern Emotionen, die ihn ansprechen." Vor den Billigheimern muss sich der Sportfachhandel deshalb nicht fürchten.

Die Diskussionsteilnehmer waren sich auch darin einig, dass die Kunden zielgruppengerecht angesprochen werden müssen: „Wir haben jeweils eine Etage für Frauen und Jugendliche - beides Zielgruppen, die bisher unzureichend angesprochen wurden", erklärt Thomas Reischmann, Inhaber von Sport Reischmann in Ravensburg, seine Herangehensweise.

Ein weiterer Lösungsansatz ist die Spezialisierung: Ruscher etwa hat sich auf Triathlon und Laufen spezialisiert, und bietet in diesem Umfeld ein umfangreiches Produktportfolio inklusive Dienstleistungen. Diese Beratungskompetenz grenzt den Sportfachhandel deutlich von den großen Ketten wie H&M und den Biligheimern ab. Leider sieht die Realität oft anders aus: „Personal im Sportfachhandel weiß häufig sehr wenig über einzelne Produkte", kritisiert Schröder. Jost resümiert: „Die Zukunft liegt in der Qualität und nicht in der alleinigen Absatzmenge."

Mit innovativen und nachhaltigen Konzepten könnte der deutsche Sportfachhandel wieder gesunden; schließlich hat Deutschland mit einem Volumen von sieben Milliarden Euro den größten Sportmarkt Europas und bietet ein entsprechend großes Potenzial.

Die Teilnehmer des ispo summer 05 round table

Der jährlich stattfindende ispo summer 05 round table ist eine Veranstaltung der weltgrößten Sportfachmesse ispo. Stattgefunden hat das Event am 4. Juli auf dem Münchener Messegelände. Es diskutierten Klaus Jost, Vorstand der Intersport Deutschland eG in Heilbronn; Peter Schöffel, Geschäftsführer der Schöffel Sportbekleidung GmbH in Schwabmünchen; Joachim Schröder, zuletzt Sportdirektor der KarstadtQuelle AG in Essen; Thomas Reischmann, Geschäftsführer von Sport Reischmann in Ravensburg und Klaus Ruscher, Inhaber von Sport Ruscher in München. Eva Dorobek, Managing Director des Marktforschungsinstituts Sports Tracking Europe in Nürnberg, hat die Diskussionsrunde komplettiert.

Diese Presseinformation sowie Bildmaterial kann unter www.pr-com.de beziehungsweise www.ispo.com abgerufen werden.

Die ispo in München ist die weltgrößte Sportartikel- und Sportmode-Messe mit einem internationalen Anteil von über 70 Prozent. Zweimal jährlich versammelt sie im Februar und Juli die internationale sports community, bestehend aus Herstellern, Fachhandel und Medien. Der Angebotsbereich umfasst alle Segmente und unterteilt sich in special communities, die jedes Segment individuell und authentisch darstellen. Dieses Konzept ermöglicht eine optimale Umsetzung der wachsenden Spezialisierung und eine schnelle Umsetzung von neuen Trends. www.ispo.com.

Weitere Informationen:

PR-COM GmbH
Matthias Frank
Tel. +49-89-59997-800
Fax +49-89-59997-999
matthias.frank@pr-com.de
www.pr-com.de

Messe München GmbH
Stefanie Gerhardt
Tel.: +49-89-94920-610
Fax: +49-89-944196-29
gerhardt@messe-muenchen.de
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