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Nur gemeinsam sind sie stark – Wissenschaftler setzen auf interdisziplinäres Forschen

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Bonn/Neuss – Die Gattung der Universalgelehrten ist ausgestorben. Das Allround-Genie vergangener Zeiten forschte mit demselben Eifer über physikalische, chemische, medizinische oder kulturhistorische Phänomene. Heute ist in den meisten wissenschaftlichen Disziplinen Spezialisierung angesagt. Der Publizist Joachim Fest sprach im Blick auf die Geschichtswissenschaft vom „Kult des Bruchstücks“, dem gefrönt werde. Pures Wissen ist aber nur die Grundvoraussatzung für neues Wissen. Um wirklich innovativ zu sein, muss das Wissen von Einzelnen kombiniert werden.

Nur im interdisziplinären Diskurs könne neues Wissen entstehen, schreibt das PM-Magazin http://www.pm-magazin.de in seiner aktuellen Ausgabe. Vernetztes Forschen allein führe zum Erfolg.

Am Beispiel von Manfred Baron von Ardenne beschreibt die Zeitschrift, wie schwer es fächerübergreifend tätige Forscher im 20. Jahrhundert hatten. Die Lektion gilt wohl auch für das 21. Jahrhundert. Sein erstes Patent habe von Ardenne mit 15 Jahren für eine Bildschirmröhre erhalten, die er der Firma Löwe Opta verkauft habe. Im Laufe seines Lebens entwickelte er weitere medizintechnische Neuigkeiten. Die Reaktion war ein Stirnrunzeln nach dem Motto: „Kann ein Physiker zugleich Arzt sein?“ Laut PM schauen mittlerweile jedoch immer mehr Hochschulen und Institute über den Tellerrand des eigenen Faches. „Bedeutende Durchbrüche in der Wissenschaft sind nur durch interdisziplinäre Forschung möglich“, sagt auch der Europäische Forschungsbeirat (Eurab) http://europa.eu.int/comm/research/eurab/index_en.html.

Damit die interdisziplinäre Forschung hierzulande auf die Beine kommt, seien noch etliche Widerstände zu überwinden, so der Physiker Stefan Bornholdt gegenüber der Zeitschrift. Der Interviewte ist ein gutes Beispiel für vernetztes Denken: Er forschte über die Inkubationszeit des HIV-Virus, untersuchte den E-Mail-Verkehr von Studenten, fand heraus, warum Kalk im Meeresboden regelmäßige Schichten bildet und entwickelte „nebenbei“ noch ein Börsenmodell. „Solche Leistungen können nicht erbracht werden, wenn ein Wissenschaftler nur in seinem Elfenbeinturm sitzt, auf Fachkongressen mit den Kollegen des eigenen Faches spricht und in einschlägigen Publikationen schreibt, die niemals den Weg von der Seminarbibliothek ins ganz normale Leben finden. Viele dieser Schriften werden ja noch nicht einmal in der Seminarbibliothek eines anderen Faches wahr genommen“, sagt Michael Müller, Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer der Neusser a & o-Gruppe http://www.ao-services.de.

Bornholdt wünscht sich mehr Offenheit von Kollegen aus anderen Fächern. Anders als in den Vereinigten Staaten seien die Grenzen zwischen den Fakultäten häufig sehr starr. „Oft arbeiten Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten an derselben Sache, reden aber nicht miteinander“, so der Forscher. PM hebt das Berliner Wissenschaftskolleg besonders hervor. So müssten sich dort Stipendiaten bei der Präsentation ihrer Forschungsergebnisse fachfremden Zuhörern verständlich machen. Im Speisesaal gebe es keine Einzelplätze: Das führt dazu, dass Philosophen, Kunsthistoriker, Religionswissenschaftler, Neurologen, Historiker und Physiker nicht getrennt voneinander, sondern nebeneinander sitzen.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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