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Eurotax: Trotz „Fiskalpakt“ regiert Verunsicherung die Märkte

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• Finanzmärkte schöpfen kein Vertrauen – Volatilität bleibt hoch • Härtere Sanktionen für Defizit-Sünder immerhin Schritt in die richtige Richtung

Karlstadt, 16.12.2011. Die Rettungsversuche für den Euro gehen in eine weitere Runde. Beim EU-Gipfel zur Eurorettung wurde nun ein „Fiskalpakt“ mit automatischen Sanktionen gegen Schuldenstaaten und einer einheitlicheren Fiskalpolitik beschlossen. „Das ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings reicht dies nicht aus, um die Märkte tatsächlich zu beruhigen“, lautet die Einschätzung von Jürgen Kohlmann, Geschäftsführer der Eurotax GmbH. „Deutlich wird dies auch durch die jüngste Ankündigung der Ratingagentur Moody´s, im Frühjahr die Kreditwürdigkeit der Euro-Staaten erneut zu überprüfen: Die Warnschüsse an die Politik werden damit immer häufiger – Moody´s ist nach Standard & Poor´s schon die zweite große Ratingagentur, die mit Herabstufungen europäischer Länderratings droht.“ In diesem Zusammenhang wird zwar vermehrt auf die Eigeninteressen der US-amerikanischen Agenturen hingewiesen. Laut Kohlmann wird beim reflexartigen Ruf nach einer europäischen Ratingagentur jedoch oft eine wichtige Tatsache übersehen: Auch eine europäische Ratingagentur müsste unabhängig und objektiv die Bonität des jeweiligen Schuldners bestimmen – und sollte diese sich verschlechtern, sind Herabstufungen gerechtfertigt. „Ein Downgrade Frankreichs, welches ja schon angedroht wurde, hätte weitreichende Folgen. Viele Anleger wie deutsche Kapitallebensversicherungen und internationale Pensionskassen sind bei ihren Investmententscheidungen ja per Gesetz an Ratings gebunden“, warnt Kohlmann. „Nicht die Ratingagenturen sind Verursacher der Misere, sondern fehlende Konzepte einheitlicher Fiskalpolitik in den Eurostaaten.“
Rettungsschirm für Reiche?
Die Lösungsversuche nehmen nach Ansicht von Jürgen Kohlmann teilweise fast schon skurrile Formen an: Mittlerweile wurde mit Italien global gesehen eines der reichsten Länder der Welt beim Internationalen Währungsfonds IWF vorstellig, um Hilfe bei der Lösung seiner Schuldenprobleme zu beantragen. „Gemessen an der Tatsache, dass Italiens Staatsbürger über ein privates Geldvermögen von 3,6 Billionen Euro verfügen, ist es schwer nachzuvollziehen, warum IWF-Mitgliedsstaaten wie Haiti, seines Zeichens eines der ärmsten Länder der Welt, hier mit einspringen sollen“, kritisiert Kohlmann. „An diesem Beispiel wird wieder einmal deutlich, dass einfach ein schlüssiges Gesamtkonzept fehlt.“
Kein Ende der Unsicherheit in Sicht
Die Finanzmärkte seien derzeit nur ein Spielball der Politik. Das Vertrauen der Investoren ist laut Kohlmann auch durch den EU-Gipfel nicht zurückgekehrt. Der Optimismus nach der Einigung vom 09. Dezember erwies sich als Strohfeuer: Denn solange die Krise nicht gelöst ist, werden die Aktienmärkte weiterhin volatil bleiben und auf jede neue politische Entscheidung mit Auf- oder Abwärtstrends reagieren. Die wiederholten Drohungen der Ratingagenturen bezüglich der Kreditwürdigkeit der Euroländer zeigen, dass auch der Anleihenmarkt derzeit erhebliche Risiken birgt. „Die Unsicherheit wird auch weiterhin die Entwicklungen an den Märkten diktieren und nur durch entschiedene politische Anstrengungen beigelegt werden können“, so Kohlmann.

Positive Performance trotz Unsicherheit: der eurotax all invest
Trotz aller Turbulenzen an den Finanzmärkten konnte der eurotax all invest durch konsequentes Risiko-Management und Diversifikation zum 08.12.2011 ein Plus von 1,21 Prozent erzielen.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Maechler, verantwortlich.

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