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Die Stunde der Veteranen – Offensiven für Ältere erschöpfen sich oft in Imagekampagnen

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Bonn/Frankfurt am Main – Die Demographie rehabilitiert den Veteranen. Die Geburtenschwäche in Deutschland führt in Verbindung mit einer ständig steigenden Lebenserwartung dazu, dass die Gesellschaft und die Wirtschaft in Zukunft stärker auf die Erfahrung und das Wissen von älteren Menschen zurückgreifen müssen.

Das Thema Demographie ist im Trend, nicht zuletzt seit der Veröffentlichung des Buches „Das Methusalem-Komplott“ des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher. Ein Themenheft der Lebensmittelzeitung (LZ) http://www.lz-net.de beschreibt, dass Arbeitnehmer in mittleren Jahren schnell zum alten Eisen gehören. Künftig aber werde man sie brauchen. Personalchefs müssten reagieren.

In den achtziger Jahren war die Lage noch anders. Hoch qualifizierte Arbeitnehmer wurden reihenweise in den Vorruhestand geschickt. In den neunziger Jahren dämmerte es den Politikern, dass dieses Vorgehen unverantwortlich ist. Die Kassen waren leer und der Staat musste seine Strategie ändern. Der frühe Abschied aus dem Berufsleben ist für die Beschäftigten teuerer geworden. Mit Initiativen wie „Teamarbeit für Deutschland“ oder „50 plus – die können es“ wollen das Wirtschaftsministerium und die Arbeitsagentur das Bewusstsein dafür schärfen, dass mehr Menschen über 50 wieder in Lohn und Brot kommen. Experten bezweifeln die Effektivität dieser Maßnahmen. „Es handelt sich im wesentlichen um Imagekampagnen“, zitiert die LZ den Rewe-Sprecher Andreas Krämer. Fortschrittliche Personalchefs halten den Best Agers zugute, dass sie über Erfahrungswissen, Gelassenheit und Übersicht, Arbeitsdisziplin, Loyalität und Führungsfähigkeit, Branchenkenntnisse sowie soziale Kompetenz verfügen, so die LZ.

Nach einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad http://www.randstad.de vereiteln vor allem die Kosten die Entscheidung, ältere Kandidaten einzustellen, da diese öfter krank seien, mehr Urlaub hätten und mehr Geld bekämen. Auch der Kündigungsschutz für Ältere gilt als Einstellungshemmnis. Laut Randstad würden 62 Prozent der Unternehmen mehr Ältere einstellen, wenn sie die Arbeitsverträge flexibler gestalten könnten. „Es ist unklug, junge gegen ältere Mitarbeiter auszuspielen. Sinnvoll sind gemischte Teams. Harvey Nash hat sehr gute Erfahrungen bei der Vermittlung von Senior Managern gemacht, die wir beispielsweise beim Interim Management eingesetzt haben“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de. Bei Arbeitnehmern mit geringer Qualifikation sieht es jedoch nicht so rosig aus. Der Kostendruck wird dort zu weiteren Rationalisierungen führen. Das Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) http://iat-ge.de hat jetzt einen „praxisorientierten Handlungsleitfaden“ für Ältere geschrieben, die sich mit einer Dienstleistungsagentur selbständig machen wollen. Hierbei geht es um Tätigkeiten wie Putzen, Bügeln, Gartenarbeit, Hausmeisterdienste, Botengänge, Friedhofsbegleitung und Festorganisation. Das Problem bei der Sache: Viele dieser Angebote werden auch auf dem Schwarzmarkt zur Verfügung gestellt, allerdings zu deutlich niedrigeren Preisen. Damit sich die von Senioren geleiteten Dienstleistungsagenturen auf dem Markt bewähren und gegen die Konkurrenz auf dem Schwarzmarkt durchsetzen, müssen die Mitarbeiter einen besonders guten Service leisten, ausreichende Qualifikationen vorweisen und kommunikativ sein. Letztlich bleiben solche Projekte, die beispielsweise Teil des EU-Projekts „Offensive für Ältere“ sind, nur Einzelaktionen. Die Antworten auf die demographischen Herausforderungen müssen in erster Linie auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt gefunden werden.



Web: http://www.harveynash.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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