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Deutsche Investoren fürchten die Sicherheitslage im Irak

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Doch bei zu langem Zögern schnappt die Konkurrenz die Aufträge weg


Bonn/München – Deutsche Produkte genießen im Irak einen exzellenten Ruf. Die Iraker sind mit technischen Standards aus Deutschland bestens vertraut. Anfang der achtziger Jahre war die Bundesrepublik der wichtigste Lieferant des Iraks mit einem Exportvolumen von rund vier Milliarden Euro jährlich. Heute exportiert Deutschland nur noch Waren im Wert von 400 Millionen Euro.

Dieser Rückgang hat verschiedene Ursachen: Zunächst sind selbstverständlich die Kriege am Golf zu nennen. Wenn es um Aufträge für die Schlüsselbereiche Öl und Gas für deutsche Unternehmen geht, legen sich die Vereinigten Staaten regelmäßig quer, schreibt das Nachrichtenmagazin Spiegel http://www.spiegel.de. Die Situation ist nicht einfach: Einerseits warten insbesondere auf hiesige Firmen gut dotierte Aufträge im Zweistromland, andererseits ist die Sicherheitslage weiterhin prekär.

Es verwundert daher nicht, dass die irakische Regierung gleich fünf Minister nach München schickte, um auf der Zweiten Deutsch-Irakischen Wirtschaftskonferenz für ihr Land zu werben. Ihre Trumpfkarte ist das große wirtschaftliche Potenzial des Landes. Die Öleinnahmen lagen im vergangenen Jahr bei 17 Milliarden US-Dollar. Für 2005 wird sogar ein Anstieg um elf Prozent prognostiziert. Der Irak gehört wegen seiner geographischen Lage und seines ökonomischen Potenzials zu den Schlüsselstaaten im Nahen Osten mit dem höchsten Bildungsstand in der arabischen Welt. Doch statt die dringend notwendigen Aufbaumaßnahmen voran zu bringen, müssten 50 Prozent der finanziellen Mittel in Sicherheit investiert werden, sagt der in München lebende Geschäftsmann Adel Saidely gegenüber dem Focus http://www.focus.msn.de.

Auf der Münchner Konferenz erinnerte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) daran, dass der Irak nach Saudi-Arabien und Kuwait weltweit über die drittgrößten Erdölreserven verfügt. Der Irak braucht dringend wirtschaftliche Initiativen und ausländische Partner beim Wiederaufbau. Nur so kann eine langfristige Befriedung des Landes gelingen. „Deutsche Unternehmen haben ein sehr positives Image im Irak“, sagt Michael Sander, einer der etwa 600 Teilnehmer der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) http://www.dihk.de organisierten Konferenz. Sander, Geschäftsführer des Lindauer Beratungshauses TCP Terra Consulting Partners GmbH http://www.terraconsult.de verweist auf die lange Tradition der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen. Das Eisenbahn-Netz sei mit deutscher Technik errichtet worden, ebenso der Staudamm von Mosul und der Flughafen von Basra. „Doch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um nostalgisch in der Vergangenheit zu schwelgen. Wir richten unseren Blick zu sehr auf die wirklich schwierige Sicherheitslage in Bagdad und vergessen, dass es in anderen Regionen des Landes friedlicher ist. Im Norden des Landes schnappen uns türkische, chinesische, amerikanische oder auch südkoreanische Unternehmen die Aufträge weg. Die deutschen Unternehmen müssen sich auf ihre Stärken besinnen und vor Ort aktiv werden. Vor allem im Engineering- und IT-Training, in der Medizintechnik, bei Finanzdienstleistungen und Banken und natürlich beim Aufbau der Infrastruktur sehe ich große Chancen für deutsche Firmen.“ Wer zu lange zögert, so die Überzeugung auch der anderen Konferenzteilnehmer, könnte das Nachsehen haben gegenüber der internationalen Konkurrenz und sich damit dauerhaft die Möglichkeit verbauen, an dem dortigen Wachstumsmarkt zu partizipieren. „Wer jetzt abseits steht, bekommt auch in Zukunft kein Bein auf die Erde“, so Sander.



Web: http://www.ne-na.de


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