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Grüne Punkt hat Kreislaufprobleme: Keine Mischkunststoffe mehr für Bremer Hochofen

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Bremen - Die Stahlwerke Bremen werden künftig nicht mehr Mischkunststoffe aus den Sammlungen der Duales System Deutschland AG (DSD) im Hochofen einblasen. Der im Herbst dieses Jahres auslaufende Verwertungsvertrag zwischen der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling mbH (DKR) und der Arcelor-Tochter werde nicht verlängert, bestätigten beide Unternehmen auf Anfrage des Fachdienstes Euwid.

"Seit 1995 setzten die Stahlwerke jährlich etwa 100.000 Tonnen zu Agglomerat aufbereitete Mischkunststoffe im Hochofen als Reduktionsmittel ein", so Euwid. Ohne die rohstofflichen Verfahren könnte der Grüne Punkt-Müllkonzern wieder Schwierigkeiten bei der Verwertung von Altplastik bekommen wie Mitte der 90er Jahre: "Ein erheblicher Anteil des Plastikmülls wird gar nicht 'werkstofflich', sondern nur 'rohstofflich' verwertet – etwa unter hohen Drücken und Temperaturen zu Methanol umgesetzt. Als chemischer Rohstoff ist der DSD-Müll jedoch 25 Mal teuerer als Erdöl", weiß Alexander S. Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie in Halle.

Die Hälfte der Verpackungen lande zudem unvorschriftsmäßig in den grauen Restmülltonnen und entgehe der vorab bezahlten Wiederverwertung. "Die andere Hälfte ist mit 'Fehlwürfen' durchsetzt und muss deshalb aufwändig nachsortiert werden. Die zurückgewonnenen Kunststoffe sind stark verschmutzt und taugen gerade mal für Plastikrohre, Parkbänke und neue Gelbe Tonnen", so Kekulé.

Auch die rohstofflichen Verfahren sind umstritten, etwa die Verwertung von DSD-Kunstoffen Methanol: Anstelle einer Nettoeinsparung wurden in Untersuchungen erhebliche Netto-Mehremissionen ermittelt. Die zusätzlichen Emissionen aus der Verarbeitung der Altkunststoffe des Grünen Punktes haben einen größeren Umfang, als die Kohlendioxid-Emissionen, die aus der Herstellung der substituierten Mengen an Methanol und sonstigen Produkten resultieren. Da Methanol weltweit überwiegend mit klimafreundlichem Erdgas hergestellt wird, ergibt sich für den Einsatz von Altplastik noch weniger Sinn. Und selbst beim Methanol-Verfahren wackelt die Verwertung. Die insolvente Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum Schwarze Pumpe GmbH (SVZ), die dieses Verfahren betreibt, steht nach einem Bericht des Hörfunksenders "Antenne Brandenburg" kurz vor dem Verkauf. Die Verhandlungen mit der Schweizer Sustec Holding AG sollen bis Mitte August beendet sein, so der Sender nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Sustec-Verwaltungsrates, Matthias Fünfschillig. Wunschtermin beider Seiten für die Übernahme sei der 1. September. Die Sustec-Gruppe hat nach Angaben des Senders angekündigt, danach die Anlagen schrittweise abzuschalten und komplett umzubauen.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Matthias Schmitz, verantwortlich.

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