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Insolvenzen führen zu Milliardenverlusten in der ITK-Branche

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Branchenverband BITKOM empfiehlt aktives Risikomanagement


Bonn/Berlin – Die schlechte Zahlungsmoral der öffentlichen Hand und vieler gewerblicher Kunden führt in der Informations- und Telekommunikationswirtschaft (ITK) im laufenden Jahr in Deutschland zu einem Umsatzausfall von mehr als einer Milliarde Euro. Das ergab eine aktuelle Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) http://www.bitkom.org. „Die schwache Entwicklung der Gesamtwirtschaft beeinträchtigt die Zahlungsmoral“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Besonders säumige Zahler sind die gewerblichen Kunden: Fast 30 Prozent der befragten ITK-Anbieter gaben an, dass sich das Zahlungsverhalten dieser Klientel in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert habe; 21 Prozent sagten dies mit Blick auf die öffentliche Hand. Im Durchschnitt dauert es 37 Tage ab Rechnungsausgang, bis staatliche Auftragnehmer zahlen, so der BITKOM. Private Kunden beglichen ihre Rechnungen zwei Tage früher. Als Zahlungsziel gewähren die Anbieter im Schnitt 27 Tage. „Im Vergleich zu anderen Branchen sind die Kunden von ITK-Unternehmen aber zuverlässiger“, sagt Rohleder.

Die Insolvenz von Geschäftspartnern eines Unternehmens sei ein häufiger Grund für Zahlungsausfälle. Der Wirtschaftsinformationsdienst Creditreform http://www.creditreform.de hatte für das Insolvenzgeschehen im ersten Halbjahr 2005 zwei gegenläufige Entwicklungen festgestellt: Während die Unternehmensinsolvenzen mit 18.700 Fällen einen Rückgang um 6,2 Prozent zeigten, legten die Verbraucherinsolvenzen um 33,5 Prozent auf 29.200 zu. Im ersten Halbjahr 2004 hatte es noch 19.930 Unternehmens- und 21.870 Verbraucherinsolvenzen gegeben. „Die schlechte Zahlungsmoral oder gar der Zusammenbruch von Unternehmen bringen deren Geschäftspartner häufig in große Schwierigkeiten“, sagte Rohleder. Daher rät der BITKOM den Unternehmen, für wichtige Vertragsbeziehungen ein aktives Risikomanagement einzurichten, um finanzielle Schäden im Fall einer Insolvenz zu vermeiden.

„Die meisten Firmen wachen erst auf, wenn es bereits zu spät ist“, so Rohleder. Verschlechtere sich das Zahlungsverhalten der Kunden, reagieren laut BITKOM-Studie 81 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihres Mahnwesens. Besser sei es jedoch, bereits vor dem Vertragsschluss aktiv zu werden. Trotz eines leichten Rückgangs sind die finanziellen Schäden durch Insolvenzen nämlich immer noch sehr hoch, wie Thomas Jappe, Geschäftsführer des auf Forderungsmanagement spezialisierten Unternehmens Sitel Risk Management, Krefeld, http://www.sitel.de, berichtet: „Beachtlich bleiben die Verluste, die privaten oder öffentlichen Gläubigern durch Insolvenzen entstehen. Rund 18,8 Milliarden Euro gingen dadurch verloren. Diese Zahlen zeigen uns, dass gerade in der heutigen Zeit nur mit einem professionellen Forderungsmanagement erfolgreich Verluste für Unternehmen verringert werden können. Im ersten Halbjahr 2004 war es noch schlimmer, als den Gläubigern stattliche 22,7 Milliarden Euro durch die Lappen gingen. Creditreform macht deutlich, dass allein die privaten Gläubiger im Schnitt 668.000 Euro bei einer Insolvenz verlieren. Im ersten Halbjahr 2004 waren die Verluste mit 738.000 Euro sogar noch höher. Die neuen Zahlen des BITKOM sprechen eine ähnliche Sprache. Bei solch einer alarmierenden Wirtschaftssituation muss das Inkasso besonders früh ansetzen, da dann die Erfolgsaussichten drastisch zunehmen. Unternehmen, die sich für professionelles Forderungsmanagement entscheiden, erhöhen nicht nur ihre Chance, zumindest einen Teil ihrer Forderungen erfüllt zu bekommen, sondern schaffen neue Potenziale für den ebenso wichtigen Kampf um den Kunden.“



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Paul Humberg, verantwortlich.

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