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Mediales Dauerfeuer untergräbt Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft

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Einzelne Manager haben viel zum schlechten Image des Kapitalismus beigetragen


Bonn – Medien schaffen Bilder. Und das Bild, welches die deutschen Manager zurzeit abgeben, ist schlecht. „Das Managerbild in den tonangebenden Medien bleibt bestimmt durch Skandale, Machtpoker und Gehälterdebatte“, stellt der aktuelle Forschungsbericht von Media Tenor http://www.mediatenor.de fest. Josef Ackermann, Werner Seifert, Jürgen Schrempp und Rolf Breuer prägten die Berichterstattung über Manager im ersten Halbjahr 2005; und zwar vor allem negativ. Ackermann, so die Analyse des Instituts, geriet durch die Verknüpfung der Kommunikation von Rekordrendite und Personalabbau ins Zentrum der Kritik. Werner Seifert und Rolf Breuer von der Deutschen Börse gerieten unter erfolgreichen Beschuss des Fonds TCI. Und das Kapitel Jürgen Schrempp ist bei Daimler-Chrysler vor wenigen Wochen sowieso geschlossen worden.

Doch es gibt nicht nur Negativ-Schlagzeilen. Heinrich von Pierer könne sich „inzwischen als Aufsichtsratschef und Außenminister der deutschen Wirtschaft in meist positivem Zusammenhang präsentieren“. Das Amt des Außenministers ist bekanntlich auch auf der politischen Ebene sehr dankbar, wenn es um die öffentliche Wahrnehmung geht. Aber auch Wendelin Wiedeking von Porsche und BMW-Vorstandschef Helmut Panke gelten als positive Ausnahmen. Nach Angaben des Media Tenors hatten die drei Unternehmen mit der stärksten Medienpräsenz – nämlich Daimler-Chrysler, Deutsche Bank und Volkswagen – die schlechteste Presse. Fatal könne sich der bestehende Hang zur Personalisierung auswirken, so Media Tenor. Die Reputation des CEO – also des alleinigen Geschäftsführers oder Vorstandsvorsitzenden – beeinflusse zu 64 Prozent das Gesamtimage eines Unternehmens. Doch einige Manager können gerade bei der auf Personen zugeschnittenen Berichterstattung punkten. So sei Klaus Kleinfeld als neuer Siemens-Chef mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht worden. Er wurde als dynamisch, umgänglich und kompetent wahrgenommen.

„Die Analyse von Media Tenor beleuchtet nur einen Teil unserer Wirtschaft. Es gibt ja nicht nur Dax-Unternehmen, sondern vor allem unzählige kleine und mittelständische Betriebe. Leider werden die Chefs dieser Unternehmen oft in einen Topf geworfen mit angestellten Managern. Dabei gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen einem schwarzen Schaf unter den Managern, der selber Wein trinkt und anderen Wasser predigt und einem Mittelständler, der sein Unternehmen gern an die nächste Generation weitergeben würde“, sagt Michael Müller, Geschäftsführer der Neusser a & o-Gruppe http://www.ao-services.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. „Leider haben in den vergangenen Monaten etliche Manager ein schlechtes Bild abgegeben, weil sie ihren Job nicht ordentlich erledigt haben und dennoch protzig aufgetreten sind. Bedenklicher finde ich allerdings die Tatsache, dass Unternehmer in der Literatur, im Film und im Fernsehen sehr oft als negative Figur dargestellt werden. Auch in den Schulen wird zu wenig getan, um ein faires und objektives Bild zu zeichnen. Und wenn man als Unternehmer bei Gelegenheit sanft darauf hinweist, dass sich das vielleicht ändern müsste, damit mehr Deutsche Lust auf Leistung und Selbständigkeit bekommen, dann schrillen bei den Interessenvertretern die Alarmglocken: Bloß keine Ökonomisierung der Bildung! Das Gegenteil ist richtig: Schulen, andere Ausbildungsstätten und auch die Medien könnten noch mehr tun, um den Sinn für unternehmerisches Denken und Handeln zu schärfen und wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu machen.“ Insbesondere die von SPD-Parteichef Franz Müntefering angestoßene Kapitalismuskritik blieb nicht ohne Folgen: Nur noch die Hälfte der Bundesbürger ist der Meinung, dass sich die Soziale Marktwirtschaft bewährt habe. Angesichts der ökonomischen Probleme in Deutschland seien diese Zahlen beängstigend, so Müller.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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